Schriftstellerin : Christa Wolf ist tot

Die Schriftstellerin Christa Wolf ist am Donnerstag gestorben. Foto: sh:z
Die Schriftstellerin Christa Wolf ist am Donnerstag gestorben. Foto: sh:z

Die Schriftstellerin Christa Wolf starb am Donnerstag "nach schwerer Krankheit" im Alter von 82 Jahren in Berlin. Das teilte der Suhrkamp Verlag mit.

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02. Dezember 2011, 08:14 Uhr

Christa Wolf war 2010 in Lübeck mit dem Thomas-Mann-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet worden.
Mit der "Moskauer Novelle" lieferte Wolf 1961 ihr Debüt, im vergangenen Jahr erschien "Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud“. Dazwischen liegen Werke wie "Kindheitsmuster", "Kein Ort. Nirgends", "Kassandra", "Was bleibt".
Christa Wolf wurde 1929 in Landsberg an der Warthe (ehemalige DDR) als Christa Ihlenfeld geboren. 1949 trat sie in die SED ein, bis 1989 blieb sie Mitglied. 1976 unterzeichnete sie den "offenen Brief gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns", weshalb sie aus dem Vorstand der Berliner Sektion des Schriftstellerverbands der DDR ausgeschlossen wurde.
Bei der Demonstration gegen die Politik in der DDR am 4. November 1989 hielt Christa Wolf auf dem Alexanderplatz in Berlin die Rede "Sprache der Wende". Zugleich wurde ihr vorgeworfen, als "IM Margaret" eine Zeit lang für das "Ministerium für Staatssicherheit" ("Stasi") gearbeitet zu haben.

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