Der Titelverteidiger muss nachsitzen

Auf harte Gegenwehr stießen die Gettorfer um Torben Dahsel (weißes Trikot) beim TuS Bargstedt um Jan Paul Schell.
Auf harte Gegenwehr stießen die Gettorfer um Torben Dahsel (weißes Trikot) beim TuS Bargstedt um Jan Paul Schell.

Fußball-Kreispokal, 1. Hauptrunde: TuS Bargstedt muss sich dem Gettorfer SC erst in der Verlängerung mit 2:5 geschlagen geben

shz.de von
20. Juli 2015, 06:00 Uhr

Die ganz großen Sensationen in der 1. Hauptrunde des Fußball-Kreispokals blieben aus. Titelverteidiger Gettorfer SC musste zwar in die Verlängerung, setzte sich am Ende aber doch mit 5:2 beim TuS Bargstedt durch. Weniger Probleme hatten die anderen Verbandsligisten. Der Osterrönfelder TSV siegte 9:2 beim SV Fleckeby, der Rendsburger TSV 5:0 beim SSV Bredenbek. Der Büdelsdorfer TSV lag zwar zwischenzeitlich mit 1:2 bei der SG Nindorf/Tappendorf hinten, drehte aber das Spiel noch mit 4:2 zu seinen Gunsten. Der SV Grün-Weiß Todenbüttel war beim 0:4 gegen den Eckernförder SV chancenlos. Für eine Überraschung sorgte die FT Eintracht Rendsburg. Der B-Klassen-Vertreter bezwang den klassenhöheren TSV Gut Heil Lütjenwestedt gleich mit 4:0.

SSV Bredenbek – Rendsburger TSV 0:5 (0:2)
Von einer Überraschung hatte man im Lager des SSV nicht geträumt. Dafür waren die jüngsten Ergebnisse beim eigenen Vorbereitungs-Cup einfach zu enttäuschend. Gegen den übermächtigen Gegner vom Nobiskrug und Gewinner des LZ-Sommer-Turniers verkaufte sich der Kreisklassen A-Vertreter aber teuer. „Wir besaßen zwar keine echte Tormöglichkeit, doch die Einstellung hat absolut gestimmt, so dass wir das Ergebnis in Grenzen halten konnten“, meinte Bredenbeks Betreuer Marco Holste. Dennoch hätte der RTSV bei seinen hochkarätigen Gelegenheiten (52., 56., 77.) durchaus noch deutlicher gewinnen können.

Tore: 0:1 A. Müller (20.), 0:2 de Oliveira (38.), 0:3 K. Müller (46.), 0:4 Kalina (53.), 0:5 Pagel (80., ET).

TSV Vineta Audorf – SV Felm 2:1 (0:0)
Ausgerechnet Christian Wöhlk schoss den TSV Vineta Audorf in die nächste Runde. Coach Norman Bock schickte Wöhlk, der ansonsten in der Altliga der Vineten kickt, in der zweiten Halbzeit aufs Welt, wohlwissend, dass der Routinier immer für ein Tor gut ist. Und der Oldie rechtfertigte Bocks Vertrauen mit dem Siegtreffer sechs Minuten vor dem Abpfiff. „Er ist halt ein Vollblutstürmer“, freute sich Bock über seinen gelungenen taktischen Schachzug. Mit dem Spiel seiner Mannschaft war der Audorfer Coach nur bedingt zufrieden, übte sich aber in Nachsicht. „Die Spieler hatten schwere Beine, weil wir das Spiel beim LZ-Turnier vom Vortag noch in den Knochen hatten. Unterm Strich war es aber ein verdienter Sieg.“

Tore: 0:1 Listner (62., FE), 1:1 Ubben (74., ET), 2:1 Wöhlk (85.).

TuS Rotenhof – SG Waabs/Rieseby 4:3 (1:3)
Zur Pause sah es noch nicht nach einem glücklichen Ende für die Gastgeber aus. „Wir haben wieder zu einfache Gegentore kassiert“, ärgerte sich Rotenhofs Trainer Markus Passig. Für die Leistung seiner Elf nach dem Wiederanpfiff hatte er allerdings nur lobende Worte übrig. „Klasse, wie die Jungs das Ding noch umgebogen haben. Und es war noch nicht einmal glücklich oder unverdient. Wir hätten auch höher gewinnen können. Chancen waren genügend vorhanden.“ Doch es dauerte bis zur 89. Minute, ehe Passig und der TuS-Anhang erlöst wurden. Mit seinem zweiten Treffer schoss Sebastian Schmid die Rotenhöfer in die nächste Runde.

Tore: 1:0 Kuckenbecker (4.), 1:1 Gloyer (17.), 1:2 Gloyer (36.), 1:3 Braker (41.), 2:3 Schmid (62.), 3:3 Ermeling (66.), 4:3 Schmid (89.).

FT Eintracht Rendsburg – TSV GH Lütjenwestedt 4:0 (1:0)
Die Überraschung nahm bereits in der ersten Halbzeit Konturen an, als Daniel Wiechmann den B-Klassen-Vertreter mit 1:0 in Führung brachte (41.). Auch nach Wiederanpfiff stellte der vermeintliche Außenseiter die bessere Mannschaft. Maik Bruhns erhöhte nach rund 70 Minuten auf 2:0. Mit einem Doppelschlag beseitigten dann erneut Bruhns (85.) und Robin Grell (90.) letzte Zweifel am verdienten Eintracht-Sieg.

Tore: 1:0 Wiechmann (41.), 2:0 Bruhns (67.), 3:0 Bruhns (85.), 4:0 Grell (90.).

FC Osterstedt – FC Fockbek 6:7 n.E. (3:3, 2:2, 1:1)
Für Osterstedts zufriedenen Coach Jens Heuer bot diese Partie alles, was Fußball ausmacht: „Viel Tempo, rasante Zweikämpfe und Chancen auf beiden Seiten.“ Die voll auf ihre Kosten kommenden Zuschauer sahen zunächst die Führung der Gastgeber durch Lars Breiholz, ehe die Fockbeker kurz vor der Pause durch den derzeit eminent treffsicheren Timo Hilbert zum 1:1 egalisierten (43.). Auch im zweiten Spielabschnitt, in dem Maximilian Seubert (1:2, 80.) und Timo Kasch (2:2, 85.) trafen, schenkten sich die Mannschaften keinen Meter Raum. In der Verlängerung blieb es ausgeglichen, so dass die Entscheidung im Glücksspiel Elfmeterschießen mit 7:6 zugunsten der Gäste ausging, weil die Borussia zwei Strafstöße vergab.

Tore: 1:0 Breiholz (26.), 1:1 Hilbert (43.), 1:2 Seubert (80.), 2:2 Kasch (85.), 2:3 Seubert (94.), 3:3 Steffen Lindner (107.).


SV Fleckeby – Osterrönfelder TSV 2:9 (0:5)
Hauptsache nicht zweistellig verloren, sagten sich die Gastgeber aus der Kreisklasse nach dieser erwarteten Niederlage gegen den Verbandsligisten. Die Partie begann denkbar unglücklich für die Fleckebyer, die bereits in der 25. Minute Torhüter Peer Jessen ersetzen mussten, der nach einem strittigen Foul im Strafraum die Rote Karte sah. Damit musste der Außenseiter mehr als eine Stunde in Unterzahl agieren. Die Fleckebyer setzten auch immer wieder Nadelstiche und kamen in Unterzahl immerhin noch zu zwei Treffern.

Tore: 0:1 Dollnick (13.), 0:2 Dollnick (29.), 0:3 Rathjen (36.), 0:4 Kuklinski (38.), 0:5 Sierks (45.+1), 0:6 Kuklinski (47.), 0:7 Kuklinski (48.), 1:7 T. Matthiesen (50.), 1:8 Piotraschke (73.), 2:8 Kübel (78.), 2:9 Kuklinski (88.).

TuS Bargstedt – Gettorfer SC 2:5 n.V. (2:2, 0:1)
Der Titelverteidiger aus Gettorf hätte bereits in der ersten Halbzeit für eine Vorentscheidung sorgen können, betrieb aber Chancenwucher. „Die Gettorfer haben uns am Leben gelassen“, räumte Bargstedts Coach Frank Wolter ein. Der spielerischen Überlegenheit der Gäste setzten die Bargstedter ihr großes Kämpferherz entgegen. Und sie wurden für ihren nimmermüden Einsatz mit dem späten 2:2-Ausgleich durch Markus Wieben belohnt (90.+3). In der Verlängerung mussten die Gastgeber ihrem kräftezehrenden Spiel Tribut zollen, zumal sie nach der Gelb-Roten Karte gegen Thies Michaelis (85.) mit einem Akteur weniger spielen mussten. „Die Verlängerung gehörte klar Gettorf. Der Sieg geht voll in Ordnung“, meinte Wolter.

Tore: 0:1 T. Gravert (18.), 1:1 Volquardsen (67.), 1:2 Bröckler (78.), 2:2 Wieben (90.+3), 2:3 Assenheimer (95.), 2:4 Bröckler (105.), 2:5 Y. Wolf (114.).

Gelb-Rote Karte: Michaelis (Bargstedt; 85.).

Eckernförde IF – SG Felde/Stampe 2:3 (1:1)
Die Zuschauer sahen ein packendes Pokalspiel mit einer hitzigen Schlussphase, in der diesmal nicht – wie zuletzt üblich – ein Akteur der Gastgeber, sondern der Felder Doppeltorschütze Pascal Balcer wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Roter Karte vom Platz geschickt wurde. Für IF reichte es in der Schlussminute aber nur noch zum Anschlusstreffer, da die Gäste in Tim Miethke ihren besten Spieler zwischen den Pfosten hatten.

Tore: 1:0 Heidrich (1.), 1:1 Balcer (21.), 1:2 Henning (61.), 1:3 Balcer (65.), 2:3 Moor (90.)

Gelb-Rote Karte: Balcer (Felde; 83.).

Osterbyer SV – TuS Jevenstedt 1:3 (1:1) n.V.
Denkbar unglücklich ist der Osterbyer SV aus dem Pokal ausgeschieden. Bis in die Nachspielzeit hinein führte die Mannschaft des neuen Trainers Uwe Wintjen mit 1:0 durch das Tor von Hendrik Petersen (75.), ehe in der 95. Minute Timo Klug den Jevenstedter Ausgleich besorgte. Kurz nach dem Anpfiff der Verlängerung klärten die Jevenstedter noch einmal auf der Linie. Als die Osterbyer Alexander Kern und Philip von Lind kurz nacheinander wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Roter Karte vom Platz flogen, war die Gegenwehr der Gastgeber gebrochen.

Tore: 1:0 Petersen (75.), 1:1 Klug (90.+5), 1:2 Ruge (105.), 1:3 Hehnke (111.).

SV Grün-Weiss Todenbüttel – Eckernförder SV 0:4 (0:1)
In der vergangenen Saison trennten beide Teams noch zwei Ligen, dementsprechend konnte Todenbüttels Trainer Thomas Gosch das Ergebnis einordnen. „Das 0:4 spiegelt die Kräfteverhältnisse wieder. Wir haben uns aber im Rahmen unser Möglichkeiten gut verkauft. Ich bin mit der Leistung meiner Jungs hochzufrieden.“ Einzig, dass den Gastgebern der Ehrentreffer verwehrt blieb, bedauerte Gosch. „Ein Tor hätten wir verdient gehabt. Drei, vier gute Chancen dazu hatten wir auch, leider haben wir sie nicht genutzt.“

Tore: 0:1 Heimlich (31.), 0:2 Smit (61.), 0:3 Pommerening (64.), 0:4 Lietz (81.).

FT Eider Büdelsdorf – SSV Nübbel 1:3 (1:2)
Nach der 2:0-Führung durch Bastian Schmidt (10.) und Bennit Hinz (24.) sah alles nach einem leichten Gang für die favorisierten Nübbeler aus. Doch sieben Minuten vor dem Seitenwechsel machte Torben Roehr die Partie mit einem Eigentor kurzzeitig noch einmal spannend. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff sorgte Schmidt mit seinem zweiten Treffer dann für die alte Zwei-Tore-Führung, die bis zum Schluss Bestand hatte.

Tore: 0:1 Schmidt (10.), 0:2 Hinz (24.), 1:2 Roehr (38., ET), 1:3 Schmidt (53.).

SG Nindorf/Tappendorf – Büdelsdorfer TSV 2:4 (2:3)
Es lief zunächst alles nach Plan für den Favoriten aus Büdelsdorf, als Mats Henke zum 0:1 traf. Doch der Underdog wehrte sich. „Das war eine richtig gute Leistung von uns, auf der wir aufbauen können“, frohlockte SG-Obmann Jan Rohweder, der den Aufsteiger für die kommende Saison in der Kreisklasse A gerüstet sieht. Der BTSV besaß ein spielerisches Übergewicht, allerdings leisteten sich die Gäste den einen oder anderen Fehler, den die SG mit zwei Treffern durch Nils Lohse gnadenlos auszunutzen wusste. Mit zunehmender Spieldauer setzte sich die Elf von Adrian Königsmann dann doch noch standesgemäß durch. „Es war ein verdienter Sieg des Verbandsligisten“, erkannte Rohweder.

Tore: 0:1 Henke (4.), 1:1, 2:1 Lohse (10., 16.), 2:2 Henke (19.), 2:3 Henke (30.), 2:4 Ellwardt (88.).

TSV Borgstedt – TSV GroSS Vollstedt 1:0 (1:0)
Für Borgstedts neuen Trainer Berndt Gosch war es ein typisches Unentschieden-Spiel. Allerdings gibt es so ein Resultat im Pokal nicht, so dass sein Team, gemessen an den Leistungen der ersten Halbzeit, als glücklicher Gewinner in die nächste Runde einzog. Die Gäste waren vor der Pause die spielbestimmende Mannschaft. Sie besaßen durch Florian Medewitz zunächst auch die größte Möglichkeit. Wie aus dem Nichts fiel dann die Führung der Hausherren, als Christopher Stocks per Freistoß zum 1:0 traf (32.). „Nach Wiederbeginn hat sich meine Mannschaft freigeschwommen und keine klare Chance mehr zugelassen“, lautete Goschs Fazit.

Tore: 1:0 Stocks (32.).

Surendorfer TS – Wittenseer SV 0:5 (0:0)
Im letzten Spiel von Dennis Braasch auf der Surendorfer Trainerbank hielt der Außenseiter 45 Minuten lang ein torloses Unentschieden. Erst nach der Pause, als Braasch einige Spieler aus der eigenen Zweiten einwechselte, nahm die Überlegenheit der Wittenseer immer weiter zu. Der Anfang vom Ende war ein Handspiel von Marvin Jochem, der als letzter Mann Hand spielte und so vom Platz gestellt wurde. Spieler des Spiels war der Wittenseer vierfache Torschütze Pascal Reimers, dem dabei auch ein lupenreiner Hattrick gelang. „Das war ein läuferisch sehr starkes Spiel von uns“, lobte WSV-Trainer Peter Thede.

Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Reimers (48., 58., 78.), 0:4 Doose (82.), 0:5 Reimers (86.).

Gelb-Rote Karte: Jochem (Surendorf; 48.)

Osdorfer SV – TSV Karby 2:1 (0:0)

Tore: 1:0 Matthies (49.), 2:0 Moehl (54.), 2:1 von Spreckelsen (79.).

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