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20. Oktober 2017 | 06:14 Uhr

Eckernförde IF verliert den Anschluss

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fußball-Kreisklasse A: 1:4 beim Osterrönfelder TSV II – SV Felm und GW Todenbüttel geben sich an der Tabellenspitze keine Blöße

Das Führungstrio der Fußball-Kreisklasse A hat sich mit Siegen ein Stück weit vom Verfolgerfeld absetzen können. So gewann der SV Felm beim TSV GH Lütjenwestedt mit 3:2 und verteidigte seine Tabellenführung vor dem Osterrönfelder TSV II, der mit einem 4:1 gegen Eckernförde IF einen seiner Konkurrenten zunächst abschüttelte. Glanzlos, aber eminent wertvoll, war der 1:0-Sieg des SV GW Todenbüttel über den TSV Borgstedt, mit dem man Aufstiegsplatz drei festigte. Am Tabellenende landete der TuS Jevenstedt II einen überlebenswichtigen 4:1-Erfolg beim Gettorfer SC II.

TuS Rotenhof II – FC Fockbek           5:3 (3:2)
In einem hochklassigen und packenden Derby behielt die TuS-Reserve gegen den FC, der mit dieser Niederlage seine vagen Aufstiegshoffnungen wohl endgültig begraben muss, die Oberhand. „Wir waren in der Chancenverwertung insgesamt einen Tick effektiver“, konstatiert Rotenhofs Trainer Carsten Hildebrandt. Sein Team ging nach einem unstrittigen Strafstoß, den Jan-Hendrik Kock verwandelte, in Führung (17.), die Timo Hilbert per Kopf nur drei Minuten später egalisierte. Die Gastgeber setzten sich im Laufe der Begegnung auf 5:2 ab, ehe Fockbeks Arne Segert mit dem 5:3 (84.) eine hektische Schlussphase einleitete. „Da gab es schon noch Situationen, bei denen uns auch das Glück zur Seite stand“, berichtet Hildebrandt, der beim Schlusspfiff erleichtert aufatmete.

Tore: 1:0 Kock (17.), 1:1 Hilbert (20.), 2:1 Sören Schulz (36.), 3:1 Dennis Schulz (44.), 3:2 Piet Schulz (45.), 4:2 S. Schulz (58.), 5:2 Patrick Schütt (73.), 5:3 Segert (84.)

Gelb-Rote Karte: Lucas Treichel (90., Unsportlichkeit, FC).

Rote Karte: Jannes Mumm (90.+4, Meckern, FC).

SV GW Todenbüttel – TSV Borgstedt           1:0 (1:0)
Todenbüttels Obmann Dieter Krompholz sprach von der schlechtesten Saisonleistung: „Wenn man solche Spiele gewinnt, wird man vermutlich auch aufsteigen. Kreisligawürdiger Fußball sieht allerdings eindeutig anders aus.“ Dabei legten die Schützlinge von Michael Knieriemen zunächst ein enormes Tempo vor. Doch als Jonas Lüdecke und Marten Reimers (4., 7., 10.) ihre Hochkaräter vergaben, war es vorbei mit der grün-weißen Herrlichkeit. „Fortan gab es keinen Spielfluss mehr. Zudem bauten wir den Gegner durch leichte Ballverluste immer wieder auf“, kritisiert Krompholz. Im Torabschluss erwiesen sich die Gäste jedoch als zu harmlos, um daraus Kapital schlagen zu können. Symptomatisch, dass der Treffer des Tages so eigentlich hätte gar nicht fallen dürfen: Ein Schuss von Haiko Thun aus 30 Metern glitt TSV-Keeper Alexander Hochweiss durch die „Hosenträger“.

Tore: 1:0 Thun (35.).

Gelb-Rote Karte: Christopher Stocks (80., wdh. Foulspiel, TSV).

Gettorfer SC II – TuS Jevenstedt II       1:4 (0:3)
War es das schon für den GSC II? Rechnerisch ist immer noch alles möglich. Aber nach dieser Niederlage gegen ein anderes Kellerkind bleibt die Frage, gegen wen man denn nun überhaupt noch gewinnen will. Dabei hatte Gettorfs Trainer Karsten Bengius in diesem schicksalsträchtigen Reserveduell durchaus eine schlagkräftige Truppe auf das Feld geschickt. Der Bedeutung dieser Partie waren sich allerdings auch die Gäste bewusst, die mit ihrer schnörkellosen Spielweise sehr erfolgreich den Torabschluss suchten. „Das war der Unterschied am heutigen Tag. Denn während uns der Zug zum Tor, und häufig auch der letzte Pass fehlte, hat der TuS zielstrebig und effizient seine Chancen genutzt“, bilanziert Gettorfs Sprecher Rolf Gravert. So war die Partie beim Stand von 0:3 aus Sicht des GSC schon zur Pause entschieden.

Tore: 0:1 Sven Grosser (20.), 0:2 Sven Schneider (34.), 0:3 Grosser (42.), 0:4 Timo Klug (62.), 1:4 Marvin Wittern (70., FE).

TSV GH Lütjenwestedt – SV Felm               2:3 (1:2)
Da war mehr drin für den abstiegsbedrohten Ex-Kreisligisten. Schon nach sechs Minuten durften die Hausherren nach einer Notbremse von Felms Gerald Amtsberg, der Lasse Eichert an der Strafraumgrenze zu Fall brachte, in Überzahl agieren. Diese nutzte man auch zur verdienten 1:0-Führung, die Bennet Pöhls besorgte (19.). Lukas Holling scheiterte kurz darauf zwei Mal am Aluminium. Dieses Pech brachte die Gäste zurück ins Spiel: Im Anschluss an eine Ecke war Jörn Ubben zur Stelle (27.), und beim 1:2 profitierte Sven Mulawa von einem kapitalen Fehler der Gastgeber im Aufbauspiel (39.). „Das sind die Situationen, ähnlich wie beim Freistoß, die zum unglücklichen 2:3 führten“, ärgert sich Gut-Heils neuer Trainer Dirk Stöven.

Tore: 1:0 Pöhls (19.), 1:1 Ubben (27.), 1:2 Mulawa (39.), 2:2 Till Rosenberg-Lakatsch (54.), 2:3 Christopher Grube (56.).

Rote Karten: Amtsberg (6., Notbremse, SVF), Matthias Winkelmann (90.+4, Meckern, SVF).

SSV Bredenbek – SSV Nübbel               1:2 (0:0)
Bredenbeks Betreuer war unmittelbar nach Spielschluss außer Rand und Band: „Eine bodenlose Frechheit. Das hatte mit Fußball absolut gar nichts zu tun“, wettert Marco Holste über die Arbeitsverweigerung. So hatte insbesondere der erste Durchgang eher den Charakter eines Freundschaftsspiels, weil neben der Heimelf auch der Gegner wenig Erbauliches für die Zuschauer anzubieten hatte. Nach Wiederbeginn wurde es nur unwesentlich besser, denn beide Teams wollten sich offensichtlich nicht weh tun. Den Gästen, mit einem zuletzt formstarken Tim Rathjens, reichten fünf erhellende Minuten, um den Sieg einzufahren. „Der beste Mann auf dem Platz war für mich in jedem Fall Schiedsrichter Dajinder Pabla“, lautet Holstes Fazit nach 90 schwachen Minuten.

Tore: 0:1, 0:2 Rathjens (67., 71.), 1:2 Christian Dalpiaz (88.).

Osterrönfelder TSV II – Eckernförde IF         4:1 (2:0)
Die OTSV-Reserve fand nach zwei sieglosen Spielen zurück in die Erfolgsspur. Mit dem 4:1 revanchierte man sich für die 2:4-Niederlage der Herbstserie und hielt sich darüber hinaus einen Verfolger vom Leib. „Uns kam entgegen, dass die Partie unserer Liga-Mannschaft ausfiel, und wir so auf personelle Unterstützung setzen konnten“, freut sich Betreuer Stefan Peretzke. Die Gastgeber übernahmen auf schwer zu bespielendem Boden von Beginn an das Kommando und wurden früh belohnt. Eike Schneiders 23. Saisontreffer brachte zusätzliche Sicherheit. Als der OTSV-Torjäger bei einem Konter, der zum 3:0 führte, seine ganze Schnelligkeit ausspielte, war die Begegnung quasi entschieden (56.). „Wir wollen aufsteigen. Diesem Ziel sind wir heute ein gutes Stück näher gekommen“, frohlockt Peretzke.

Tore: 1:0 Schneider (6.), 2:0 Tobias Kohlmorgen (34.), 3:0 Schneider (56.), 3:1 Michele Heidrich (70.), 4:1 Hakan Yalcinkaya (90.)

Gelb-Rote Karte: Mirco Lobeck (82., wdh. Foulspiel, OTSV).


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