Gartenkultur : Dänemark: Draußen Kochen liegt im Trend

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18. April 2008, 04:11 Uhr

Wie sieht ein typisch dänischer Garten aus? In Neubaugebieten dominiert grüner Rasen - ohne große Pflanzenvielfalt. Als Gartenzaun nach wie vor beliebt: lebende Hecken wie Buche oder Liguster, am besten in Absprache mit den Nachbarn. Neu angelegte Gärten im Königreich wirken offener - nur: Blühende Blumen wie in deutschen Neubau-Gärten findet man eher selten.
Junge dänische Familien bevorzugen einen klar strukturierten und vor allem stilvollen Garten. Aber pflegeleicht muss er sein. Grund: Dänen wollen ihr Stück Land in erster Linie genießen und nicht darauf ackern. Viele Dänen lassen sich beim Neubau ihres Hauses den Garten auch gleich mit anlegen. Ganz wichtig: Das Stück eigene Scholle muss zum Stil des Hauses passen und auch gleich benutzt werden können. Dänische Terrassen sind heute großzügiger gestaltet als noch vor ein paar Jahren und teilweise überdacht, dekoriert mit großen schlichten Pflanzen-Kübeln oder -Töpfen, in denen Buchsbaum oder Kirschlorbeer wachsen. Die Terrassenmöbel werden sorgfältig ausgesucht - sie gelten vielen als Statussymbol. Obligatorisch sind der Weber-Grill mit runder Haube, das große Trampolin und das Carport.
Besonders trendy im Moment: eine Außenküche. Das Spektrum reicht von kompletten Küchenzeilen mit Herd und Spüle bis hin zu mobilen Feuerstellen unter freiem Himmel. Für Familien mit Kindern bedeutet das extra Raum zum Essen, Spielen und Klönen. Später, wenn die Kinder größer sind, wird der Garten Schritt für Schritt verändert, werden Grasflächen weggenommen und Beete angelegt. Beliebt sind zum Beispiel Steingärten und asiatische Strukturen mit Wasserspielen. Immer mehr Dänen geben immer mehr Geld für Pflanzen und Pflege ihrer Gärten aus, Tendenz steigend. Das hat auch etwas mit der konjunkturbedingt zur Zeit guten Finanzausstattung dänischer Familien zu tun.

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