Babys geschlagen und missbraucht - fünfeinhalb Jahre Haft

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01. Oktober 2011, 11:14 Uhr

Hamburg | Wegen schweren sexuellen Missbrauchs und der Misshandlung von Kleinkindern hat das Hamburger Landgericht gestern einen 56-jährigen Mann zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Er hatte zuvor bereits eingeräumt, zwischen 2008 und 2009 vor laufender Kamera einen einjährigen Jungen gequält und sexuell missbraucht zu haben. Unter anderem schlug und trat er auf den kleinen Jungen ein und würgte ihn so lange, bis das Gesicht rot anlief. Zudem ohrfeigte er das Kleinkind mehrfach, danach machte er Aufnahmen von dem Jungen. Seit elf Jahren waren der Angeklagte und die Mutter des Babys befreundet, arglos übergab sie den Jungen immer wieder in die Obhut des 56-Jährigen.

Auch die Eltern seines zweiten Opfers, eines sechs Monate alten Mädchens, kannte der Angeklagte bereits vorher. Er verging sich im Jahr 2010 an dem Säugling, während er auf das kleine Mädchen aufpassen sollte. "Der Fall ist jedem von uns nahegegangen", sagte der Richter gestern. Der 56-Jährige weinte während der Urteilsverkündung. Ein Gutachter attestierte bei ihm Pädophilie mit sadistischen Neigungen. Eine Sicherungsverwahrung sah das Gericht - anders als die Staatsanwaltschaft - jedoch als "unverhältnismäßig" an.

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