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18. Dezember 2017 | 18:25 Uhr

Aufregende Schlussphase

vom
Aus der Redaktion des Ostholsteiner Anzeigers

Eutin 08 muss sich in der Schleswig-Holstein-Liga gegen den Heider SV mit einem 1:1 begnügen

shz.de von
erstellt am 08.Mär.2015 | 14:01 Uhr

Es sah fast so aus, als hätten sich beide Mannschaften ihre Angriffslust für die letzten zehn Minuten aufbewahrt. Nach dem Ausgleichstor von Tobias Hass suchten beide Teams die Entscheidung, erspielten sich Chancen im Minutentakt. Letztlich blieb es in der Schleswig-Holstein-Liga vor 260 Zuschauern zwischen Eutin 08 und dem Heider SV beim 1:1(1:0)-Unentschieden und einer Punkteteilung, die den Gästen im Abstiegskampf mehr nützt als den ambitionierten Eutinern, die in der zweiten Halbzeit deutlich weniger Zug zum Tor zeigten.

Der Heider SV war mit dem Rückenwind eines 2:0-Sieges gegen den FC Angeln 02 angereist und legte entsprechend selbstbewusst los. Der erste Angriff endete mit einem Eckball, der folgende Kopfball verfehlte das Eutiner Tor nur knapp (1.). Die Gastgeber hielten dagegen, Sönke Meyer setzte einen Kopfball über das Heider Tor (3.), kurz darauf verfehlten Christian Rave und erneut Meyer per Kopf das Ziel (5.).

Der Heider SV stellte die Räume schon im Mittelfeld geschickt zu, verwickelte die Eutiner immer wieder in Zweikämpfe. Die beiden schnellen Spitzen Alex Hardock und Tobias Hass forderten die ganze Aufmerksamkeit der Eutiner Abwehr. „Wir haben den Eutinern gut Paroli geboten“, meinte der Heider Trainer Sönke Beidroth.

Die klareren Offensivaktionen hatten die Gastgeber, die immer wieder über die Flügel mit Felix Ahlers und Sebastian Witt Druck ausübten. Torgefährlich wurden sie aber nur nach Standardsituationen. So fiel auch das 1:0, das Yannick Bremser aus dem Gewühl heraus erzielte (31.). Die Eutiner setzten nach. Doch Sebastian Witt schoss aus zwölf Metern über das Tor, nachdem Kevin Hübner in die Mitte gepasst und Bremser den Ball mit viel Übersicht durchgelassen hatte (35.). Große Aufregung gab es kurz vor dem Halbzeitpfiff: Fabian Oeser fing einen hohen Ball aus der Luft, ließ ihn fallen und erwischte ihn wieder. Die Heider meinten hinter der Linie, Eutiner Zuschauer waren der Meinung, der Ball sei vor der Linie gewesen (44.), der Schiedsrichter ließ weiterspielen.

„Wir haben im Zentrum nicht entschlossen genug agiert, keiner wollte den Ball haben“, analysierte der Eutiner Trainer Mecki Brunner das Spiel. Er lobte aber auch den Heider SV: „Der Gegner hat das sehr geschickt gemacht.“

Mit zunehmender Spieldauer plätscherte die Partie nach der Pause dahin. Die Eutiner waren bedacht, die knappe Führung zu behaupten, die Heider lauerten auf Konterchancen – mit Erfolg. In der 80. Minuten setzte sich Hass am Eutiner Fünf-Meter-Raum durch und traf zum 1:1. Es folgte eine aufregende Schlussphase mit hohem Tempo und Strafraumszenen hüben wie drüben. Die größte Möglichkeit für die Gastgeber hatte Kevin Hübner, als der Heider Torwart Robin Carstens einen Schuss von Florian Schumacher nur zur Seite abwehren konnte, Hübner kam zwar an den Ball, schob ihn aber haarscharf am linken Pfosten vorbei (87.), der eingewechselte Julian Brauer scheiterte aus zehn Metern an Carstens, Halo Ali kam am Fünf-Meter-Raum einen Schritt zu spät (88.), Christian Raves Schussversuch blieb in der HSV-Abwehr hängen (89.). Auf der anderen Seite wurde David Wedel von der Eutiner Abwehr im allerletzten Moment geblockt (86.).

„Wir haben regelrecht um den Ausgleich gebettelt“, machte Mecki Brunner seinem Ärger Luft. Sönke Beidroth nahm das Unentschieden gerne mit: „Es ist klasse, bei so einem starken Gegner einen Punkt zu holen.“

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