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24. September 2017 | 03:21 Uhr

Bauchgefühl wichtiger als Euro

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fußball: Interview mit GSC-Neuzugang Tim Marten Wick

shz.de von
erstellt am 16.Jun.2015 | 12:51 Uhr

Wie gestern berichtet, hat sich Fußball-Verbandsligist Gettorfer SC für die neue Saison mit Abwehrspieler Tim Marten Wick (22) von Regionalliga-Aufsteiger TSV Schilksee verstärken können. Was waren die Gründe für den Wechsel? EZ-Redakteur Torsten Peters hat beim Abwehrspieler nachgefragt.

Hallo Herr Wick! Wie kommt es dazu, dass ein Stammspieler des souveränen SH-Liga-Meisters in der nächsten Saison nicht eine Liga höher, sondern eine Liga tiefer auflaufen wird?

Ich bin Rettungs-Assistent und möchte demnächst ein Medizin-Studium beginnen. Das ist mit dem Aufwand bei einem Regionalligisten nicht mehr zu vereinbaren. Da die zweite Mannschaft in Schilksee nur Kreisliga spielt, ich aber weiterhin ambitioniert spielen möchte, hatte ich einige Gespräche mit verschiedenen SH-Ligisten und eben auch mit dem Gettorfer SC.

Und was hat am Ende den Ausschlag für den GSC gegeben?

In erster Linie war es eine Entscheidung pro Tim Rogge (GSC–Trainer; die Redaktion). Ich kenne ihn noch aus seiner Schilkseer Zeit und schätze ihn sowohl als Mensch wie auch als Trainer. Mir hat das Gettorfer Konzept, auch mit der neuen Anlage, sofort zugesagt. Außerdem habe ich mich auch mit Torben Dahsel (GSC-Stürmer; die Redaktion) in Schilksee immer sehr gut verstanden. Mit Yannick Wolf habe ich zudem bereits in der Jugend bei Holstein Kiel zusammen gespielt.

Was wissen Sie denn über ihre neue Mannschaft?

Es ist ein junges Team mit viel Potenzial. Und mich überzeugt, wie bereits gesagt, die Art und Weise wie Tim Rogge Fußball spielen lässt.

Es heißt, Sie verzichten bei Ihrem Engagement sogar auf jegliche finanzielle Entschädigung. Warum?

Geld ist nicht alles. Ich bin dabei in der glücklichen Lage, nicht auf jeden Euro angewiesen zu sein. Mein Bauchgefühl war mir wichtiger als ein paar Euro bei einem SH-Ligisten zu bekommen.

Sie sagten zu Beginn, dass Sie ein Medizinstudium beginnen möchten. Haben Sie denn schon einen festen Platz?

Nein. Diese Planungsunsicherheit war auch ein Grund, warum ich nach Gettorf wechseln werde, denn Tim Rogge hat mir diesbezüglich jegliche Freiheiten gegeben. Das fand ich große Klasse. Am liebsten möchte ich in Kiel studieren. Eine andere Alternative wäre Greifswald. Da müsste ich dann aber natürlich ab Oktober fußballerische Abstriche machen. Vielleicht könnte ich aber nach einem halben Jahr wieder nach Kiel wechseln. Das ist noch alles offen – selbst ob ich überhaupt einen Platz bekommen werde.

Und Das sagt der Trainer

GSC-Coach Tim Rogge unterrichtete die EZ am Sonntag vom Neuzugang. Wie schätzt er seinen neuen Spieler ein?

„Ich kenne Tim Marten noch gut aus meiner Zeit als Co-Trainer in Schilksee. Da haben wir einen außergewöhnlich guten Spieler dazu bekommen. Er kann sowohl als Innen- wie auch als Außenverteidiger agieren. Wenn wir ein solches Kaliber in den Reihen haben, werde ich ihn primär in der Innenverteidigung einsetzen. Er wird unserer ohnehin schon guten Hintermannschaft zusätzliche Stabilität geben. Torben Dahsel hat mir den Tipp gegeben. Wir hatten danach ein sehr gutes Gespräch. Neben seiner spielerischen Klasse bringt Tim Marten auch als Mensch sehr viel mit. Er ist ein sehr angenehmer Charakter, bei dem ich keine Bedenken habe, dass er sich in unsere gute Gemeinschaft integrieren und diese weiter beleben wird.“ 

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