Der Tannenbaum ist schon aufgestellt

Früh geschmückt: Nils Kuhnke dekorierte  seinen Tannenbaum  zwei Wochen vor dem Fest.  Foto: Ivers
Früh geschmückt: Nils Kuhnke dekorierte seinen Tannenbaum zwei Wochen vor dem Fest. Foto: Ivers

An jedem Adventssonnabend berichtet ein Bürgermeister über seine Beziehung zum Fest / Heute: Nils Kuhnke aus Aukrug

Avatar_shz von
17. Dezember 2011, 07:42 Uhr

Aukrug | "Der Betrieb steuert alles" - so lautet das Credo von Nils Kuhnke (CDU). Ein Motto, das auch keine Feiertage kennt. Und so wird der Bürgermeister von Aukrug und Betreiber eines Reiterhofs mit rund 30 Tieren das vor der Tür stehende Weihnachtsfest dort beginnen, wo für ihn jeder Tag anfängt: im Pferdestall.

"Um sechs Uhr morgens wird gefüttert - auch an Heiligabend", erklärt Kuhnke schmunzelnd. Und seine tierischen Mitbewohner werden wie immer auch den Rest des Festes im Mittelpunkt des Interesses stehen: "Das liegt nicht zuletzt an meiner Tochter, die wie wir alle leidenschaftliche Reiterin ist." Auf ein besonderes Festtagsmenü dürfen sich die Vierbeiner allerdings nicht freuen - "aber vielleicht suchen wir ein paar besonders schöne Möhren aus", meint Kuhnke augenzwinkernd. Seiner Familie wird der Christdemokrat am 24. Dezember übrigens ein vorher verabredetes Wunschessen auftischen: "Das hat bei uns schon Tradition."

Traditionen spielen auch im Aukruger Dorfleben eine große Rolle in der Vorweihnachtszeit. Darum ist es für Nils Kuhnke Ehrensache, bei den mittlerweile drei Senioren-Adventsfeiern im Ort mit von der Partie zu sein. "Wenn dann die Schul- und Kindergartenkinder singen und Jung und Alt zusammen feiern, dann herrscht richtig besinnliche Stimmung", erklärt der Bürgermeister, der im Anschluss an die Feiern natürlich einen Abstecher in den Stall macht. Der Betrieb steuert schließlich alles.

Und das gilt eben nicht nur für das Weihnachtsfest selber, sondern auch für die Adventszeit. Viel Gelegenheit für Besinnlichkeit bleibt da nicht - zumal Kuhnkes Frau als selbstständige Apothekerin bis Heiligabend Dauerdienst schiebt. "Die Zeit ist diesmal so knapp, dass wir sogar schon zwei Wochen vor dem Fest unseren Baum aufgestellt und geschmückt haben", berichtet der Bürgermeister, bevor er wieder Richtung Pferdestall eilt. Es ist wieder Fütterungszeit. Der Betrieb steuert eben alles.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen