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22. Oktober 2017 | 01:29 Uhr

Der Kreispokal als Charaktertest

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wird der OTSV seiner Favoritenrolle im Halbfinale gerecht oder kann der TuS Rotenhof die desolate Leistung zuletzt vergessen machen?

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2015 | 10:03 Uhr

Unterschiedlicher hätten die Generalproben für den Osterrönfelder TSV und den TuS Rotenhof für das heutige Halbfinale im Fußball-Kreispokal nicht verlaufen können. Während Gastgeber OTSV am Sonnabend einen überzeugenden 2:0-Erfolg über Inter Türkspor Kiel feierte und damit auf Platz 3 der Verbandsliga Nord-Ost vorrückte, erhielten die Rotenhöfer einen gewaltigen Dämpfer im Kampf um den Klassenerhalt. Beim Heikendorfer SV kassierte das Team von Trainer Thomas Gosch eine 0:5-Niederlage. „Wenn wir so zu Werke gehen wie in Heikendorf, brauchen wir gar nicht nach Osterrönfeld zu fahren. Dann können wir die Partie gleich abschenken“, sagt Gosch vor dem Anpfiff (19 Uhr).

Vor allem die Art und Weise, wie sich sein Team drei Tage vor dem Pokalspiel präsentierte, stieß dem TuS-Coach sauer auf. Die Wortwahl Goschs erinnert dabei frappierend an die von HSV-Trainer Peter Knäbel. „Das war eine glatte Arbeitsverweigerung. Das Schlimme ist, dass es nicht zwei oder drei Totalausfälle gab, sondern, dass die gesamte Mannschaft neben sich stand. Ich will eine Reaktion auf die Leistung sehen. Die Spieler sollen zeigen, dass sie es besser können. Ich werde ganz genau darauf achten, wer jetzt Herzblut zeigt und auf wen ich in den kommenden Wochen bauen kann“, so Gosch.

„Die werden jetzt brennen“, vermutet OTSV-Coach Olaf Lehmann, der das Duell mit dem Nachbarschaftsrivalen als „mindestens so schwierig wie gegen Inter Türkspor“ einstuft. „Wir sollten den Gegner nicht am Tabellenstand messen und auch nicht am Auftritt in Heikendorf. Das wird ein Spiel auf Augenhöhe.“ Lehmann verweist dabei auch auf das Punktspiel Anfang November vergangenen Jahres, als sich sein Team über ein glückliches 1:1 gegen den TuS freuen durfte. „Da hat man schon gesehen, welche Qualitäten die Rotenhöfer haben.“ An einen möglichen Finalgegner – im zweiten Spiel der Vorschlussrunde stehen sich der Gettorfer SC und der Eckernförder SV am 29. April gegenüber – verschwendet Lehmann deshalb auch noch keinen Gedanken. „Natürlich wäre es schön, wenn wir unsere bislang tolle Saison vielleicht mit einem Titel krönen könnten, aber wir wollen nicht den übernächsten Schritt vor dem nächsten machen. Erst einmal müssen wir überhaupt ins Finale kommen. Das wird schwer genug.“

Allerdings haben die Rotenhöfer im Gegensatz zu den Gastgebern mit immensen Personalsorgen zu kämpfen. Während Lehmann lediglich auf Tom Jahnke (studienbedingt in Bremen) und Dennis Kock (Muskelfaserriss) verzichten muss, stehen Gosch sieben Spieler nicht zur Verfügung. Dennis Bienwald, Jan-Ole Bruhns, Christer Reiser, Jörg Ahrends, Jascha Potschko, Tom Brates und Jakob Holten fehlen aus verschiedenen Gründen. Gosch: „Das ist natürlich ein ziemlicher Schlag ins Kontor. Aber das darf keine Ausrede sein. Und kämpfen kann jeder, egal, wer auf dem Platz steht.“ Dem TuS-Coach ist deshalb ein Lebenszeichen seiner Mannschaft auch wichtiger als das nackte Ergebnis. „Wenn wir gut spielen und unglücklich ausscheiden, bin ich zufriedener als wenn wir schlecht spielen und glücklich gewinnen. Priorität hat eindeutig die Punktrunde. Wir können für das wichtige Spiel am kommenden Sonnabend gegen Kronshagen viel Selbstvertrauen tanken.“

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