Bildungsmonitor 2011 : Bildungsmonitor: Die Einzelheiten

Auf den einzelnen bildungspolitischen Handlungsfeldern des Bildungsmonitors 2011 schließt Schleswig-Holstein so ab:

Avatar_shz von
16. August 2011, 11:11 Uhr

Zeiteffizienz (BM 2011: 3. Platz):
Nur wenige Kinder wurden im Jahr 2009 verspätet eingeschult. Mit einer Quote von 1,5 Prozent erreichte Schleswig-Holstein den zweitbesten Wert in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 6,7 Prozent). Auch die Wiederholerquoten waren im Jahr 2009 in Schleswig-Holstein geringer als in den meisten anderen Bundesländern. Bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses ist das Land relativ weit vorangekommen. So begannen 74 Prozent der Studienanfänger in Schleswig-Holstein einen der neuen Bachelorstudiengänge. Im Bundesdurchschnitt belief sich dieser Anteil auf 72 Prozent.
Integration (BM 2011: 4. Platz):
Bei der Überprüfung der Bildungsstandards im Jahr 2009 zeigte sich, dass der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft der Neuntklässler in Schleswig-Holstein und ihren Bildungsleistungen weniger eng war als in vielen anderen Bundesländern. Die Schulabbrecherquote unter ausländischen Jugendlichen lag mit 12,7 Prozent leicht besser als der Bundesdurchschnitt von 13,8 Prozent.
Förderinfrastruktur (BM 2011: 13. Platz):
Eine Ganztagsbetreuung stand im Jahr 2010 für 16,0 Prozent der drei- bis sechsjährigen Kinder zur Verfügung (Bundesdurchschnitt: 32,1 Prozent). Dies war der drittniedrigste Wert in Deutschland. Auch bei den unter 3-jährigen Kindern war das Betreuungsangebot sehr gering. Das Angebot an Ganztagsschulen war weiterhin unterdurchschnittlich, auch wenn in den letzten Jahren das Angebot insbesondere an Grundschulen stark ausgebaut wurde (19,8 Prozent in 2009; 12,0 Prozent in 2008; Bundesdurchschnitt 2009: 21,5 Prozent).
Betreuungsbedingungen (BM 2011: 15 Platz):
Die Betreuungsrelationen in Schule und Hochschule sind in Schleswig-Holstein sehr ungünstig. Insbesondere die Wochenunterrichtsstunden je Klasse sind sehr niedrig. So waren die Wochenunterrichtsstunden im Jahr 2009 am Gymnasium mit 31,8 bundesweit am niedrigsten (Durchschnitt: 35,8 Stunden). An anderen Bildungsstufen wurden durchschnittliche bis unterdurchschnittliche Werte erreicht.
Akademisierung (BM 2011: 16. Platz):
Die Studienberechtigtenquote an den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen lag in Schleswig-Holstein unter dem Bundesdurchschnitt. Dennoch verließen Schleswig-Holstein im Jahr 2009 mehr Studienanfänger als von anderen Ländern zuwanderten. Daher war der Anteil der Studienabsolventen an der akademischen Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter im Jahr 2009 der geringste in ganz Deutschland. Die Akademikerersatzquote betrug 2,8 Prozent (Bundesdurchschnitt: 4,2 Prozent).
Internationalisierung (BM 2011: 16. Platz):
Nur wenige Bildungsausländer studierten im Jahr 2009 in Schleswig-Holstein. Der Anteil an allen Studierenden war mit 5,6 Prozent der zweitniedrigste nach Mecklenburg-Vorpommern (Bundesdurchschnitt: 8,8 Prozent). Außerdem bestand nur die geringste Zahl an internationalen Kooperationen je Hochschule (SH: 29,3; Durchschnitt: 58,4 Kooperationen je Hochschule). Der Anteil der Gastwissenschaftler am wissenschaftlichen Personal war ebenso der geringste aller Bundesländer.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen