Biogasanlage als Versorger für Pommerby ?

Interesse an Nahwärme / Kostenfrage noch unklar

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17. Dezember 2011, 08:05 Uhr

POMMERBY | Die Einwohner der Ostangelner Küstengemeinde Pommerby zeigen durchaus Interesse an einer Nahwärmeversorgung aus der bestehenden Biogasanlage Niedamm. Um das Projekt zu realisieren, bedarf es einer baulichen Erweiterung der Anlage. Noch wichtiger erscheint die Frage, wie die Finanzierung des Versorgungsnetzes von Niedamm bis zu den Wohnhäusern geregelt werden kann. Da muss in naher Zukunft noch viel hin- und hergerechnet werden, um zu erkennen, ob das Ganze für die potenziellen Anschlussnehmer lukrativ genug wird.

Anlässlich der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung strich Bürgermeister Lorenz Jacobsen allerdings die vorgesehene Bearbeitung der öffentlichen Stellungnahmen zum Niedammer Bebauungsplan aus der Tagesordnung. Hauptgrund: Die Landesplanung hatte der Kommune über die Amtsverwaltung Geltinger Bucht erst auf den letzten Drücker ihre schriftliche Beurteilung des Vorhabens übersandt, sodass die notwendige Zeit für die kommunale Einsichtnahme fehlte. Der Tagesordnungspunkt musste auf die nächste Sitzung verschoben werden. Grundsätzlich habe die Genehmigungsbehörde gegen die Bauleitplanung mit der Nahwärmeversorgung nichts einzuwenden, deuteten die Mandatsträger an.

Jacobsen erinnerte in seinem Verwaltungsbericht an die Überschwemmungen Anfang September, die nicht nur in Gelting dramatische Formen annahmen. Unmengen an Oberflächenwasser seien in etliche Pommerbyer Häuser eingedrungen und hätten erhebliche Schäden verursacht. Die Geschädigten hätten Angst, dass sich eine solche Situation wiederholt.

Einmütig verabschiedete der Gemeinderat den Etat 2012. Die Hebesätze für die Realsteuern mit 260, 260 und 310 Prozent bleiben konstant. In seinen Erläuterungen stellte Amtskämmerer Hauke Scharf dar, dass die Kommune nicht umhin komme, 10 600 Euro aus der Rücklage zu entnehmen, um den Verwaltungshaushalt auszugleichen. Knapp 188 000 Euro werden benötigt, um alle unvermeidlichen Ausgaben zu bestreiten. Leicht angestiegen seien unter anderem die Kosten für Schulen und Kindergärten, hingegen rückläufig die Schlüsselzuweisungen aus Kiel. Schmalhans ist Küchenmeister: Investitionen sind im kommenden Haushaltsjahr nicht vorgesehen. So stehen im Vermögensteil nur 13 600 Euro in Einnahmen und Ausgaben zu Buche.

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