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20. Oktober 2017 | 19:07 Uhr

Aus der Winterpause in die heiße Phase

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Am Sonnabend nimmt die Fußball-Kreisliga mit dem ersten kompletten Spieltag den Betrieb wieder auf / Die große Vorschau: Wer darf hoffen? Wer muss zittern?

Mit großen Fragezeichen gehen die Trainer der Fußball-Kreisligisten in den ersten kompletten Spieltag des neuen Jahres. Nach dem Regen der vergangenen Tage sind die Plätze sehr weich. Laut Aussage des Spielausschussvorsitzenden Olaf Jacobi „wird es zu hundert Prozent keine generelle Spielabsage im Kreis geben“. Das bedeutet, dass jeder Heimverein selbst entscheidet, ob die Partie angepfiffen werden kann. Der TSV Karby hat bereits eine Entscheidung getroffen und sein Heimspiel gegen Tabellenführer Büdelsdorfer TSV abgesagt.

Wie haben die Teams aus dem Rendsburger Umland die Winterpause überstanden? Die Landeszeitung hat sich bei den Trainern erkundigt und wagt eine Prognose für den weiteren Saisonverlauf.

Büdelsdorfer TSV

Die Fakten: Der Spitzenreiter verfügt über den besten Angriff der Liga (73 Tore) und stellt die beste Defensive (11 Gegentreffer). In den verbleibenden Spielen aber warten noch Duelle mit allen Teams aus den Top sieben.

Die Vorbereitung: Trainer Adrian Königsmann spricht von einem „normalen Trainingsbetrieb“ über den Winter, dem Kunstrasenplatz im Eiderstadion sei Dank. Zwar konnte sein Team nur zwei Testspiele bestreiten, setzte aber mit einem 6:2-Sieg über das Verbandsliga-Spitzenteam Inter Türkspor Kiel ein Ausrufezeichen.

Die Trainermeinung: „Es kann in den elf Spielen noch viel passieren“, sagt Adrian Königsmann. „Wir müssen jede Woche im Training vernünftig arbeiten und jeden Gegner Ernst nehmen.“ Von einem Zweikampf um den Titel will er noch nicht reden: „Ich sehe doch Mannschaften, die dort oben noch eingreifen können.“ Dennoch hat sein Team die beste Ausgangsposition. „Wir freuen uns auf die Restrunde und sind heiß auf den Titel.“

Die LZ-Prognose: Der BTSV ist der Anwärter Nummer eins auf Meisterschaft und Aufstieg und wird am Ende auch ganz oben stehen.

TuS Bargstedt

Die Fakten: Der TuS ist am vergangenen Sonntag bereits wieder in den Ligabetrieb eingestiegen. Das 1:1 gegen Waabs war allerdings ein holpriger Auftakt. Das Plus im Titelrennen ist, dass die Bargstedter sicherlich den geringsten Druck aller Spitzenteams verspüren.

Die Vorbereitung: Trainer Frank Wolter ist eigentlich ganz zufrieden, immerhin konnte seine Mannschaft vier Testspiele bestreiten (zwei Siege, ein Unentschieden, eine Niederlage). Schwer wiegt allerdings der Ausfall von Mathias Joers, für den die Saison nach einer schweren Knöchelverletzung gelaufen ist. „Er ist unser zweikampfstärkster Spieler“, sagt Wolter über seinen Sechser.

Die Trainermeinung: „Nach ganz oben schauen wir nicht“, sagt Wolter. Dazu seien Schinkel und Büdelsdorf zu stark. „Wir wollen Platz drei verteidigen.“

Die LZ-Prognose: Der TuS wird bis zum Ende ein hartnäckiger Konkurrent für Büdelsdorf und Schinkel sein. Der große Coup bleibt der Mannschaft in dieser Saison versagt.
























TuS Jevenstedt

Die Fakten: Beim TuS wechseln sich Top-Leistungen mit schwachen Vorstellungen zu oft ab. Zudem sind 33 Gegentreffer die meisten unter den Spitzenmannschaften.

Die Vorbereitung: „Die hätte besser sein können“, sagt Trainer Michael Rohwedder. Immerhin ein Testspiel konnte der TuS machen (2:1-Sieg über den Gettorfer SC). Besonders bitter ist der Ausfall von Thore Neben, der sich mit einer Knochenhautentzündung am Schambein herumschlägt.

Die Trainermeinung: „Ob wir nun Dritter, Vierter oder Fünfter werden, ist egal“, sagt Rohwedder. „Mal sehen, ob wir die eine oder andere Mannschaft noch ärgern können.“ Der Trainer wird, möglicherweise auch frühzeitig, Spieler für die Reserve abstellen, die in der Kreisklasse um den Klassenerhalt kämpft.

Die LZ-Prognose: Einmal mehr wird es für den TuS am Ende nicht für die Meisterschaft und den Sprung in die Verbandsliga reichen.

TSV Vineta Audorf

Die Fakten: Ein schwache Endphase im Jahr 2014 mit nur vier Punkten aus fünf Spielen hat alle Titelträume zunichte gemacht. In den restlichen Spielen muss Vineta seine großen Personalprobleme kompensieren.

Die Vorbereitung: Die lief nicht vollkommen optimal. „Ich bin von meiner Mannschaft eigentlich eine bessere Trainingsbeteiligung gewohnt“, sagt Coach Norman Bock. Der einzige Test gegen den Verbandsligisten Kaltenkirchen ging mit 2:4 verloren.

Die Trainermeinung: „Wir sind trotz der Ausfälle immer noch stark genug, um unseren aktuellen Tabellenplatz zu verteidigen. Zumindest die Gegner, die wir in der Hinrunde besiegt haben, wollen wir auch in der Rückrunde schlagen“, so Bock.

Die LZ-Prognose: Jenseits von Gut und Böse hat die Vineta überwintert. Und genau dort wird sie sich auch am Saisonende wiederfinden.



SG Felde/Stampe

Die Fakten: Der Neustart ist für die SG ganz wichtig. In den drei ersten Duellen des neuen Jahres kann sie gegen unmittelbare Konkurrenten (VfR Eckernförde, Borussia 93, Wittensee) die Weichen auf Klassenerhalt stellen.

Die Vorbereitung: Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten konnten die Felder bis auf wenige Ausnahmen regelmäßig trainieren. „Das habe ich schon schlimmer erlebt“, sagt Trainer Sven Heinrichsen. Nicht nach seinem Geschmack waren allerdings die Ergebnisse in den beiden Testspielen. Gegen den Verbandsligisten Osterrönfelder TSV gab es ein 1:9, gegen den Kieler Kreisligisten TSV Flintbek ein 1:7. Heinrichsen: „Ich hoffe, dass wir diese Negativerlebnisse nicht mit in die Punktspielrunde nehmen.“

Die Trainermeinung: Mit 22 Punkten nach 19 Spielen hat die SG nach Ansicht von Heinrichsen schon mehr erreicht, als er vor Saisonbeginn selbst erwartet hatte. „Nun müssen wir noch den zweiten Schritt machen. Aber die Mannschaft hat die Qualität, die Klasse zu halten, auch wenn es schwer wird. Bis zum Schluss geht es für uns ums Überleben.“

Die LZ-Prognose: Die SG machte im alten Jahr den stabilsten Eindruck der Abstiegskandidaten. Das Ziel Klassenerhalt wird sie erreichen.


Wittenseer SV

Die Fakten: Das Faustpfand des Aufsteigers war bisher die Heimstärke. 14 seiner insgesamt 16 Zähler holte der WSV auf eigenem Platz.

Die Vorbereitung: „Wir sind alle zu Straßenläufern geworden“, sagt Trainer Peter Thede mit einem Anflug von Galgenhumor, denn aufgrund der widrigen Witterungsbedingungen war an Technik- oder Taktiktraining beim Aufsteiger in den vergangenen Wochen kaum zu denken. „Wir konnten nur sehr selten auf den Platz und sämtliche Testspiele sind ausgefallen“, klagt der WSV-Coach. „Aber immerhin sind alle körperlich fit“, so Thede weiter.

Die Trainermeinung: Trotz der mehr als durchwachsenen Vorbereitung ist Peter Thede vom Klassenerhalt „einhundertprozentig“ überzeugt. „Es wird zwar bis zum Schluss ein Hauen und Stechen um die Nichtabstiegsplätze geben, aber wir werden am Saisonende über dem Strich stehen. Ich bin sogar so mutig zu behaupten, dass wir Elfter werden.“

Die LZ-Prognose: Es ist eng, und das bleibt es auch bis zum Saisonende. Aber es wird knapp für den WSV reichen.

Borussia 93 Rendsburg

Die Fakten: Die Horrorbilanz von null Punkten aus fünf Partien ließ die Borussia vor dem Jahreswechsel auf einen Abstiegsplatz abstürzen.

Die Vorbereitung: Die Vorbereitung bei den Borussen hätte besser kaum sein können. „Wir hatten eine durchschnittliche Trainingsbeteiligung von 16 bis 19 Mann und wir konnten immer auf den Platz, so dass wir intensiv gearbeitet haben und bestens gerüstet in die Frühjahrsserie gehen. Die Jungs sind heiß und freuen sich, dass es wieder los geht“, berichtet Dirk Fischoeder. Einzig bei den Testspielen lief es nicht ganz nach Wunsch des Trainers. Fischoeder: „Leider hatte ich bei den Spielen nie meine Wunsch-Elf zusammen, so dass die sich nicht einspielen konnte.“

Die Trainermeinung: „Viel hängt von dem Start nach der Winterpause ab. In
den ersten vier Spielen treffen wir auf direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Da kann man








































viel Boden gut machen – oder eben auch viel Boden verlieren“, sagt Fischoeder. „Natürlich ist der Druck enorm. Aber wir nehmen das an, und ich bin davon überzeugt, dass wir die Klasse halten.“

Die LZ-Prognose: Das heimschwächste Team der Liga muss schnellstens anfangen zu punkten, sonst geht es in die Kreisklasse.

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