Borussia 93 hat wieder Hoffnung

Das Sechser-Duell: Rendsburgs Ibrahim Pinar (vorne) ist mit dem Kopf eher am Ball als Osterbys Alexander Michalzik. Auch am Ende jubelten die Borussen.
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Das Sechser-Duell: Rendsburgs Ibrahim Pinar (vorne) ist mit dem Kopf eher am Ball als Osterbys Alexander Michalzik. Auch am Ende jubelten die Borussen.

Kreisliga: Rendsburg gewinnt Kellerduell / Büdelsdorfer TSV ist Meister

shz.de von
11. Mai 2015, 13:24 Uhr

Die Titelfrage ist geklärt. Der Büdelsdorfer TSV nutzte den Ausrutscher Schinkels (1:1 gegen Wittensee) und machte die Meisterschaft mit einem 2:0-Sieg gegen die SG BSV/EMTV fix. Im Tabellenkeller hingegen lebt Borussia 93 doch noch. Mit 4:1 gewannen die abstiegsbedrohten Rendsburger das Kellerduell in Osterby und sind nur noch drei Punkte vom rettenden Ufer entfernt.

Osterbyer SV – Borussia 93 Rendsburg 1:4 (0:1)
Gerade den Osterbyern merkte man an, dass es um sehr viel in der Partie ging. Durch einen Sieg hätte der OSV einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt machen können, doch die Heimmannschaft kam nie richtig in die Partie und machte den Abstiegskampf wieder spannend. „Wir haben absolut verdient verloren. Borussia hat einfach mehr investiert und den viel größeren Willen gezeigt“, sagte OSV-Obmann Wolfgang Fleck, der kein gutes Haar an der Leistung seiner Mannschaft ließ. „Von den wichtigen Tugenden im Abstiegskampf haben wir absolut gar nichts gezeigt. Wir waren einfach viel zu brav.“

Tore: 0:1 Ibrahim Pinar (39.), 1:1 Kevin Smeink (65.), 1:2 Yetis Alaca (68.), 1:3 Emre Kaya (73.), 1:4 Ahmet Akyildiz (82.).

Büdelsdorfer TSV – SG BSV/EMTV 2:0 (0:0)
Durch den Sieg krönten die Büdelsdorfer ihre überragende Saison mit der Meisterschaft. Anfangs tat sich die Mannschaft von Trainer Adrian Königsmann noch schwer gegen die sehr tiefstehenden Barkelsbyer. Doch nach dem Wiederanpfiff erspielten sie sich mehr Chancen, gingen am Ende wieder einmal als verdienter Sieger vom Platz und konnten feiern. „Erstmal steht ein Grillfest an, und dann werden wir sehen, was noch kommt“, so Königsmann gewohnt nüchtern. „Wenn man ehrlich ist, kam das ja nicht so überraschend, dafür waren wir einfach zu überlegen.“

Tore: 1:0 Mats Henke (63.), 2:0 Max Hesse (84.)
Bes. Vork.: Niklas Knutzen (25., BTSV) verschießt FE.


TSV Waabs – Osdorfer SV 1:3 (0:2)
Aus dem Spiel heraus gelang den Osdorfern sehr wenig, und sie waren meist nur nach Standards gefährlich. Auch die beiden Tore vor der Pause fielen nach Freistößen. „OSV war heute einfach cleverer und hat seine wenigen Chancen eiskalt genutzt“, erklärte TSV-Trainer Matthias Daniel. Die Waabser versuchten gerade in der zweiten Hälfte nochmal alles, blieben aber meist an der sicheren OSV-Abwehr hängen. „Wir waren einfach zu ungefährlich“, so Daniel.

Tore: 0:1, 0:2 Tobias Vossgerau (20., 44.), 0:3 Niklas Mohr (72.), 1:3 Tobias Jung (75.).


TSV Vineta Audorf – TSV Karby 6:0 (4:0)
„Das war eine der besten Halbzeiten in dieser Saison“, schwärmte Vineta-Coach Norman Bock von dem überragenden Auftritt seiner Mannschaft. Chancen im Minutentakt erspielten sich die starken Gastgeber in der ersten Hälfte. Auch die 4:0-Führung zur Pause war hoch verdient. „Das war eher noch ein bisschen schmeichelhaft, wenn wir konsequenter sind, können wir auch 8:0 führen“, so Bock. Nach dem Seitenwechsel schalteten die Audorfer einen Gang zurück, kamen aber trotzdem zu zwei weiteren Toren.

Tore: 1:0 Philip Awe (9.), 2:0, 3:0 Tim Kluck (14., 32.), 4:0 Awe (35.), 5:0 Benjamin Schuster (60.), 6:0 Marc Rölke (90.).


1. FC Schinkel – Wittenseer SV 1:1 (0:1)
Wieder einmal scheiterte die Mannschaft von Trainer Lars Dubau an der eigenen Chancenverwertung. Gleich mehrere Hochkaräter ließen die Schinkeler ungenutzt. Der WSV hatte in der ersten Halbzeit kaum eine Möglichkeit und ging trotzdem durch ein Eigentor in Führung. Die erste richtige Chance hatten die Wittenseer erst kurz nach Wiederanpfiff, doch die Latte verhinderte die Vorentscheidung. Erst kurz vor Schluss erzielte die Heim-Elf den längst überfälligen Ausgleich. „Das zieht sich schon durch die ganze Saison und ist der Hauptgrund, dass wir wieder nicht aufsteigen“, so Dubau.

Tore: 0:1 Umut Akcan (9., ET), 1:1 Andre Sümnik (84.).
Rote Karten: Marc Sümnik (80., grobes Foul, 1. FC), Dennis Tharau (82., Notbremse, WSV).


TuS Bargstedt – SG Felde/Stampe 3:4 (2:1)
Der Start ging klar an die Heimmanschaft. Bereits nach 29 Minuten führte die Mannschaft von Trainer Frank Wolter mit 2:0. Doch in der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit dem besseren Ende für die Felder. „Es haben beide Teams sehr viele Fehler gemacht. Gerade bei uns hat nahezu kein Aufbauspiel stattgefunden. Wir haben den Ball oft nur sinnlos nach vorne gehauen“, kritisierte Wolter. Die SG kann durch den Sieg fast sicher mit dem Verbleib in der Kreisliga rechnen.

Tore: 1:0 Jan Kuckluck (6., ET), 2:0 Florian Engbrecht (29.), 2:1 Pascal Balcer (40.), 2:2 Jan Kuckluck (53.), 3:2 Lars Schrum (65.), 3:3 Balcer (75.), 3:4 Kalle Simon (80.).



TuS Jevenstedt – VfR Eckernförde 4:4 (0:1)
Dass beide Teams von Grund auf eine offensive Spielweise an den Tag legen, war schon vor dem Spiel klar, doch so ein Ergebnis hätten wohl trotzdem die wenigsten erwartet. Von Anfang an gestaltete sich die Partie sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften hatten viele Chancen, doch lediglich ein Schuss von Hannes Mittig fand vor der Pause den Weg ins Tor (27.). Nach dem Wiederanpfiff zeigten sich die Angriffsreihen treffsicherer. „Man kann nicht sagen, ob die Offensive der beiden Mannschaften so gut oder die Defensive so schlecht war. Es war wohl eine Mischung aus beidem“, vermutete TuS-Coach Michael Rohwedder. „Es war ein absolut gerechtes Unentschieden. Gerade von uns war das auch spielerisch endlich wieder ein Schritt nach vorn.“

Tore: 0:1 Hannes Mittig (27.), 1:1 Timo Klug (50.), 1:2 Jannik Kommorovski (55.), 2:2 Jonas Richter 68.), 3:2 Sebastian Henke (70.), 4:2 Richter (75.), 4:3 Kommorovski (77.), 4:4 Andre Mangold (82.).



Eckernförder SV II – SV Fleckeby 2:0 (0:0)
Gerade in der ersten Halbzeit war das Spiel über weite Strecken nicht schön anzusehen. Vor allem die Eckernförder kamen nur sehr schwer in die Partie. Erst in der zweiten Halbzeit kam mehr Schwung rein. Das lag in erster Linie an der ESV-Reserve, die nun mehr versuchte und dafür durch zwei Tore belohnt wurde. „Wir hätten das Ding viel früher klarer gestalten müssen“, sagte ESV-Trainer Töns Dohrn.

Tore: 1:0 Dimitri Milov (53.), 2:0 Leon Engelbrecht (68., FE)
Rote Karte: Toben Christensen (78., Unsportlichkeit, ESV).



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