Den Sprung in die SH-Liga geschafft

Fußball: Hannes Lehmann, Kim Bornholdt und Mirko Mrosek fühlen sich beim TSV Kropp wohl und spielen inzwischen wichtige Rollen

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20. Dezember 2014, 06:00 Uhr

Beim SH-Ligisten TSV Kropp wird nach erfolgreicher Krisenbewältigung der Blick nach vorn gerichtet. Kurzfristig steht die Weihnachtsfeier mit dem Gesamtverein an, mittelfristig geht es im Januar auf eine Mini-Kreuzfahrt mit der Mannschaft auf der Color Fantasy nach Oslo und langfristig werden die Planungen für die kommende Saison in Angriff genommen.

Bereits 16 Spieler sollen im Wort stehen, auch in der nächsten Serie die Fußballstiefel für den TSV zu schnüren. „Besonders freue ich mich über die frühzeitigen Zusagen unserer Neuen Kim Bornholdt, Hannes Lehmann, Jonas Burau, Lars Horstinger und Mirko Mrosek. Alle Fünf haben den Sprung in die höchste Spielklasse des Landes geschafft“, sagt Trainer Dirk Asmussen.

Tatsächlich spielen die Neuzugänge inzwischen eine wichtige Rolle. Hannes Lehmann hat, nachdem er seine langwierige Verletzung auskuriert hat, regelmäßig in der Startelf gestanden und starke Spiele auf der Außenbahn abgeliefert. Er wurde zweimal in die FuPa-Elf der Woche gewählt. „Mein Bleiben ist keine Frage, ich fühle mich wohl beim TSV“, sagt der 20-jährige, der in diesem Jahr am Kronwerk-Gymnasium in Rendsburg sein Abitur machen wird. Deshalb kann er auch nicht an der Weihnachtsfeier teilnehmen, Lehmann gehört zum Orga-Team für die „Vor-Abi-Party“. Aber die Kreuzfahrt kommt an. „Ich bin dabei“, sagt der „gelernte“ Innenverteidiger, der seine langwierigen Muskelprobleme im rechten Oberschenkel mit einer zweimaligen Eigenblut-Therapie in den Griff bekommen hat. Kim Bornholdt, der vor der Saison ebenfalls wie Lehmann vom Büdelsdorfer TSV kam, ist als Innenverteidiger derzeit gesetzt und überzeugt in jedem Spiel.

Jonas Burau hat zu Beginn der Saison, als es für das Team noch nicht rund lief, gute Spiele auf der linken Seite abgeliefert. „Mir gefällt es hier. Meine Zusage steht“, sagt Burau. „Aber momentan ist meine OP wichtiger.“ Der 21-Jährige laboriert an einem Muskelanriss am Sitzbein, bei dem ein Teil vom Knochen mit abgerissen ist. Lars Horstinger ist mit seinem linken Fuß extrem torgefährlich, was er zuletzt mit zwei Treffern in Eutin belegte. Horstinger war im ersten Moment von der Meldung seiner Zusage überrascht. „So ganz fest war das noch nicht. Unterschrieben ist nichts, aber ich gehe doch stark davon aus“, meinte der Neuzugang vom FC Angeln.

Neuzugang Mirco Mrosek steckt mitten in der Vorbereitung für die Prüfungen zur Fachhochschulreife. Der 21-jährige Torschützenkönig der Kreisliga, der vom TuS Jevenstedt nach Kropp gewechselt war, hatte sich die Umstellung in die höchste Spielklasse Schleswig-Holsteins „nicht ganz so heftig vorgestellt“. „Aber ich bin relativ gut reingekommen und hab doch viele Einsätze gehabt“, sagt Mrosek und ist mit seinem Einstand zufrieden. Eine Außenbanddehnung mit einem Kreuzbandanriss im linken Knie warf den Mittelstürmer allerdings zurück. Das Missgeschick passierte vor knapp fünf Wochen in der Partie gegen den TSV Bordesholm (3:1), nachdem Mrosek in der 81. Minute für Daniel Schwennsen eingewechselt worden war. „Das war echt blöd“, so Mrosek, der durch intensives Muskelaufbau-Training versuchen will, eine Operation zu umgehen. Auf jeden Fall will er nach der Pause wieder eingreifen und angreifen. Damit rechnet auch Co-Trainer Martin Schmidt. „Mirko wird uns noch viel Freude bereiten. Mit seiner Schnelligkeit und seiner Schussstärke wird er auch in der SH-Liga Erfolg haben.“

Neben den Neuen haben auch etliche langjährige Spieler für die neue Saison zugesagt. Dazu gehören Finn Langkowski, Fabian Schelper, Anton Merz, Maximilian Petersen, Daniel Kennedy, Jörn Vogt, Daniel Schwennsen, Lukas Henke, Arvid Reiter und Mahir Alias. „Mit allen anderen Spielern sprechen wir derzeit. Zur Verstärkung und Ergänzung planen wir, vier bis fünf Neuzugänge zu verpflichten. Auch diese Gespräche laufen“, so Stephan Asmussen von der Fußball-Marketing. Asmussen geht im Januar nicht mit auf Kreuzfahrt. Für seinen Bruder indes ist die Seereise „eine teambildende Maßnahme zur rechten Zeit“. „Wir machen das antizyklisch. Im Sommer fehlt uns einfach die Zeit“, sagt der Kropper Trainer.

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