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14. Dezember 2017 | 20:01 Uhr

Das Abwehrbollwerk hält

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Stark ersatzgeschwächter OTSV schlägt den TSV Klausdorf mit 2:0

Die Überraschung ist dem Osterrönfelder TSV geglückt: Mit einem Sieg über den direkten Konkurrenten TSV Klausdorf hatte niemand so wirklich gerechnet. Gleich auf neun Spieler hatte OTSV-Trainer Olaf Lehmann im Verfolgerduell der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost verzichten müssen. Umso größer fiel der Jubel auf Seiten der Osterrönfelder nach dem Schlusspfiff aus. Trotz des personellen Engpasses gelang es Lehmann, den Rivalen taktisch auszutricksen und den TSV Klausdorf vom dritten Platz der Tabelle zu verdrängen. „Klar gehörte Glück zum Sieg dazu, allerdings ist unser Plan, defensiv zu agieren, sehr gut aufgegangen“, resümierte Lehmann nach dem unerwarteten 2:0 (0:0)-Erfolg sichtlich zufrieden.

Zum Leidwesen der angereisten Gäste baute die Heimmannschaft ein massives Abwehrbollwerk auf und überquerte die Mittellinie nur nach Kontern. Die größeren Spielanteile, deutlich mehr Ballbesitz und die gefährlicheren Torchancen standen für den TSV Klausdorf zu Buche, jedoch gelang es den Gästen nicht, die gegnerische Verteidigungslinie gewinnbringend auszuhebeln. Zudem hatten die Kieler Pech: Gleich zweimal rettete das Aluminium die Gastgeber. Klausdorfs Karsten Andre Jordan und Chris Heimlich scheiterten per Kopf an der Torumrandung. „Trotz unserer deutlichen Überlegenheit haben wir unsere Chancen nicht konsequent genutzt“, gab Trainer Miki Mladenovic aufgebracht zu Protokoll.

Lange Zeit schien es, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Klausdorf die Führung erzielt. Umso überraschender kam für die Klausdorfer der Gegentreffer kurz nach dem Seitenwechsel. Osterrönfelds Eike Schneider trieb das Spiel über den linken Flügel voran und legte quer zu Florian Kuklinski (50.) ab, der den Spielball konsequent im gegnerischen Tor unterbrachte. Äußerlich beherrscht ließ sich Lehmann vom Führungstreffer nicht aus der Fassung bringen. Erst nach dem unmittelbaren Tor zur 2:0 Führung durch Jascha Piotraschke (53.) streckte er die Siegesfaust empor. Trainerkollege Mladenovic war hingegen außer sich und trieb seine Mannschaft vom Seitenrand euphorisch an. „Nach dem 0:1 hatte ich noch auf einen Punkt gehofft, nach dem 0:2 war das Spiel für mich gelaufen“, so Mladenovic. Mit dieser Vermutung sollte er Recht behalten. Das Abwehrbollwerk der Osterrönfelder ließ wenig Spielraum für Gäste und Torhüter Björn Schlunke behielt in diesem Spiel seine weiße Weste.

Osterrönfelder TSV: Schlunke – Piotraschke, Zapfe, Reimer, Lobeck – Lehmann, Hellwig (46. Sopha), Müller, Arndt – Kuklinski, Schneider (69. Krause).

Schiedsrichter: Schneider (Eggebek).
Zuschauer: 70.
Tore: 1:0 Kuklinski (50.), 2:0 Piotraschke (53.).
Gelb-Rote Karte: Heimlich (86./Klausdorf) wegen wiederholten Meckerns.

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