Das Gesundheitswesen in Deutschland

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14. März 2008, 02:55 Uhr

- Die Geburtsstunde der gesetzlichen Krankenversicherung war der 15. Juni 1883 unter Reichskanzler Bismarck.
- Rund 70 von 82 Millionen Deutschen sind in der gesetzlichen Krankenversicherung, die alles vom Besuch beim Hausarzt über Krankengymnastik, Zahnarztbesuche, Psychotherapie bis hin zur Krankenhausbehandlung abdeckt. In vielen Fällen sind aber mittlerweile zum Teil hohe Eigenbeteiligungen die Regel. 50 Millionen Versicherte zahlen Beiträge, 20 Millionen sind als Familienangehörige beitragsfrei mitversichert.
- Wer über 4012,50 Euro Bruttomonatseinkommen hat, kann sich auch privat versichern. Privatversicherte bezahlen die Rechnungen zunächst selbst und bekommen sie später in weiten Teilen erstattet. Sie können im Krankenhaus z. B. Chefarztbehandlung wählen.
- Den gesetzlichen Krankenkassen standen 2006 142,21 Milliarden Euro Mitgliedsbeiträge zur Verfügung. Dabei zahlen zu gleichen Teilen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in die Kasse ein. Die Beiträge variieren von Kasse zu Kasse, auch je nach Leistungsangebot. Eine Grundversorgung muss immer gesichert sein. Derzeit liegt der Beitragssatz zwischen 12 und 15 Prozent des Bruttoeinkommens. Damit die Lohnnebenkosten nicht zu stark steigen, gibt es heftige politische Diskussionen, wie die Gesundheitskosten zu senken sind.
- Es gibt über 250 gesetzliche Krankenkassen.
- In Schleswig-Holstein kommt ein Arzt auf 282 Einwohner.
- Die Praxenöffnungszeiten variieren sehr. Manche haben Abendsprechstunden bis 20 Uhr, andere öffnen morgens um sieben.
- Außerhalb der Öffnungszeiten steht den Patienten der ärztliche Notdienst in Anlaufpraxen, die im ganzen Land verteilt sind, zur Verfügung. Die 27 Anlaufpraxen sind montags, dienstags und donnerstags zwischen 18 und acht Uhr, mittwochs und freitags zwischen 13 und acht Uhr sowie am Wochenende und Feiertag ganztägig besetzt. Hausbesuche sind möglich. Die Ärzte melden sich freiwillig für diesen Dienst und erhalten 50 Euro die Stunde.
- Für Kinder gibt es spezielle Notfallpraxen.
- In Schleswig-Holstein mit 2,8 Millionen Einwohnern sind rund 4500 Ärzte in der Kassenärztlichen Vereinigung organisiert. Etwa 2100 davon sind als Hausärzte registriert. Es gibt rund 340 niedergelassene Gynäkologen, 190 Kinderärzte, 185 Orthopäden, 85 Urologen, 130 Neurologen und 175 Augenärzte.

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