Scharbeutz : Der oberste Müllrebell und sein Vorbild Wolfgang Neuss

Wenn es um Formulierungen geht, ist der Vorsitzende der "Müllrebellen" Martin Kienitz bislang nicht durch Zurückhaltung aufgefallen.

shz.de von
14. Dezember 2011, 12:34 Uhr

Scharbeutz | Ein Beispiel im Gästebuch der Internetseite der "Müllrebellen". Unter den Namen Martin Kienitz und dem Datum 6. April 2011 steht da: "Ja ja, so ist das: weltweit bewegt sich die Mafia in schwarzen Limousinen mit verdunkelten Scheiben. Nur in OH kommt sie in weißen Autos mit der Aufschrift ZVO."

Über die Philosophie, die dahinter steht, verrät eine Internetplattform vieles, für die Martin Kienitz presserechtlich verantwortlich ist: Unter "www.neuss-deutschland.de" wird dem verstorbenen Kabarettisten Wolfgang Neuss gehuldigt. In der Rubrik "Die Idee dahinter" ist zu lesen: "Ohne den Anspruch zu erheben, im Geiste Neuss und/oder auch nur ansatzweise in dessen Wortgewandtheit zu publizieren, ist diese Internetpräsenz entstanden, allein mit dem Ziel, unabhängig und in alle Richtungen so scharf zu schießen, wie es eben geht. Verbindendes Element ist die Respektlosigkeit dem Popanz gegenüber. Um es mit Neuss auszudrücken: der Kabarettist ist einer, der sich in den Staatsdienst begibt, sein Geld aber selber verdienen muss. Wir sind und bleiben nichtkommerziell. Gemeine Texte, böse Satire und üble Streiche gegen die selbsternannten Eliten nehmen wir gerne als Anregung entgegen und veröffentlichen sie auch."

Zu Wolfgang Neuss wird aber auch ausgeführt: "Er war nicht angepasst, nicht kleinlaut, kein Leisetreter, kein Antichambeur, nicht brav, nicht straf- und drogenfrei. Er nahm kein Blatt vor den Mund und wenn er schoss, ging der Schuss auch mal ins eigene Knie (,Der gesunde Menschenverstand ist reines Gift)."

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