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24. August 2017 | 03:26 Uhr

Blaue-Tor reicht zum zweiten Saisonsieg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Holstein Kiel: Kornath – Decker, Blaue, Bodendorf, Schüler – Seidel (55. Netzel), Ayyildiz, Groth, Griese (60. Zinkondo) – Vojtenko (76. Szalies), Tobinski (73. Niebergall).
FC St. Pauli: Burgemeister – Fock, Carstens, Wilckens, Rocktäschel – Schreck, Otte, Mahnke, Zehir (62. Wilms) – Knutzen (62. Gnerlich), Kovacic (55. Todt).
SR: Bahr (Ahlerstedt/Ottendorf).
Zuschauer: 55.
Tore: 1:0 Blaue (8.).

Der FC St. Pauli kam am Sonntag an die Förde, um gegen den U17-Nachwuchs Holstein Kiels anzutreten. Nach der unglücklichen Niederlage gegen die Hertha am vergangen Wochenende die nächste Gelegenheit für die Jungstörche, wichtige Punkte gegen den Abstieg zu sammeln.

Ohne viel Anlaufzeit kamen die Gastgeber gut ins Spiel und waren die aktivere Mannschaft. In der achten Spielminute ließ Rasmus Tobinski den Ball mit viel Übersicht zum Sturmkollegen Alexander Vojtenko durch. Kurz nach Eindringen in den Strafraum wurde dieser auf Kosten eines Eckballs von der Abwehr hart gestoppt. Den fälligen Standard führte Außenspieler Jonas Seidel flach aus und fand Ture Yorn Blaue am ersten Pfosten. Blaue nutzte die Gelegenheit zur frühen Führung. Mit dem Treffer im Rücken übernahm die KSV die Kontrolle über das Spiel und zeigte immer wieder gutes Umschaltverhalten. Die zunächst wütenden Angriffe der St.-Paulianer verpufften. Stattdessen sorgten die Kieler immer wieder für Gefahr im Gäste-Strafraum: Nach einem mustergültigen Konter in der 17. Minute legte Tobinski für den mitgelaufenen Seidel vor. Am Torwart bereits vorbei rollte das Leder gegen den Pfosten und sprang zurück ins Feld. Die Gäste entfalteten angesichts des bissigen Zweikampfverhaltens der KSV kaum einmal konstruktives Angriffsspiel. Gefahr gab es nur nach Standards zu vermelden. Ein Kopfball in der 24. Minute und eine Direktabnahme in der 31. flogen aber jeweils nach Eckbällen deutlich über das Kieler Gehäuse hinweg. So ging eine absolut solide erste Halbzeit der Kieler mit einer 1:0-Führung zu Ende. Der Spielstand spiegelte die Kräfteverhältnis bis dahin angemessen wider. Mit etwas mehr Glück im Abschluss hätte die KSV den Spielstand sogar klarer gestalten können. St. Pauli enttäuschte bis dahin, zeigte sich offensiv bisweilen planlos.

Auch wenn die Kiezkicker ihre Angriffsbemühungen mit Beginn des zweiten Durchgangs intensivierten, blieb das Bild in der zweiten Halbzeit weitestgehend unverändert. Die Hausherren standen in der Defensive gut und setzten selbst immer wieder gefährliche Nadelstiche. In der 47. Minute flankte Tobinski den Ball auf Kai Henrik Grieses Kopf, der aber nicht ganz hinter den Ball kam. Nach einem Konter in der 62. Minute wurde Tim Netzel kurz vor der Strafraumkante gefoult. Der Freistoß landete zwar in der Mauer, dafür brachte die anschließende Flanke Gefahr. Pauli-Keeper Tim Burgemeister ließ den Ball fallen, doch es war kein Kieler nah genug dran, um diese Unsicherheit ausnzunutzen. In den letzten zehn Minuten zogen die Gäste dann doch noch eine Art Powerplay auf, schnürten die KSV in ihrer eigenen Hälfte ein und drängten mit zunehmender Vehemenz auf den Ausgleich. In der 70. Spielminute wurde ein Schuss des eingewechselten Marius Wilms aus 16 Metern gefährlich abgefälscht und passierte das Tor nur knapp. In der 72. Minute scheiterte Sam Francis Schreck nach guter Einzelleistung an Schlussmann Finn-Niklas Kornath, der auch fünf Minuten später zur Stelle war und den Abschluss des frei vor ihm auftauchenden Sören Todt parierte. „In den letzten Minuten bin ich etwas gealtert“, charakterisierte KSV-Trainer Finn Jaensch die spannende Schlussphase, „auch weil wir den Sack nicht zugemacht haben.“ Die Gelegenheit dazu gab es auch nochmal in der 79. Minute: Abwehrmann Jark Lennart Decker steckte den Ball auf Berat Ayyildiz durch, Torwart Burgemeister hielt dessen Abschluss jedoch.

Auch ohne die Führung auszubauen gelang es den Jungstörchen den absolut verdienten Sieg zu erringen. Wirklich gefährdet war dieser nur in der Schlussphase. „Defensiv haben wir, wie auch schon in den letzten Wochen, kaum etwas zugelassen. Das ist die Basis“, kommentierte der sichtlich wohl gestimmte Jaensch den Erfolg seiner Mannschaft. „Das sind sehr wichtige Punkte, die positiv in die Zukunft blicken lassen.“

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von
erstellt am 21.Nov.2014 | 16:14 Uhr

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