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24. August 2017 | 11:20 Uhr

Bitterer Rückschlag für Gettorfer SC

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: 0:4-Heimniederlage im Kreisderby gegen den Rendsburger TSV / Schnepel mit drei Toren Mann des Tages

Nachdem sich der Gettorfer SC in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost in den vergangenen Wochen wieder etwas zu stabilisieren schien, gab es am Wochenende wieder einen Rückschlag für die Mannschaft von Trainer Tim Rogge. Der GSC unterlag – auch in dieser Höhe verdient – klar mit 0:4 (0:2) gegen den Rendsburger TSV, der mit diesem Resultat seine kleine Krise nach zwei Niederlagen in Folge damit wieder beenden konnte.

Beide Mannschaften benötigten eine etwa 15-minütige Abtastphase, um in die Partie hinein zu finden. Danach sahen die 100 Zuschauer zunächst ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Rendsburger zwar mehr Ballbesitz hatten, ohne sich dabei aber zwingende Tormöglichkeiten herausspielen zu können. Dies änderte sich erst in der 31. Minute, als sich Niklas Wolf in der eigenen Hälfte einen leichtfertigen Ballverlust leistete. Der kurz zuvor für den verletzt ausgewechselten Thies Kalina gekommene Lennart Beckmann bediente Dennis Schnepel, der dem wieder zwischen den Pfosten stehenden Robin Biss keine Abwehrchance ließ. „Dieser Treffer war nach den Ergebnissen zuletzt außerordentlich wichtig für uns“, sagt RTSV-Coach Dennis Usadel. Während bei den Gettorfern nach diesem Rückschlag die Köpfe runter gingen – und bis zur Pause auch unten blieben – traten die Rendsburger in der Folge deutlich selbstbewusster auf. Die Vorentscheidung fiel in der letzten Aktion des ersten Abschnitts. Gettorfs Klaas Weber foulte im Strafraum Schnepel, der sich selbst den Ball auf den Elfmeterpunkt legte und sicher verwandelte.

In der Pause versuchte Tim Rogge dann seine Mannschaft noch einmal aufzurichten, „leider hatte ich aber keine wirklichen Alternativen zum Nachlegen auf der Bank. Dort saßen neben unserem Co-Trainer Christian Schössler nur noch angeschlagene Spieler.“ Die Gettorfer drängten nach Wiederanpfiff dennoch auf den Anschlusstreffer. DieChancen dafür waren auch vorhanden. Einen Freistoß von Erik Empen lenkte RTSV-Schlussmann Sven Schmedemann gerade noch so auf die Oberkante der Latte (49.), Tobias Gravert spielte den Ball perfekt in den Lauf von Boy Bröckler, der aber aus günstiger Position deutlich verzog (61. – Rogge: „Den macht er sonst im Schlaf!“), und Empen passte in die Mitte, wo Felix Riemann im Fünf-Meter-Raum knapp am Ball vorbei grätschte. Wenig später fiel auf der Gegenseite das 0:3. Wiederum war es Niklas Wolf, der nicht energisch genug gegen den dribbelstarken Mahmud Inci eingriff, dieser dann Schnepel bediente, der keine Mühe hatte, seinen dritten Treffer an diesem Tag zu erzielen. „Ab da war das Spiel entschieden“, waren sich Rogge und Usadel einig. Für den Schlusspunkt sorgte in der 88. Minute schließlich Arend Müller, der im Fünf-Meter-Raum Biss keine Chance ließ. „Dieser letzte Treffer der Rendsburger war eigentlich der einzige, der nicht durch einen Fehler von uns begünstigt wurde“, bilanziert Rogge. „Von daher geht das Ergebnis natürlich auch in Ordnung, weil wir viel mehr Fehler gemacht haben als die Rendsburger. Bis zum 0:1 haben wir es noch gut gemacht, doch vom ersten Gegentor haben wir uns zu lange runterziehen lassen. Bitter war, dass wir kurz vor dem 0:3 durch Boy Bröckler die Riesenchance zum 1:2 vergeben haben. Wir haben aber eben die entscheidenden Dinger nicht gemacht und deshalb auch verdient verloren.“

Rendsburgs Coach Dennis Usadel war sichtlich erleichtert. „Diesen Sieg haben wir dringend gebraucht. Endlich sind wir auch einmal in Führung gegangen. Es war mir aber erst nach dem 3:0 klar, dass wir das Spiel gewinnen werden.“


Gettorfer SC: Biss – Weber, J.O. Gravert, L. Gravert, N. Wolf – Riemann, E. Empen, T. Gravert, Mues, Bröckler – Y. Wolf.

Rendsburger TSV: Schmedemann – Herzig, A. Müller, Stols, M. Müller – De Oliveira, Kalina (24. Beckmann), Inci, Aichaoui – Witt (78. Buthmann), Schnepel (65. Schöning).

SR: Bollmann (1. FC Schinkel).

Zuschauer: 100.

Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Schnepel (31., 45.; FE, 63.), 0:4 Müller (88.).

 

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erstellt am 12.Okt.2015 | 06:00 Uhr

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