Das Gesundheitswesen in Dänemark

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14. März 2008, 02:37 Uhr

- Das Gesundheitssystem ist steuerfinanziert, liegt in öffentlicher Hand und berechtigt zur kostenlosen Behandlung beim Haus- und bei Fachärzten sowie im Krankenhaus. Für Zahnbehandlungen, Medikamente, Physiotherapie usw. gibt es Zuschüsse. Der Eigenanteil ist sehr hoch, kann aber teilweise durch die Zusatzversicherung »Sygeforsikring Danmark« abgedeckt werden.
- In Nordschleswig mit rund 260 000 Einwohnern gibt es ca. 160 praktische Ärzte, vier Hautärzte, vier Gynäkologen, drei Psychiater, eine Neurologin, sechs Augenärzte, sechs Hals-, Nasen-, Ohrenärzte, einen Chirurgen und eine Kinderärztin. In ganz Dänemark arbeiten rund 3600 praktische Ärzte.
- Die Praxen sind in der Regel werktags zwischen 8 und 16 Uhr geöffnet. An Freitagen schließen sich viele Ärzte innerhalb einer Stadt zusammen und sind im Ringverfahren für alle Patienten da. Einmal in der Woche sollte eine Sprechstunde für Berufstätige angeboten werden.
- Zwischen 16 und 8 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen gibt es den ärztlichen Bereitschaftsdienst ("lægevagt"). Alle praktischen Ärzte sind verpflichtet, hier mitzuarbeiten. Das ergibt um die vier Dienste pro Monat zwischen 16 und 22 Uhr sowie ein bis zwei Nachtdienste. Abgerechnet wird nach Behandlungen. Wenn keiner kommt, verdienen die Ärzte auch nichts.
- Rund 85 Prozent aller Patienten werden vom Hausarzt fertig behandelt. In 15 Prozent der Fälle wird an Fachärzte oder ins Krankenhaus überwiesen.
- Die Ausgaben für die Krankenversicherung betrugen für die öffentliche Hand 2006 rund 12,4 Milliarden Kronen. Für Medikamente bezahlt der Staat 6,6 Milliarden Kronen.

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