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Beschränkungen der Fischerei : Bundesregierung will besseren Schutz für Meeressäuger

vom
Aus der Onlineredaktion

Totale Fangverbote in Teilen der Nord- und Ostsee: Damit will die Bundesregierung Forderungen von EU und Umweltschützern nachkommen.

Sylt/Bremerhaven | Die Bundesregierung in Teilen der Nord- und Ostsee langjährigen Forderungen von Umweltschützern und der EU nach Beschränkungen der Fischerei nachkommen. Ernährungs- und Umweltministerium hätten sich auf Grundsätze für Schutzgebiete verständigt, berichtet die „Nordsee-Zeitung“ in Bremerhaven unter Berufung auf das Ernährungsministerium. Demnach sind in Teilgebieten des Sylter Außenriffs und des Borkumer Riffgrundes Beschränkungen für die Stellnetzfischerei sowie für das Fischen mit Schleppnetzen geplant. In einigen Gebieten sollen auch totale Fangverbote gelten. In Stell- und Schleppnetzen werden viele Tümmler und Robben verletzt oder als ungewollter Beifang getötet. Die beiden 5000 und 600 Quadratkilometer großen Nordsee-Riffe sind sehr artenreich.

Die Fischereiverbände hatten Beschränkungen bisher stets abgelehnt. Die EU wiederum hatte gegen Deutschland ein Vertragsverletzungsverfahren eröffnet, weil es zwar zehn Nord- und Ostsee-Areale zu Natura 2000-Gebieten erklärt hatte, ohne dies jedoch bisher in einer Schutzgebietsverordnung inklusive Fischfang-Regeln auch konkret umzusetzen. Für die Ostsee sind dem Blatt zufolge ebenfalls Fischfang-Beschränkungen vorgesehen. Die Gespräche dazu seien aber noch nicht abgeschlossen.

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erstellt am 02.Aug.2015 | 19:14 Uhr

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