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23. November 2017 | 08:46 Uhr

Die „Doppelpacker“ schlagen zu

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Verbandsliga West: Kaak, Seefeldt und Hehnke sorgen mit jeweils zwei Toren für Jevenstedter 6:3-Sieg / Nortorf gewinnt Derby

Die beiden Topklubs der Fußball-Verbandsliga West gaben sich am 10. Spieltag keine Blöße: Sowohl Klassenprimus MTSV Hohenwestedt (5:0 beim VfR Neumünster II) als auch TuS Jevenstedt (6:3 gegen SG Padenstedt) unterstrichen ihre Ambitionen. Das Derby in Mittelholstein ging an den TuS Nortorf (2:0 gegen TuS Bargstedt). Der Nobiskrug bleibt ein Selbstbedienungsladen. Der FFC Nordlichter Norderstedt war der fünfte Klub, der beim Rendsburger TSV gewann.

TuS Nortorf – TuS Bargstedt 2:0 (0:0)
Es war ein hart umkämpftes Derby, in dem spielerische Elemente auf der Strecke blieben. Torchancen resultierten meist aus Stellungsfehlern des Gegners. Bereits in der 2. Minute musste Bargstedts Lars-Uwe Schrum in höchster Not auf der Linie für den bereits geschlagenen Keeper Jan Wettern klären. Auf der Gegenseite konnte Stephan Krug den Ball nicht im Nortorfer Tor unterbringen. Kurz darauf hatte Nortorfs Rouven Lamprecht eine gute Einschussgelegenheit, scheiterte aber am gut reagierenden Wettern. Die zweite Hälfte begann mit einer Riesenchance für die Gäste: Erneut war es Stephan Krug, der den Ball knapp neben das Gehäuse setzte. Die 59. Minute hatte es dann in sich. Bargstedts Mannschaftskapitän Sascha Delfs konnte den durchbrechenden Lamprecht nur regelwidrig im Strafraum stoppen. Den berechtigten Elfmeter verwandelte Fabian Jacobs zur 1:0-Führung für Nortorf. Dieselbe Szene wiederholte sich in der 68. Minute. Delfs foulte erneut Lamprecht, diesmal jedoch an der Strafraumgrenze – und musste vorzeitig unter die Dusche. In Unterzahl mobilisierten die Gäste alle Kräfte, wirkten auch zielstrebiger als zu elft, konnten das Nortorfer Tor aber nicht mehr ernsthaft gefährden. Die Nortorfer trafen in der Nachspielzeit, als Muhammed Yildirim nach Zuspiel von Jan Fuhrmann ins leere Tor einschob. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Nortorfs Trainer Fabian Doege: „Derby gewonnen und kein Gegentor kassiert. Wir hätten das Ding aber vorher schon zumachen müssen.“ Auf Bargstedter Seite trauerte man der Riesenchance kurz nach dem Seitenwechsel durch Krug nach. „Wenn wir da in Führung gehen, denke ich, dass wir das Spiel nicht verloren hätten“, sagte Obmann Thomas Merten.

TuS Nortorf: Jakubzik - Lamprecht, Jacobs, Mehrens (J. Fuhrmann), Butenschön (80. Yildirim), T. Doege, S. Fuhrmann, Lampe, Gerst (76. Vollquardsen), Reuter, Waubke.

TuS Bargstedt: Wettern - Sievers, Schrum, Rohwer (67. Michaelis), Döring (82. Mrosk) S.Krug, N. Krug, Sachau, Horstmann, Delfs, Jörs.
Schiedsrichter: Feldt (Fortuna Glückstadt).
Zuschauer: 236.

Tore: 1:0 Jacobs (59., FE ), 2:0 Yildirim (90.+2).
Gelb-Rote Karte: Delfs (Bargstedt) wegen wiederholten Foulspiels (68.).


VfR Neumünster II – MTSV Hohenwestedt 0:5 (0:2)
Der MTSV übernahm von Beginn an die Kontrolle und versuchte frühzeitig Chancen zu kreieren, tat sich anfangs jedoch schwer in die gefährliche Zone zu gelangen. Dem wieder genesenen Ferdinand Hummel war es vorbehalten, die Führung zu erzielen (36.). Kurz darauf konnte der erstmals in der Startformation stehende Mathias Landt per Elfmeter (Ömer Uzun hatte Hummel gefoult) zur beruhigenden 2:0-Halbzeitführung erhöhen (39.). Mit seinem zweiten Treffer mit einer sehenswerten Direktabnahme kurz nach Wiederanpfiff sorgte Landt schon frühzeitig für die Entscheidung (55.). Im sicheren Gefühl der Führung zog sich der MTSV von nun an in die eigene Hälfte zurück, machte die Räume eng und ließ den Gegner ein wenig mitspielen, war aber jederzeit Herr im Hause. Torjäger Thies Kochanski sorgte dann mit einem Doppelschlag (78., 82.) zum klaren 5:0-Endstand. MTSV Pressesprecher Thomas Ohrt zeigte sich nach der Partie zufrieden: „Das war eine klare Sache, wir hatten das Spiel zu jeder Zeit im Griff. Schön ist, dass wir endlich auch mal ohne Gegentor geblieben sind.“

MTSV Hohenwestedt: Mollenhauer - Pinkert, Ohrt (61. Warncke), Jera, Boye, Landt (68. Matthis), Sievers (79. Cordes), Zauter, Hummel, Kochanski, Breiholz.
Schiedsrichter: Vogt (Reinfeld).
Zuschauer: 40.
Tore:0:1 Hummel (36.), 0:2 Landt (39., FE), 0:3 Landt (55.), 0:4 Kochanski (78.), 0:5 Kochanski (82.).

Rendsburger TSV – FFC Nordlichter Norderstedt 0:5 (0:1)
Der RTSV wartet weiter auf seinen ersten Heimpunkt. Bei der verdienten Niederlage halfen die Gastgeber wieder einmal kräftig mit. „Es gelingt uns nicht, die Fehlerquote zu drücken. Das spielt dem Gegner immer wieder in die Karten“, sagte Spielertrainer Özkan Altin. Dabei sah es in der ersten Halbzeit gar nicht einmal so schlecht für die Gastgeber aus. Norderstedt besaß zwar durch Jeppe Richter (6.), Jan-Phillip Meier (10.) und Marvin Köster (13.) gute Chancen, nutzte diese jedoch nicht. Mit zunehmender Spielzeit gelang es dem RTSV dann, den Vorwärtsgang einzulegen. RTSV-Torjäger Malte Hehlert zögerte aber zu lange mit dem Abschluss (17.). Zögerlich war dann auch die Aktion von Torwart Jürgen Thodt und Oilid Adsi. Ein Zuspiel Thodts zu Adsi fing Meier ab und brachte die Gäste in Führung (30.). In der zweiten Halbzeit konnte der RTSV nicht mehr mithalten. Dennis Paulsen (64./72.), Richter (77.) und Tim Bröcker (81.) schossen einen klaren 5:0-Sieg heraus. Dabei profitierten die Gäste von Konditionsschwächen der Grünen. Selbst der Ehrentreffer blieb dem Gastgeber versagt. Arif Simsek traf nur die Latte (87.).

Rendsburger TSV: Thodt – Pinar (55. Er. Kaya), Altin (78. Ghalandary), Simsek, Hellwig, Adsi, Soffner, Redzepovski, Em. Kaya (55. Homrich), Alaca, Hehlert.
Schiedsrichter: Albrecht (Angeln)
Zuschauer: 30.
Tore: 0:1 Meier (30.), 0:2/0:3 Paulsen (64./72.), 0:4 Richter (77.), 0:5 Bröcker (81.).

TuS Jevenstedt – SG Padenstedt 6:3 (2:0)
Neun Tore und eine Rote Karte – die 237 Zuschauer auf dem Jevenstedter Sportplatz bekamen beim vierten Heimsieg des TuS eine Menge geboten. Trotz der frühen Führung durch Sebastian Hehnke (9.) begann die Partie allerdings ein bisschen schleppend. „Der Gegner stand tief, war bissig in den Zweikämpfen. Außerdem haben wir zu wenig den Ball laufen lassen“, monierte Jevenstedts Coach Michael Rohwedder, der immerhin vor der Pause noch das 2:0 durch Lucas Seefeldt bejubeln durfte (39.). Nach dem Seitenwechsel lief die Jevenstedter Angriffs-Maschinerie dann auf Hochtouren, auch weil ein Elfmeter (Nick-Ole Lehmann hatte Pascal Schnoor gefoult) und der Anschlusstreffer zum 1:2 gleich zu Beginn der zweiten Hälfte für ein „Hallo-wach“-Effekt beim TuS gesorgt hatte. Fortan ließen die Rohwedder-Schützlinge den Ball gekonnt durch die eigenen Reihen laufen, spielten ihre technischen und konditionellen Vorteile aus. Mit ihren Doppelpacks sorgten Hehnke, Lucas Seefeldt und Johannes Kaak schließlich für einen ungefährdeten Sieg gegen biedere Padenstedter, die zudem ab der 72. Minute in Unterzahl spielen mussten (Rote Karte für Adam Rosynek nach Notbremse gegen Seefeldt). „Das waren zum Teil schön heraus gespielte Tore. Wenn wir im Abschluss noch etwas konzentrierter sind, können wir auch zweistellig gewinnen“, sagte Rohwedder, der mit der Offensivleistung zufrieden war, sich aber an den drei Gegentoren störte. Vor allem der letzte Treffer zum 3:6 ärgerte Rohwedder, als TuS-Keeper Malte Tischer einen Schuss von Padenstedts Marc Stoeckhardt stoppen wollte, den Ball aber ins Tor kullern ließ. „Das war völlig unnötig.“

TuS Jevenstedt:M. Tischer – Ma. Mrosek, Roller, Lehmann (69. Lühder), Richter, Mi. Mrosek, Gersteuer, Neben, Jo. Kaak, Hehnke, Seefeldt (79. Klug).

Schiedsrichter: Strönisch (Hartenholm).

Zuschauer: 237.

Tore: 1:0 Hehnke (9.), 2:0 Seefeldt (38.), 2:1 Siegfried (46., FE), 3:1 Kaak (48.), 4:1 Seefeldt (61.), 4:2 Siegfried (70.), 5:2 Hehnke (87.), 6:2 Kaak (89.), 6:3 Stoeckhardt.

Rote Karte: Rosynek (Padenstedt) wegen Notbremse (72.).

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