Aktivbus: Waldorfschule

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21. Januar 2013, 09:17 Uhr

Zweiwöchiges Projekt der Klasse 12b / Drei Architekten und „Piratenchef“ Dirk Dillmann waren beteiligt

Flensburg

Es gehört zum Konzept der Sportpiraten, dass Kinder und Jugendliche sich an der Entwicklung des BMX- und Skater-Parks beteiligen. Nun durften die Schüler der 12b der Freien Waldorfschule ihre Ideen für die bevorstehende Umgestaltung des Geländes präsentieren. In Zusammenarbeit mit dem Sport- und Erlebnispädagogen Dirk Dillmann von den Sportpiraten und den drei Architekten Horst Müller, Markus Pahl und Martin Keßler sind dabei acht Modelle entstanden, die die Schüler jetzt vorstellten. Dabei haben sie die bereits vorhandenen Ideen der Sportpiraten verwendet, aber während der zweiwöchigen Projektarbeit mit dem Kunstlehrer Micheal Bennett auch eigene Vorschläge entwickelt.
Dillmann zeigte sich positiv überrascht und erfreut, „dass unsere Ansätze sich wiederfinden“. Auch die neuen Ideen, wie Bauwagen und Bahnwaggons als Café- und Aufenthaltsräume in die bereits bestehende Halle zu integrieren, beeindruckten ihn. Die Schüler haben sich alle dafür ausgesprochen, dass das Hallengebäude so erhalten bleiben sollte, wie es ist. Um trotzdem möglichst viele Freizeitangebote integrieren zu können, haben sie sich verschiedene Lösungen überlegt, wie herabfahrende oder verschiebbare Wände sowie mobile Büro-Container aus Glas in verschiedenen Größen. So könnte die Fläche des Gebäudes als Veranstaltungszentrum, Café und für Start-up-Büros sowie für Floh- oder Kunsthandwerkermärkte genutzt werden.
Pahl bescheinigt den Schüler ein „großes Niveau an Gestaltungsplanung“. Und auch Müller zeigt sich erfreut, dass die Vorschläge „so gut in die Realität passen.“ Für die Außenfläche haben die Schüler viele Sportplätze vorgesehen und auch den Parcours-Park, den die Sportpiraten schon länger ins Auge gefasst haben, integriert. Außerdem enthielten die Modelle Klettertürme und Wände, die Street-Art-Künstlern zur Verfügung stehen sollen.
Die Schüler fänden es außerdem sinnvoll, wenn es auf dem Gelände ein Hostel, eine Jugendherberge und Gastronomie geben würde. Diese könnten zum Teil in bereits bestehenden Gebäuden untergebracht werden. Bei den meisten Modellen spielte der Blick auf die Förde sowie die Anbindung an den Galwik-Park eine große Rolle. Aber auch auf dem Gelände selbst enthalten die Modelle viele Grünflächen.
Das Gelände des BMX- und Skate-Parks soll erweitert werden, um Raum zu schaffen, verschiedene Kulturen zusammen zu bringen. Gerade Menschen mit Migrationshintergrund sollen hier auch eine Anlaufstelle finden. Die Erkenntnis der Schüler, dass es möglich ist, „durch Teamarbeit Veränderungen zu bewirken“, war das Ziel des Kunstlehrers Michael Bennett. Er bietet seinen Schülern seit vielen Jahren regelmäßig die Möglichkeit an, sich an ähnlichen Projekten zu beteiligen.
Ulla Haefke
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