Chemie-Opfer: Purpurschnecke

Purpurschnecke mit ihrem Gehege. Foto: Schutzstation Wattenmeer
Purpurschnecke mit ihrem Gehege. Foto: Schutzstation Wattenmeer

Die Nordische Purpurschnecke ist vor allem wegen Antifoulingmitteln, die bis 2003 in der Schifffahrt gegen Anwuchs auf Schiffsrümpfen eingesetzt wurden, sehr selten geworden.

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24. Juli 2008, 10:38 Uhr

Die Art kommt in der deutschen Nordsee vor allem auf Helgoland vor. Als Lebensraum benötigt sie Felswatt. Um sich satt zu fressen, greift das bis zu fünf Zentimeter messende Schalentier Seepocken oder Muscheln an. Die Nordische Purpurschnecke verfügt über einen Rüssel mit einer Reibezunge, raspelt sich damit durch den Panzer der anderen Tiere. Das Innere wird dann mit Säure zu Brei vorverdaut, den die Schnecke dann einsaugt. "Fortgeschrittene Tiere gehen jedoch nicht durch die Schale, sondern durch den Muschelspalt", so Biologe Christof Goetze. Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde aus den Schnecken der Farbstoff Purpur gewonnen - daher der Name.

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