Beim TuS Jevenstedt ist die Luft raus

Skeptischer Blick: Jevenstedts Trainer Michael Rohwedder.
Skeptischer Blick: Jevenstedts Trainer Michael Rohwedder.

Fußball-Kreisliga: Trainer Michael Rohwedder hat im Saisonendspurt mit vielen Problemen zu kämpfen

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06. Mai 2015, 16:57 Uhr

Nur ein Punkt aus den letzten drei Spielen – beim TuS Jevenstedt scheint die Luft im Saisonendspurt der Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde raus zu sein. Vom Gefühl der Ernüchterung oder gar Enttäuschung sind sie an der Jevenau allerdings weit entfernt. „Insgesamt können wir zufrieden sein“, sagt Trainer Michael Rohwedder.

Der Abstand des Tabellenvierten zum designierten Meister Büdelsdorfer TSV ist beträchtlich. Satte 21 Zähler mehr hat Rohwedders Ex-Club auf dem Konto als seine aktuelle Mannschaft. „Büdelsdorf ist der stärkste Aufsteiger der letzten Jahre. Wir stehen im Moment da, wo wir auch hingehören “, sagt Rohwedder. Er selbst hatte ein schwieriges Jahr prognostiziert, weil er den personellen Aderlass im Offensivbereich als nur schwer kompensierbar einschätzte. Zwar ist mit Sebastian Hehnke aus einem Abgang inzwischen ein Rückkehrer geworden, aber ein Angriff auf das Spitzenduo Büdelsdorf/Schinkel war in diesem Jahr einfach nicht möglich. Was fehlte, war die Konstanz. Die Fieberkurve des TuS gleicht bisweilen dem EKG eines Herzpatienten. „Wenn man, wie wir, ständig auf sechs bis acht Spieler verzichten muss, kann keine Konstanz aufkommen“, so Rohwedder. Dabei ist die Qualität im Kader unbestritten vorhanden, immerhin ist der TuS bisher die einzige Mannschaft, die dem BTSV eine Niederlage zufügen konnte (1:0).

Neben den Abgängen und den zahlreichen Verletzungen, die seine Mannschaft zu verkraften hatte – man denke nur an die schwere Verletzung von Abwehrspieler Andre Paulsen im ersten Saisonspiel oder an Thore Neben, der die gesamte Rückrunde ausfällt – sind die wechselhaften Leistungen aber auch hausgemacht. Schon in der Winterpause hatte Rohwedder angesichts der Situation seines Teams angekündigt, verstärkt Spieler für die Reserve abzustellen. Die zweite Mannschaft des TuS kämpft in der Kreisklasse gegen den Abstieg. Und so kam zuletzt kaum ein Ligaspieler nicht in der Kreisklasse zum Einsatz. Ob der Plan, den Unterbau durch diese Abstellungen vor dem Abstieg zu bewahren aufgeht, wird sich möglicherweise am Sonntag zeigen, wenn es in der A-Klasse zu einem vermeintlichen Endspiel im Tabellenkeller kommt. Dann erwartet die Jevenstedter Zweitvertretung den TSV GH Lütjenwestedt. Realistisch gesehen, wird es einen dieser beiden Clubs noch erwischen. Und weil die Gäste drei Punkte besser dastehen, hilft dem TuS nur ein Sieg, um die Chance auf den Liga-Verbleib zu wahren. „Ich werde wieder vier, fünf Spieler abstellen“, erklärt Rohwedder. Das Spiel seines Kreisliga-Teams gegen den VfR Eckernförde rückt in den Hintergrund, obwohl der Coach nach der „1:5-Blamage von Waabs“ (O-Ton Rohwedder) auch von seiner Mannschaft eine Reaktion erwartet. Immerhin sind es nur drei Punkte bis Platz drei – und auf dem rangiert derzeit der TuS Bargstedt. Wenn man den Lokalrivalen in der Endabrechnung noch hinter sich lassen könnte, würden die Jevenstedter mit einem positiven Gefühl in die Sommerpause gehen.

In den verbleibenden Partien des 28. Spieltags sind noch zwei Fragen von Belang. Kann der Büdelsdorfer TSV am Sonnabend die Meisterschaft perfekt machen? Der Heimsieg des BTSV gegen die SG BSV/EMTV steht außer Zweifel. Schützenhilfe bedarf es dabei vom Wittenseer SV, der in Schinkel nicht verlieren darf, um im Eiderstadion für Jubelgesänge und Bierduschen zu sorgen. Und dann wäre da noch das letzte Fünkchen Hoffnung von Borussia 93 Rendsburg, das in Osterby gewinnen muss. Ansonsten könnte der Abstieg besiegelt sein. Der TuS Bargstedt empfängt zudem die SG Felde/Stampe und Vineta Audorf kann bei einem Sieg gegen Karby noch auf Platz drei schielen.

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