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18. Oktober 2017 | 17:30 Uhr

BTSV setzt auf defensive Stabilität

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Verbandsliga Nord-Ost: Büdelsdorfer im Heimspiel gegen Klausdorf gefordert / Osterrönfelder TSV braucht Punkte im Abstiegskampf

Ein Sieg ist Pflicht – das gilt für die drei Rendsburger Teams am 11. Spieltag der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost uneingeschränkt. Will der Osterrönfelder TSV nicht noch tiefer im Tabellenkeller versinken, müssen im Heimspiel (heute, 15.30 Uhr) gegen den Heikendorfer SV zwingend drei Punkte her. Die stünden auch dem Büdelsdorfer TSV im Heimspiel gegen den TSV Klausdorf (heute, 14 Uhr) gut zu Gesicht, denn das Polster zu den Abstiegsplätzen ist nicht gerade üppig. Der Rendsburger TSV indes hat ganz andere Ziele. Meisterschaft und Aufstieg in die SH-Liga hat sich das Team um Spielertrainer Dennis Usadel auf die Fahnen geschrieben. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge dürfen sich die Rendsburger heute (15 Uhr) beim Gettorfer SC keinen weiteren Punktverlust erlauben.

Büdelsdorfer TSV – TSV Klausdorf (heute, 14 Uhr)
Eigentlich hat Büdelsdorfs Trainer Adrian Königsmann nach den zuletzt gezeigten Leistungen seiner Mannschaft und vor dem heutigen Duell mit dem TSV Klausdorf überhaupt keinen Grund, übergroße Skepsis an den Tag zu legen, doch er sieht seinen BTSV als klaren Außenseiter: „Es wird gegen diesen spielstarken Gegner unheimlich schwer und hat auch gar nichts mit Understatement zu tun. Die haben am vergangenen Wochenende ja nicht umsonst die TSG Concordia Schönkirchen mit einem 4:1 von der Tabellenspitze geschossen.“ Allerdings gibt es einen Umstand, mit dem der Aufsteiger durchaus etwas anfangen könnte, denn die Truppe von Trainer Miki Mladenovic ist zwar extrem heimstark, hat aber auswärts bislang kaum etwas auf die Reihe bekommen. Vier Punkte aus fünf Spielen lautet die eher magere Bilanz des Tabellenfünften auf fremden Plätzen. „Statistik hin oder her. Sie sind einfach gut drauf, auch wenn die letzten vier Ergebnisse nicht gerade auf Konstanz schließen lassen“, so Königsmann, den vor der heutigen Begegnung auch die Frage nach der personellen Besetzung seiner Offensivabteilung umtreibt. Mit Kevin Wardin und Marvin Jessen fallen wichtige Stützen aus, und auch der Einsatz von Niklas Knutzen, der sich mit Rückenproblemen rumplagt, ist fraglich. Königsmann: „Ich hoffe, dass wir ihn irgendwie noch fit bekommen.“ Immerhin kehrt Dennis Bienwald nach seiner Sperre wieder in die Viererkette zurück. „Sein Einsatz ist für die Stabilität der gesamten Abwehr, mit der ich derzeit absolut zufrieden bin, eminent wichtig“, hält Büdelsdorfs Trainer große Stücke auf seinen Neuzugang vom TuS Rotenhof.
Gettorfer SC – Rendsburger TSV (Heute, 15 Uhr)
Nach zwei Niederlagen in Folge hat RTSV-Spielertrainer Dennis Usadel die Zügel im Training angezogen. Vor allem das jüngste 1:4 gegen den TSV Bordesholm schmeckte dem 36-Jährigen überhaupt nicht. „Das fehlten mir bei fast allen Akteuren ein paar Prozent. Aber mit etwas weniger Aufwand geht es gegen keinen Gegner in dieser Liga. Wir müssen immer alles investieren, was wir haben. Ich hoffe, dass haben die Spieler begriffen.“ Zu sehr will der Rendsburger Coach die Niederlagen aber nicht dramatisieren. „Wir haben ja in den Spielen zuvor gezeigt, dass wir über spielerische Klasse verfügen. Deshalb mache ich mir auch nicht allzu große Sorgen. Jetzt gilt es halt, den Schalter wieder umzulegen.“ Auch auf die Tabellensituation hatten die Punktverluste keine gravierenden Auswirkungen, denn die Konkurrenz aus Klausdorf, Kronshagen und Schönkirchen war ebenfalls nicht frei von Patzern. Usadel: „Wir haben noch 20 Spiele vor uns, da ist noch nichts entschieden.“ Gleichwohl ist der Druck auf den RTSV etwas größer geworden. Deshalb zählt für Usadel heute nur ein Sieg: „Wir dürfen nicht noch mehr an Boden verlieren.“ Der 36-Jährige, der nach einem Magen-Darm-Infekt unter der Woche heute selbst nicht die Schuhe schnüren wird, erwartet ein „ekliges Spiel“ und einen Gegner, „der alles rein werfen wird, um die Punkte in Gettorf zu behalten. Wenn wir neben unserer spielerischen Klasse aber auch den Kampf annehmen, sollten wir gewinnen.“
Osterrönfelder TSV – Heikendorfer SV (Heute, 15.30 Uhr)
Wenige Wochen ist es her, dass Olaf Lehmann anzweifelte, ob jeder in seiner Mannschaft verstanden habe, dass sie sich im Abstiegskampf befindet. Nachdem ein Drittel der Saison in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost gespielt ist, und der Osterrönfelder TSV mit nur sechs Punkten auf Platz 14 rangiert, sieht der Trainer alle Zweifel beseitigt: „Wer das Ding nicht lesen kann, dem ist auch nicht mehr zu helfen.“ Lehmann weiß, dass die Argumente in der aktuellen Situation nicht gerade auf seiner Seite liegen. „Damit muss ich leben“, sagt er und will sich weniger mit den kritischen Stimmen im Umfeld befassen, sondern mit seiner Mannschaft. Die wird heute gegen Heikendorf wieder mal ein anderes Gesicht haben. „Es ist im Moment schwierig eine Formation zu finden“, hadert Lehmann. Immer wieder fallen Spieler aus verschiedenen Gründen aus. Mit Thore Bannow (Meniskus-OP), Kevin Rathjen, Fabian-Malte Möller (beide Fußprellung) sowie dem erkrankten Dominik Sopha sind es heute – neben den Langzeitverletzten – vier Akteure, auf die der OTSV-Coach verzichten muss. Dafür dürfte Johannes Persecke wieder in der Startelf stehen und wahrscheinlich auch wieder als Abwehrchef auflaufen. „Seine Führungsqualitäten brauchen wir in der Defensive“, so Lehmann. Nur 6 von 30 möglichen Punkten hat sein Team geholt: „Das ist bitter wenig.“ Zu wenig, um der Abstiegsgefahr zu entrinnen.
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