BTSV nach Kantersieg auf Finalkurs

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32. LZ-Fußball-Sommer-Turnier: Königsmann-Elf fertigt überforderten TuS Rotenhof mit 6:0 ab / In der Gruppe A alle Teams noch mit Chancen

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13. Juli 2015, 06:00 Uhr

Der erste Finalteilnehmer des 32. LZ-Fußball-Sommer-Turniers dürfte wohl feststehen: Nach einem 2:2 (0:0) am Sonnabend gegen den TSV Vineta Audorf und einem 6:0 (2:0)-Erfolg am Sonntag gegen den TuS Rotenhof ist dem Büdelsdorfer TSV Platz 1 in der Gruppe B kaum noch zu nehmen. Der TSV Vineta Audorf müsste im abschließenden Spiel am Donnerstag (18.45 Uhr) schon mit mehr als sechs Toren Unterschied gegen Rotenhof gewinnen, um den BTSV noch von der Spitze zu verdrängen. „Das sollte für uns reichen“, meinte Büdelsdorfs Trainer Adrian Königsmann nach dem gestrigen Kantersieg.

Völlig offen ist hingegen die Situation in der Gruppe A, wo der Rendsburger TSV und der TuS Jevenstedt die Tabelle mit jeweils drei Punkten anführen. Im Auftaktspiel gewann Titelverteidiger Jevenstedt etwas überraschend mit 2:0 (1:0) gegen Gastgeber Osterrönfelder TSV. Gestern setzte sich dann der Rendsburger TSV mit 2:1 (2:1) gegen Jevenstedt durch. Dem RTSV genügt damit im abschließenden Spiel der Gruppe A am Dienstag (18.45 Uhr) gegen den OTSV schon ein Remis zum Finaleinzug. Doch selbst der Gastgeber kann das Endspiel noch erreichen. Dafür muss die Elf von Trainer Olaf Lehmann aber mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen. „Wir haben noch Chancen?“, fragte Lehmann gestern etwas ungläubig, angesichts der schwachen Vorstellung, die sein Team im Auftaktspiel gegen Jevenstedt bot. „Da müssen wir uns gehörig steigern. Es sollte allerdings unser Ziel sein, am Sonnabend noch mal ein Spiel zu haben.“

Gruppe A
Osterrönfelder TSV – TuS Jevenstedt 0:2 (0:1)
Die Gastgeber hatten ihre erste und einzige Chance in der 90. Minute (!). Doch Osterrönfelds Ayke Arndt scheiterte freistehend am glänzend reagierenden TuS-Keeper Malte Tischer. Zuvor verlebte Tischer einen ruhigen Nachmittag. „Unser Plan, mit offensivem Pressing den OTSV gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen, ist voll aufgegangen“, freute sich Jevenstedts Trainer Michael Rohwedder. Hinten hatte die TuS-Defensive um die starken Innenverteidiger Thore Lühder und Marten Schlüter alles im Griff, vorne stellten die pfeilschnellen Jonas Richter, Timo Klug und Lukas Gersteuer die Osterrönfelder Abwehr immer wieder vor Probleme. „Man hat gemerkt, dass wir schon zwei Wochen im Training sind und schon zwei Spiele gemacht haben“, meinte Rohwedder. OTSV-Coach Olaf Lehmann war hingegen überhaupt nicht zufrieden mit der Vorstellung seiner Elf. „Dass es nach nur einer Woche Training spielerisch noch nicht rund läuft, ist verständlich. Aber läuferisch und kämpferisch war das von einigen viel zu wenig. So darf man sich vor eigenem Publikum nicht präsentieren“, grantelte Lehmann. Auch dass gleich ein halbes Dutzend Spieler fehlten, ließ der Osterrönfelder Trainer nicht als Ausrede gelten. „Wir haben genügend Leute im Kader, die alle in der Verbandsliga spielen wollen. Dann müssen sie eben auch zeigen, dass sie es können.“ Taten sie aber nicht, und so war der 2:0-Erfolg des Kreisligisten durch die Tore von Thore Neben (27.) und Sven Grosser (89.) am Ende hochverdient.
TuS Jevenstedt – Rendsburger TSV 1:2 (1:2)
Die Spieler beider Mannschaften klagten über „schwere Beine“. Die Jevenstedter mussten keine 24 Stunden nach dem Auftaktspiel erneut ran, die Rendsburger hatten tags zuvor noch eine Trainingseinheit absolviert und am RD-Lauf teilgenommen. Dennoch sprachen beide Trainer von einem „ansehnlichen Spiel“ und waren mit der jeweiligen Vorstellung ihres Teams zufrieden. „Wenn man bedenkt, dass bei uns mit Sebastian Hehnke, Timo Ruge und Thore Neben zudem drei wichtige Spieler gefehlt haben, muss man den Hut vor der Leistung der Mannschaft ziehen. Wir haben uns gegen einen ambitionierten Verbandsligisten auf Augenhöhe bewegt“, sagte Jevenstedts Coach Michael Rohwedder. Sein Team geriet durch einen Doppelschlag von Arend Müller (23.) und Guilherme de Oliveira (26., FE) mit 0:2 in Rückstand. Noch vor der Pause verkürzte Mannschaftskapitän Marten Schlüter per Foulelfmeter auf 1:2 (43). Direkt nach Wiederanpfiff hatte Lukas Gersteuer die große Chance zum Ausgleich. Doch der Jevenstedter schoss den Ball aus neun Metern Entfernung genau RTSV-Keeper Sven Schmedemann auf die Brust. Auf der anderen Seite hätte Mahmud Inci nur eine Minute später für die Vorentscheidung sorgen können. Der Rendsburger fand in TuS-Keeper Bennet Struck seinen Meister (48.), so dass es bis zum Abpfiff beim 2:1 für den Favoriten blieb. „Das Ergebnis stimmt, die Leistung der Mannschaft war nach einer intensiven Trainingswoche gut“, bilanzierte RTSV-Coach Dennis Usadel.
Gruppe B
Büdelsdorfer TSV – TSV Vineta Audorf 2:2 (0:0)
Letztlich retteten zwei Standardsituationen dem favorisierten BTSV das Unentschieden. Zunächst egalisierte Niklas Knutzen mit einem direkten Freistoß aus halblinker Position (66.) die Audorfer Führung durch Philipp Awe (52.). Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit war Bojan Grbavac aus fast identischer Position ebenfalls per Freistoß erfolgreich und sorgte für lange Gesichter im Lager der Vineten, die sich nach der neuerlichen Führung durch Mirko Sienknecht (82.) schon wie die Sieger fühlten. Bei beiden Gegentoren machte Audorfs Schlussmann Jens Hein nicht die beste Figur. „Den ersten hätte er halten können, der zweite war schon schwieriger“, meinte Audorfs Trainer Norman Bock, der trotz des späten Ausgleichs nicht unglücklich war. „Dafür, dass wir in diesem Jahr später in die Vorbereitung eingestiegen sind und gleich sechs Stammspieler gefehlt haben, war das schon ganz ordentlich. Sicherlich hat der BTSV den besseren Fußball gespielt, aber wir haben uns das Remis mit einer engagierten Leistung verdient.“
TuS Rotenhof – Büdelsdorfer TSV 0:6 (0:2)
Markus Passig nahm die deutliche Niederlage mit Galgenhumor. „Wenn man etwas Positives aus dem Spiel mitnehmen kann, dann, dass wir uns heute etwas bewegt haben“, sagte der Rotenhöfer Coach nach dem Abpfiff der ungleichen Begegnung. „Für einige von meinen Spielern war das Tempo einfach zu hoch. Ihnen wurden klar die Grenzen aufgezeigt.“ Der Büdelsdorfer Sieg hätte nach Toren von Mats Henke (30., 50., 84.), Marvin Jessen (48., 85.) und Arthur Roller (14.) sogar zweistellig ausfallen können, wenn die Schützlinge von Trainer Adrian Königsmann vor dem Rotenhöfer Tor etwas zielstrebiger zu Werke gegangen wären. „Da waren wir in der einen oder anderen Situation doch etwas zu verspielt. Doch das ist Jammern auf hohem Niveau. Unterm Strich war die Leistung top. Sicherlich war der Gegner vielleicht schwächer als am Sonnabend, aber wir haben uns diesmal viel besser bewegt und in der Defensive gar nichts zugelassen“, resümierte der BTSV-Coach.
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