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Fussball-Kreisliga : Der irre Fünfkampf um den Titel

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Zur Halbzeit der Saison in der Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde befindet sich ein Quintett im Rennen um die Meisterschaft.

von
erstellt am 13.Nov.2014 | 06:07 Uhr

15 Partien sind gespielt – Saisonhalbzeit in der Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde. Ambitionen auf die Meisterschaft hegen fünf Mannschaften. Vor dem Start in die zweite Hälfte der Spielzeit 2014/15 blickt die Landeszeitung auf die Chancen der Titelanwärter, im Mai ganz oben zu stehen.

Büdelsdorfer TSV


Stärken: Die individuelle Klasse des Tabellenführers ist unbestritten. Die vielen jungen Spieler sind bestens ausgebildet und besitzen viel Potenzial. Insbesondere in der Offensive treffen Marvin Jessen, Mats Henke, Niklas Knutzen und Co. beinahe wie sie wollen. 62 Tore in der Hinrunde dienen als eindrucksvoller Beleg.
Schwächen: Die Stärke der individuellen Klasse ist zugleich eine Schwäche. Weil fast jeder um seine Qualitäten weiß, will er sie auch in jedem Spiel zeigen und vergisst dabei gerne mal, dass Fußball ein Mannschaftssport ist. Diese Mängel zeigten sich in den Duellen gegen die vier Titel-Konkurrenten. Nur gegen Eckernförde gab es in diesen Partien einen Sieg.
Aussicht: Keine Frage ist der BTSV der Topfavorit, aber die Dominanz in vielen Partien schlägt sich bisher nicht in der Tabelle nieder. Absetzen konnte sich das Team nicht. Wenn Trainer Adrian Königsmann aus den viele Einzelkönnern ein dauerhaft funktionierendes Team macht, kann der Meister nur Büdelsdorfer TSV heißen.

TuS Bargstedt


Stärken: Die Stärke der Hinrunde könnte sich in der zweiten Saisonhälfte relativieren, denn obwohl viele Experten den TuS als einen starken Konkurrenten auf dem Zettel hatten, als einen ernst zu nehmenden Titelaspiranten haben ihn die wenigsten gehandelt. Aus dieser Außenseiterrolle hat Trainer Frank Wolter eine tolle Einheit gebastelt, die hinten dem BTSV die besten Werte aufweist. Die jeweils zweitbeste Offensive und Defensive der Liga ist in sich geschlossen. Das Team hat eine gute Mischung aus jungen Talenten und Routiniers. Zudem steht mit Thomas Merten einer der besten Torhüter der Liga zwischen den Pfosten.
Schwächen: Die fehlende Tiefe des Kaders könnte am Ende gegen den TuS Bargstedt sprechen. Von der Bank kann Frank Wolter nicht so viel Qualität einwechseln wie seine Trainerkollegen der anderen Spitzenteams.
Aussicht: Der TuS ist mit einem Spiel weniger aktuell der fiktive Tabellenführer. Sollte sich die Mannschaft bis in die heiße Saisonphase dort oben behaupten, ist alles möglich, weil das Team von außen keinem Erfolgsdruck ausgesetzt ist. Wenn die Chance auf den Titel aber da ist, wird es spannend zu beobachten sein, wie die Spieler mit dem Druck umgehen.
 

TuS Jevenstedt


Stärken: Dass die Jevenstedter wieder ganz oben angreifen können, war nach den Verlusten der Top-Stürmer Sebastian Hehnke und Mirko Mrosek sowie weiterer Stützen wie Timo Ruge nicht zu erwarten. Aber Michael Rohwedder hat den Stil des offensiven Tempofußballs konserviert, allein die Namen haben sich geändert. Zwar ist der TuS nicht mehr die Torfabrik der Liga, aber ist dennoch ein Kandidat für Platz eins.
Schwächen: In den letzten Spielen ging dem Tabellendritten etwas die Luft aus. Nur ein Zähler gegen die Kellerkinder Borussia 93 Rendsburg und Wittensee ist zu wenig. Diese Punkte darf die Mannschaft in der Rückrunde nicht liegen lassen. Zudem muss der nicht mehr so breite Kader von weiteren schweren Verletzungen verschont bleiben.
Aussicht: Nach zwei starken Jahren wäre der TuS mal dran. Ob die Qualität im Vergleich zu den Konkurrenten ausreicht, ist fraglich. Immerhin kehrt Sebastian Hehnke im Winter zurück und ist eine gefährliche Option im Angriff.
 

1. FC Schinkel


Stärken: Die Klasse der Einzelspieler hat vor Saisonbeginn eigentlich keinen anderen Topfavoriten zugelassen. Dann kam es zum Trainerputsch, und neun Spieler verließen das Team. Zwar hat der FC immer noch herausragende Einzelspieler für einen Kreisligisten, aber mittlerweile ist die Mannschaft auch zusammengewachsen und profitiert von einem Mix aus ehemals höherklassigen Routiniers (Sawkulycz, Milbradt, Kaiser) und den gut ausgebildeten Youngsters (Bicim, Gillner, Abdullah). Und noch eine große Stärke hat der FC: Die Mittel und die Überredungskünste von Trainer Lars Dubau werden auch im Winter nochmal den ein oder anderen namhaften Spieler anlocken.
Schwächen: Das Team zeigt immer noch zu selten sein gesamtes Leistungsvermögen. Da ist Dubau gefordert, mehr aus den Spielern rauszuholen. Dazu war die Chancenverwertung mitunter katastrophal, sodass Spiele, die eigentlich deutlich gewonnen werden müssen, nur ganz knapp ausgingen. Einige Spieler, wie der langjährige Regionalligaspieler Didier Webessie, kommen mit der Spielweise in der Kreisliga (noch) nicht zurecht. Sie lassen sich durch Fouls und eine körperbetonte Spielweise die Lust am Spiel nehmen oder verlieren im schlimmsten Fall die Kontrolle, was schon zu Sperren führte.
Aussicht: Man wird abwarten müssen, was der 1. FC Schinkel im Winter auf dem Transfermarkt noch so anstellt. Auch ohne Verstärkung hat der Kader die Klasse, um den Aufstieg mitzuspielen. Um den BTSV jedoch abzufangen, wird in der Rückserie eine Leistungssteigerung notwendig sein.

Eckernförder SV II


Stärken: An einem guten Tag können die ESV-Jungspunde jede Mannschaft schlagen. Der A-Jugend-Jahrgang, der jetzt sein erstes Herrenjahr erlebt, hat viel Potenzial und die wenigen „alten Hasen“ wie Torsten Sienknecht oder Kapitän Christoph Petersen können ihre Erfahrung einfließen lassen. Der Zusammenhalt der ESV-U23 mit einem beliebten Trainerduo Töns Dohrn und Sven „Büffel“ Thimian ist groß. Auch das spricht für das Team.
Schwächen: Es fehlt der Elf deutlich an Konstanz, die aufgrund der Jugend vieler Spieler noch gar nicht da sein kann. Zudem ist der Kader nicht breit genug, um ganz oben mitzumischen. Ausfälle wie Dirk Wallochny, der oft beruflich verhindert ist, oder Dimitri Milov (langzeitverletzt) können nicht aufgefangen werden.
Aussicht: Natürlich haben auch die Eckernförder eine kleine Außenseiterchance. Doch Trainer Dohrn und seine überwiegend noch unerfahrene Mannschaft, wird sich auch in diesem Jahr mit einem Platz im weiteren Verfolgerfeld begnügen.
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