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23. August 2017 | 05:10 Uhr

Dubau: „Habe noch Bauchschmerzen“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fußball: Kilias sportlicher Leiter Lars Dubau ist über das Ende seiner Amtszeit als Trainer in Schinkel enttäuscht

Als sportlicher Leiter ist Lars Dubau bei seinem Heimatverein FC Kilia Kiel seit seinem Ausscheiden in Schinkel tätig. Im Interview spricht er über seine neue Rolle, die Niederlage gegen Altenholz und seine Zeit beim 1. FC Schinkel.

Herr Dubau, der FC Kilia Kiel musste sich Altenholz knapp mit 1:2 geschlagen geben. Wie haben Sie das Spiel gesehen?

Es war kein hochklassiger Fußball. Aber der TSV Altenholz war mit seinen erfahrenen Spielern wie einem Timo Bruns einfach etwas reifer. Für uns war aber sicherlich auch ein Remis möglich.

Kevin Link hat beide Tore gegen Ihr Team erzielt. Warum hat der FC Ihn nicht in den Griff bekommen?

Er stiehlt sich auf seiner rechten Seite immer gut weg von seinen Gegenspielern. So ist auch das 0:1 gefallen. Er geht in die Räume. Das hat er schon gut gemacht.

Kilia steht als Aufsteiger im Tabellenmittelfeld mit 16 Punkten. Wie fällt Ihre bisherige Saisonbilanz aus?

Wir können sicherlich zufrieden sein mit unserer Punktausbeute, da viele unserer Spieler noch keine SH-Liga-Erfahrung hatten. Ausruhen dürfen wir uns aber nicht, da ich mit fünf Absteigern rechne. Daher werden wir uns im Winter auch noch einmal qualitativ und quantitativ verstärken.

Wie haben Sie Ihren Weggang beim 1. FC Schinkel erlebt?

Damit habe ich immer noch ein wenig Bauchschmerzen. Im Nachhinein wurde da einiges gesagt, was mich stört und auch enttäuscht. Ich will da aber keine Namen nennen und wünsche sowohl der Mannschaft als auch dem neuen Trainer Mario Schülke alles Glück für die Zukunft.

Auch nach Ihrem Abgang hat das Team Probleme mit der Disziplin. Woran liegt das?

Ich glaube, es sind einfach zu viele komplett unterschiedliche Charaktere in der Mannschaft. Das ist ja bei anderen Teams auch so, aber in Schinkel kam vieles zusammen. Da gibt es Alphatiere, die eine Mannschaft führen wollen, aber auch einige, die eben nicht bereit waren, sich persönlich dem Erfolg des Teams unterzuordnen.

Sie haben die Mannschaft ja aber zusammengestellt. Sind Sie selber überrascht vom Verhalten einiger Spieler?

Ich will auf keinen Fall nachtreten, aber ich muss zumindest sagen, dass ich mir von dem ein oder anderem mehr Reife gewünscht hätte.

Der Ruf des Vereins ist angekratzt...

Und das tut mir für einige Leute wie zum Beispiel Rolf Timmermann oder Rudolf Baasch auch sehr leid. Sie investieren viel Herzblut und Idealismus.

Sind Sie auch ein wenig enttäuscht, wie Ihr Abgang damals lief? Viele denken ja, dass sich der Verein von Ihnen getrennt hat.

Das ist so einfach nicht richtig. Ich hatte bereits am Sonnabend nach dem Spiel gegen den Eckernförder SV II meinen Entschluss gefasst, das Traineramt niederzulegen und habe es dem Vorstand dann auch am Montag darauf mitgeteilt. Das wurde dann leider in der Mitteilung des Klubs etwas anders dagestellt. Aber...

Aber was?

Das Kapitel ist abgeschlossen. Ich habe jetzt bei Kilia eine neue Aufgabe gefunden, die mich ausfüllt. Ich hätte mir in meiner Laufbahn als Trainer, egal bei welchen Vereinen ich war, oft jemanden gewünscht, der mir als Coach den Rücken freihält und sich um die organisatorischen Dinge kümmert. Genau das mache ich jetzt für Özcan Atasoy.

Vermissen Sie die fast tägliche Arbeit als Trainer auf dem Platz?

Nein, da ich auch jetzt bei jedem Training bin. Ich finde, dass kann man von der Position des sportlichen Leiters erwarten. Ich kann mit meiner Rolle gut leben.

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erstellt am 18.Okt.2015 | 21:00 Uhr

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