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16. Dezember 2017 | 16:08 Uhr

Das Treffen der Top-Torjäger

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Kreisliga: Osterrönfelder TSV II mit Eike Schneider empfängt heute den TSV Vineta Audorf mit Tim Kluck

shz.de von
erstellt am 26.Mär.2016 | 06:00 Uhr

Wenn Norman Bock erst einmal anfängt, über die Qualitäten seines besten Stürmers zu sprechen, dann ist der Trainer des Fußball-Kreisligisten TSV Vineta Audorf kaum zu stoppen. „Tim ist ein Phänomen, ein Instinkt-Fußballer durch und durch. Ich trainiere ihn jetzt bereits im achten Jahr und wundere mich manchmal selbst noch, wie er seine Tore schießt. Manchmal sieht man ihn fast das ganze Spiel über nicht, aber trotzdem stehen dann zwei oder drei Tore für ihn zu Buche. Er erinnert mich in seiner Spielweise teilweise an Thomas Müller. Der weiß auch immer genau, wo das gegnerische Tor steht. Und Tim hat eine für diese Klasse überragende Schusstechnik.“ Tim, das ist Tim Kluck (Foto rechts), der Führende der Torjägerliste der Fußball-Kreisliga. 32 Treffer hat der 25-Jährige in 17 Spielen bislang erzielt. Auch dank dieser hervorragenden Quote rangieren die Audorfer vor dem Osterwochenende auf Platz 2 der Tabelle, nur einen Punkt von Spitzenreiter TuS Jevenstedt entfernt. „Tim ist ohne Frage sehr wichtig“, sagt Bock, der die Angriffswucht – mit 79 Toren stellen die Audorfer das mit Abstand offensivstärkste Team der Liga – aber nicht allein auf seinen Topstürmer reduziert wissen will. „Tim ist meistens das letzte Glied einer Kette. Er bringt das, was die anderen an Vorarbeit geleistet haben, lediglich zum Abschluss. Aber natürlich stünden wir ohne Tim nicht da, wo wir heute stehen.“

Beim jüngsten 9:0 der Vineten bei der SG Waabs/Rieseby traf Kluck nicht weniger als fünf Mal. An diesem Wochenende sind Klucks Torjäger-Qualitäten mehr denn je gefragt, denn der Spielplan sieht für die Vineten zwei richtungweisende Partien vor. Heute muss die Bock-Elf beim Tabellenvierten Osterrönfelder TSV II antreten, am Montag empfangen die Audorfer den Tabellenfünften TuS Bargstedt. An beide Gegner haben die Audorfer nicht die besten Erinnerungen, kassierte man doch mit dem 1:2 gegen den OTSV II und dem 1:4 gegen Bargstedt die beiden einzigen Niederlagen in der laufenden Saison.

„Wir haben etwas gutzumachen“, sagt Bock, der von einem „sehr spannenden Wochenende“ spricht. „Nach den beiden Spielen wissen wir, wohin unsere Reise geht. Das sind zwei ganz harte Nüsse, die wir zu knacken haben.“

Vor allem die Leistung des Aufsteigers aus Osterrönfeld nötigt dem Audorfer-Coach jede Menge Respekt ab. „Die spielen bisher eine ganz starke Saison.“ Woran er selbst einen auch nicht geringen Anteil hat, denn in seiner Zeit als Trainer der OTSV-Reserve lockte er vor vier Jahren Eike Schneider (Foto links) vom damaligen A-Klassen-Absteiger SV Loose 07 an den Bahndamm. Und der heute 27-jährige Stürmer ist der Fixpunkt im Spiel der Osterrönfelder. Mit 24 Toren liegt Schneider hinter Kluck auf Platz 2 der Torschützenliste und hat mehr als die Hälfte aller Treffer seiner Mannschaft (47) erzielt. „Wir sind schon sehr von Eikes Toren abhängig. Er ist quasi unsere Lebensversicherung“, sagt Ferid Fatnassi über seinen Top-Angreifer, dessen Qualitäten der OTSV-Coach „in seiner Schnelligkeit und seiner Schusstechnik“ sieht. „Eike ist auf den ersten Metern unheimlich schnell. Wenn der erst einmal Fahrt aufgenommen hat, kommt man kaum hinterher.“ Bock fühlt sich bei der Spielweise des Osterrönfelder Stürmers an Roy Makaay erinnert: „Der war 89 Minuten im Spiel nicht präsent und dann hat er plötzlich




zugeschlagen. Eike ist auch so ein Phantom. Und seine Tore sprechen für sich.“ Als Sonderbewacher für Schneider dürfte Audorfs Routinier Dennis Neumann in Frage kommen. „Dennis ist der schnellste Abwehrspieler der Liga“, sagt Bock. Auf der Gegenseite sollte ursprünglich Christoph Belling die Kreise von Kluck einengen, doch die offene Torwart-Frage durchkreuzten Fatnassis Überlegungen. „Wir haben keinen etatmäßigen Keeper, so dass Christoph ins Tor muss“, berichtet der OTSV-Coach, der nun einen Plan B ausarbeiten muss. „Wir werden trotzdem nicht unruhig und freuen uns auf das Spiel. Wir wollen versuchen, Audorf erneut zu ärgern.“

Über einen Osterrönfelder Sieg heute Nachmittag würde man sich auch im Lager des TuS Jevenstedt freuen, der parallel im Pokaleinsatz ist. Im Halbfinale des Kreispokals empfängt das Team von Trainer Michael Rohwedder den Verbandsligisten Rendsburger TSV und müsste schon bei einem Unentschieden die Tabellenführung an die Vineta abgeben. „Natürlich schielen wir mit einem Auge nach Osterrönfeld. Pokal ist schön und gut, aber unsere Priorität liegt eindeutig auf der Kreisliga“, macht Rohwedder unmissverständlich klar. Dort ist der TuS erst am Montag wieder gefordert – gegen den Osterrönfelder TSV II. „Erst gegen den aktuellen Zweiten, dann gegen den Ersten – das ist ein Hammerprogramm für uns“, sagt Fatnassi, der die Bedeutung der Begegnungen herunterspielt. Als möglichen Königsmacher sieht er sein Team nicht. „Die Saison ist noch lang. Die Entscheidung fällt nicht an diesem Wochenende.“ Vorteile im Titelrennen hat Fatnassi auf Seiten des TuS Jevenstedt ausgemacht. „Die haben einen etwas breiteren und stärkeren Kader. Allerdings haben die Audorfer einen Tim Kluck. Und über dessen Qualitäten müssen wir nicht groß reden.“

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