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Mit einem Griff ist alles weg : Checkliste: Was tun gegen Smartphone-Klau?

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Ein Smartphone ist schnell geklaut. Doch zum Glück gibt es viele Tricks, mit denen Besitzer sich schützen oder den Schaden wenigstens begrenzen können – vom Reißverschluss bis zur Verschlüsselung. Nur von speziellen Versicherungen lässt man besser die Finger.

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2017 | 21:00 Uhr

Gelegenheit macht Diebe. Und beim typischen Umgang mit dem Smartphone ergeben sich etliche Gelegenheiten: Liegt es auf dem Cafétisch oder lose in der Handtasche, greifen Langfinger gerne zu. Laut Bundeskriminalamt waren Ende September 2016 etwa 1,4 Millionen Smartphones zur Sachfahndung ausgeschrieben. Damit das eigene Smartphone nicht darunter ist, helfen die folgenden Tipps:

Smartphone nicht unbeaufsichtigt lassen

Tipp 1 ist naheliegend: „Das Wichtigste ist eigentlich, es nie unbeaufsichtigt zu lassen, auch nicht ganz kurz“, sagt Andreas Mayer von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Auf dem Restauranttisch hat das Smartphone also nichts verloren.

Für den Ernstfall vorbeugen

Trotz aller Vorsicht: Mayer rät, vorzubeugen. Das bedeutet vor allem, Dieben keinen Zugriff auf das Telefon und die Daten zu geben. „Die Bildschirmsperre am Smartphone sollte immer aktiviert sein.“ Android-Besitzer können über den Punkt „Sicherheit“ im Menü auch den Telefonspeicher verschlüsseln. Das iPhone ist ab Werk verschlüsselt.

Aus der Ferne sperren – und zwar schnell

Wer nicht vorbeugt, muss sich einen Wettlauf mit den Dieben liefern. Denn über den Android Device Manager oder über die iCloud-Funktion „Mein iPhone suchen“ lässt sich das Gerät zwar aus der Ferne sperren beziehungsweise löschen. Das klappt aber nur, wenn die Diebe damit noch im Daten- oder Mobilfunknetz sind. Es heißt also: schnell sein.

Passwörter ändern und Sim-Karte sperren

Experten vom Portal „Mobilsicher.de“ empfehlen außerdem, die Passwörter von Mail- und anderen Online-Konten zu ändern. Und auch eine Sperrung der Sim-Karte über die Rufnummer 116 116 ist  Pflicht.

Für die Fahndung: Smartphone orten

Mit den Sperr- und Löschfunktionen von Android und iOS lassen sich die Smartphones in der Regel orten. Auf eigene Faust auf Diebesjagd gehen sollte man aber nicht, sagt Mayer. „Für die Polizei können diese Informationen bei der Fahndung aber sehr hilfreich sein.“

Diebstahl anzeigen und Seriennummer notieren

Grundsätzlich rät Mayer, jeden Smartphone-Verlust bei der Polizei zu melden. Wichtig dabei ist die einzigartige IMEI-Nummer. Das ist eine Art Seriennummer, die jedes Handy besitzt und die sich Besitzer notieren sollten. Zu finden ist sie auf iPhones in den Einstellungen bei „Info“ und auf Androiden bei Einträgen wie „Über das Telefon“.

Zur Vorbeugung Daten regelmäßig sichern

Eine Garantie dafür, dass man sein Smartphone zurückbekommt, ist die Anzeige aber noch lange nicht. Zur Vorbeugung gehört daher auch, die Daten auf dem Gerät regelmäßig zu sichern. Auf dem iPhone geht das entweder via iCloud oder per  Kabelverbindung über iTunes. Mit einem Google-Konto verknüpfte Androiden speichern die wichtigsten Daten online. Lokal und ohne Google-Schnüffelei geht es zum Beispiel mit dem Programm „MyPhoneExplorer“.

Versicherungen lohnen oft nicht

Wem das Handy gestohlen wurde, der bleibt auf dem materiellen Schaden meist sitzen. Viele Händler bieten zwar Handyversicherungen an. Sie sollen auch bei Diebstahl einspringen, sind aber oft ihr Geld nicht wert, warnt Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale. Sie decken nämlich meist den einfachen Diebstahl, unter den auch der Taschendiebstahl fällt, nicht ab. Stattdessen zahlen die meisten nur bei Raub oder Wohnungseinbruch. „In solchen Fällen hilft aber auch die Hausratversicherung“, so Weidenbach.

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