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23. Oktober 2017 | 03:10 Uhr

Das Wort Aufstieg nimmt noch keiner in den Mund

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 22.Nov.2014 | 17:08 Uhr

„Es tut gut, dass wir uns das Glück jetzt mal erarbeitet und erkämpft haben.“ Holsteins Trainer Karsten Neitzel konnte sich nach dem 1:0 (0:0)-Sieg seiner Mannschaft gegen den MSV Duisburg zufrieden zurück lehnen. „Eine Stunde lang dürfen wir das jetzt mal genießen.“ Es war das neunte Spiel in Folge ohne Niederlage für die „Störche“, die sich nun als Siebter der 3. Fußball-Liga endgültig im elfköpfigen Spitzenfeld (den Ersten und den Elften trennen vier Punkte) eingenistet haben.

„Mit diesem Sieg sind jetzt Dinge möglich, die bei einer Niederlage nicht drin gewesen wären“, frohlockte Präsident Roland Reime. Das Wort Aufstieg nahm indes noch keiner in den Mund. „Viel zu früh“, wiegelte Neitzel ab. „Wir haben bis zur Pause noch drei Auswärtsspiele. Da wollen wir so punkten, dass wir auch in den freien Tagen noch schnuppern können.“

Gegen den MSV war es ein drittligatypischer Abnutzungskampf. Vor der Pause hatten die Gäste vor 5802 Zuschauern spielerische Vorteile im Mittelfeld, die Kieler durch Manuel Hartmanns Kopfball (43., knapp vorbei) aber die beste Torchance. Insgesamt dominierten die zweit- und drittbeste Abwehrreihe der Liga ihre jeweiligen Sturmkollegen. Nach der Pause entwickelte sich dann ein rassiges Kampfspiel, in dem beide Seiten nach vorn spielten und ihre Möglichkeiten hatten. Entscheidend war letztlich, dass Holstein etwas mehr zuzusetzen hatte. „Wir wollten nicht mit dem 0:0 zufrieden sein“, sagte Mittelfeldspieler Tim Siedschlag und erklärte: „Wir sind in der Phase drauf gegangen, haben die zweiten Bälle gewonnen und haben uns selbst belohnt.“

Ausgerechnet die beiden eingewechselten Akteure waren es, die den Siegtreffer erarbeiteten. Patrick Breitkreuz hatte den Ball eigentlich schon verloren, setzte aber gut nach. Die anschließende Flanke von Marc Heider verpassten Freund und Feind. Doch als „Joker“ Jarek Lindner von der rechten Seite erneut hinein flankte, stand Breitkreuz plötzlich goldrichtig und köpfte aus fünf Metern zum 1:0-Siegtor ein (87.). Erst danach wachte Duisburg auch wieder auf und hatte Pech, als ein Kopfball von Tim Albutat an den Innenpfosten klatschte, von wo ihn Holstein-Keeper Kenneth Kronholm mit einem Reflex herausschlug (90./+2). Somit hält auch seine Serie weiterhin: Seit 505 Minuten ist Holstein nun ohne Gegentor. „Das wusste ich gar nicht“, sagte er. „Wir müssen uns schon morgen konzentriert auf das nächste Spiel bei den Kickers vorbereiten. Man hat ja heute wieder gesehen, wie eng jedes Spiel ist.“

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