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22. Oktober 2017 | 18:13 Uhr

Der RTSV muss sich vorerst hinten anstellen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: 1:3 gegen TSG Schönkirchen bedeutet Rückschlag im Titelkampf

Viele der bekannten Fußball-Floskeln hätten nach den 90 Minuten am Nobiskrug zwischen dem Rendsburger TSV und der TSG Concordia Schönkirchen gepasst. Zum Leidwesen der Gastgeber traf die Weisheit zu: „Hinten ist die Ente fett.“ Denn erst in der Schlussphase wurde die 1:3 (1:1)-Niederlage des RTSV besiegelt – unter anderem, weil Ismail Dogan zum vorentscheidenden 1:2 ins eigene Tor traf (85.). Es war die zweite Heimschlappe für das Team von Spielertrainer Dennis Usadel, das sich im Kampf um den Titel in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost vorerst hinten anstellen muss. „Wir haben uns selbst geschlagen. Durch ein Eigentor auf die Verliererstraße zu geraten, ist schon bitter. Doch es gibt keinen Vorwurf gegen Isi. So etwas passiert immer mal“, sagte Usadel.

Einmal mehr hatte er Mannschaftskapitän Arend Müller als Mittelstürmer aufgeboten. Die Überlegung des Trainers: Die Gäste verfügen über eine Reihe von großen Abwehrspielern, da sollte Müller ein gebührender Widerpart sein. „In Gettorf hat das gut geklappt. Doch diesmal ist es leider nicht aufgegangen“, gestand Usadel ein. Der RTSV-Kapitän kam nie in die Partie, auch weil er von seinen Kollegen kaum gesucht wurde. Beide Mannschaften schenkten sich in einer intensiv geführten Partie nichts. Entscheidende Vorteile vermochte sich allerdings kein Team herauszuspielen. „Da war viel Taktik und Leidenschaft im Spiel. Am Ende haben wir aber verdient gewonnen“, meinte Schönkirchens Trainer Stefan Köpke. Den ersten Treffer erzielte zunächst jedoch der RTSV. Abwehrspieler Yannik Herzig wuchtete den Ball nach einem Eckstoß von Dennis Schnepel unhaltbar für TSG-Torwart Jan Boller ins Tor (34.). Doch der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten und war quasi eine Kopie der RTSV-Führung. Für Schönkirchen war es Marcus Schultz, der per Kopf zum 1:1 erfolgreich war (36.).

In der zweiten Halbzeit verlor das Spiel an Niveau, der Druck der Gäste aber nahm zu, was sich auch im Chancenverhältnis niederschlug. Tom Langfeld verzog nur knapp (66.), und Schultz setzte einen Kopfball knapp über das RTSV-Gehäuse (77.). Die größte Möglichkeit zur Gästeführung vergab Patrick Plötz, der freistehend am großartig reagierenden RTSV-Torwart Sven Schmedemann scheiterte (83.). Solche Chancen suchte man auf Rendsburger Seite vergebens. Vielmehr brachte das Eigentor von Ismail Dogan die Platzherren auf die Verliererstraße. Allerdings war es eine Folge der nachlässigen Abwehrarbeit der Rendsburger. „Das Eigentor war dann fast die logische Konsequenz“, befand Usadel.

Rendsburger TSV: Schmedemann – M. Müller (77. Dogan), Herzig, Beckmann, Aichaoui – Witt, de Oliveira, Usadel, Buthmann (63.Inci) – A. Müller, Schnepel.
Schiedsrichter: Behrens (Ostrohe).
Zuschauer: 70.

Tore: 1:0 Herzig (34.), 1:1 Schultz (36.), 1:2 Dogan (85., ET), 1:3 Plötz (90. +1).



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