Acht Mannschaften hoffen noch auf den Titel

Während Brekendorfs Henrik Staack (li.) mit seinem TSV gegen den Abstieg kämpft, kann Sven Mulawa und sein SV Felm noch auf den Aufstieg in die Kreisliga hoffen.
Während Brekendorfs Henrik Staack (li.) mit seinem TSV gegen den Abstieg kämpft, kann Sven Mulawa und sein SV Felm noch auf den Aufstieg in die Kreisliga hoffen.

Hinrundenbilanz der Fußball-Kreisklasse A: Brekendorf kann nur noch ein Wunder vor dem Abstieg retten – Eckernförde IF stellt bisher die beste Abwehr der Liga

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06. Januar 2015, 12:53 Uhr

In den Amateurklassen des Landes ruht der Ball noch bis Ende Februar. In der Fußball-Kreisklasse A haben gleich acht Teams noch realistische Chancen, einen der drei Aufstiegsplätze zu ergattern. Bei der Frage nach den möglichen Absteigern genügt dagegen wohl schon ein kurzer Blick auf die Tabelle. Die Eckernförder Zeitung zieht eine Halbzeitbilanz.

Osterrönfelder TSV II
Die OTSV-Reserve hat sich im Verlauf der Vorrunde keine Schwächephase erlaubt. Nachdem die Mannschaft verinnerlicht hatte, dass man nicht „im Vorbeigehen“ wieder in die Kreisliga würde zurückkehren können, läuft es rund. Seit Anfang November 2014 ging keine Partie verloren, so dass der OTSV sieben Punkte Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz hat.
SV Felm
Felms Trainer Kay Mielenz hasst nichts mehr, als mit seiner Mannschaft im Niemandsland der Tabelle herumzukrebsen. Sein Team scheint jedoch auf einem guten Weg zu sein und ihm den Gefallen tun zu wollen, die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten. Hoffnung macht in erster Linie die erneut treffsichere Offensive um Toptorjäger Henrik Listner (19) und Christopher Grube (17), die zusammen mehr als die Hälfte aller Felmer Treffer (60) erzielten. Auch die Tatsache, dass der Tabellenzweite die kniffligen Spiele in Fockbek (2:1) und gegen Borgstedt (3:2) für sich entschied, lässt darauf schließen, dass der SVF oben dran bleiben wird.
SV GW Todenbüttel
Stark angefangen, stark nachgelassen und danach wieder formverbessert: Bis zum 5. Spieltag thronte das Team von Michael Knieriemen an der Spitze, ehe zwei Niederlagen in Folge für Ernüchterung sorgten. Das fairste und mit 21 Punkten heimstärkste Team fing sich jedoch und befindet sich wieder auf Aufstiegskurs.
Eckernförde IF
Die Zielsetzung lautete nach dem sechsten Platz der Vorsaison, möglichst lange vorne mitzumischen. Nach dem 13. Spieltag lag die Truppe von Toni Fahn sogar an der Tabellenspitze, ehe sie ein 1:4 gegen Groß Vollstedt und ein mageres 0:0 gegen Friedrichsholm auf Rang vier zurückwarf. Stärkster Mannschaftsteil ist die Abwehr. 23 Gegentore bedeuten Ligabestwert, während es im Angriff noch an Durchschlagskraft hapert. Fahn würde seine Elf in den nächsten Jahren gerne weiter als Spitzenmannschaft der Kreisklasse A sehen. Es bleibt aber abzuwarten, ob seine Jungs diese Richtschnur in diesem Jahr nicht überspringen wollen.
SSV Bredenbek
Trainer Peter Heuer gab als Ziel einen Rang unter den ersten Fünf aus, und diese Vorgabe erfüllte sein Team. Bei der Frage nach den möglichen Aufsteigern spielte der SSV lange Zeit keine Rolle. Einen Torjäger sucht man dagegen vergeblich.
TSV Gross Vollstedt
Der Aufsteiger überwintert auf Rang sechs. Nach dem erfolglosen Auftakt erwies sich das 7:0 gegen den Gettorfer SC II als Initialzündung. Mit drei Siegen in Serie war der Aufsteiger wieder im Geschäft. Treffen Stephan Krug (14) und Florian Medewitz (13) weiter, ist sogar ein Durchmarsch in die Kreisliga denkbar.
SSV Nübbel
Das Trainerduo Ulf Heidemann und Jens Lamp hatte sich nach dem Aufstieg vorgenommen, jeden Spieler verbessern zu wollen. Offensichtlich ist ihnen dies gelungen, denn die Mannschaft erwies sich schon zu Beginn gegen die Spitzenteams Eckernförde IF (1:3) und FC Fockbek (0:1) als unbequemer Gegner. Spätestens mit dem Remis gegen den OTSV II (3:3) war man aber endgültig in der Liga angekommen. Wie beim anderen SSV, so gibt es auch in Nübbel keinen Torjäger vom Dienst, doch das macht sie auch so unberechenbar.
FC Fockbek
Die Fockbeker waren von Anfang an vorne mit dabei. Trainer Thorsten Themann gelang es, die vielen, ehemaligen A-Juniorenspieler an den Herrenbereich heranzuführen. Nach Auswärtssiegen gegen die Topteams Eckernförde IF (2:0), SSV Bredenbek (3:1) und den OTSV II (3:1) schien der lange ersehnte Kreisliga-Aufstieg greifbar. Am 14. Spieltag verpasste der FC durch ein 2:3 gegen Kellerkind TSV Lütjenwestedt jedoch die Tabellenführung. Bis zur Winterpause wirkte dieses Ergebnis nach, so dass das Ziel zwar nach wie vor greifbar, aber der unmittelbare Kontakt doch abgerissen ist.
TSV Borgstedt
Der TSV musste sich nach dem Abstieg neu orientieren und tat dies zu Beginn gut. Platz zwei vor dem 4. Spieltag konnte sich sehen lassen. Doch dann kassierte die Elf von Torben Bahr bei IF eine 1:4-Niederlage. Es war der Beginn einer langen Leidenszeit, die ihren Höhepunkt mit dem 0:3 beim GSC II fand und erst Mitte Oktober durch ein 4:1 in Brekendorf endete. Wegen der fehlenden Konstanz wird es wohl nicht mehr zum direkten Wiederaufstieg reichen.
TuS Rotenhof II
Carsten Hildebrandt, der die sportliche Leitung der TuS-Reserve zu Saisonbeginn übernahm, sah es nach dem personellen Aderlass als vorrangiges Ziel an, sein Team von den Abstiegsrängen fern zu halten. Dies gelang. Immerhin stehen zum Abschluss der Herbstserie 22 Punkte auf der Habenseite – eine Bilanz, die trotz der Heimschwäche reichen wird, um einer entspannten Rückserie entgegenzusehen.
FSV Friedrichsholm
Den Verantwortlichen des FSV war von Beginn an klar, dass die verflixte zweite Saison nach dem Aufstieg, auch aufgrund der vielen Langzeitverletzten, noch schwerer werden würde. Auch wenn Trainer Berndt Gosch bei der Aufstellung immer wieder improvisieren musste, gelang es doch, die wichtigen Partien für sich zu entscheiden. So ließ sich die Niederlagenserie von sechs Partien halbwegs kompensieren. Es gilt, einen Vorsprung von acht Punkten auf den ersten Abstiegsrang zu verteidigen.
TuS Jevenstedt II
Der Aufsteiger hat sich in der Hinserie fast permanent über dem Strich gehalten, doch angesichts von nur vier Saisonsiegen war das durchaus auch der Schwäche der Konkurrenz geschuldet. Aus dem Schneider ist das Team von Thomas Klatt und Michael Sohrbeck noch lange nicht. Das zeigte sich besonders bei den Auftritten in der Fremde: In neun Begegnungen ging der TuS acht Mal als Verlierer vom Platz.
Gettorfer SC II
Schon in der Vorsaison musste der GSC II bis zum letzten Spieltag kämpfen, um in der Kreisklasse A zu bleiben. Auch in dieser Spielzeit, in der man mit Vorliebe knapp gewonnen, oder hoch verloren hat, ist für das Team von Trainer Karsten Bengius wieder „Holland in Not“. Dabei wäre ein vernünftiger Unterbau, der nicht im Niemandsland der Kreisklasse B sein Dasein fristet, enorm wichtig für die derzeit so erfolgreiche Verbandsligamannschaft. Die Reserve ließ sich in vielen Partien, ohne große Gegenwehr, am Nasenring durch die Manege ziehen (0:9 gegen Todenbüttel, 0:7 gegen Groß Vollstedt, 1:10 gegen Felm). Und so grenzt es fast schon an ein Wunder, dass man mit einem Torverhältnis von 18:80 nicht auf einem Abstiegsplatz steht.
TSV GH Lütjenwestedt
Sicherlich ganz anders vorgestellt hat sich Horst-Dieter Zetl den Verlauf der Herbstserie, denn der Kreisligaabsteiger droht in die Kreisklasse B durchgereicht zu werden. Die nackten Zahlen machen deutlich, dass Gut-Heil nicht mehr viel Zeit bleibt: Zwei Siege in 17 Spielen, Vorletzter in der Heimtabelle, und nach dem 2:3, ausgerechnet gegen den GSC II, wieder auf einen Abstiegsplatz abgerutscht.
Brekendorfer TSV
Die Lage beim Tabellenletzten ist nicht bedrohlich, sie ist eigentlich schon fast aussichtslos. Es müsste in der Winterpause schon eine ganze Menge passieren, damit die Mannschaft von Mario Sörensen und Benjamin Deckert nicht den bitteren Gang in die Kreisklasse B beschreiten muss. Seit dem 6. Spieltag hängt die Rote Laterne in Brekendorf, weil es in der gesamten Hinrunde nicht gelang, auch nur einen einzigen Sieg zu feiern. Diesen gab es schließlich Mitte November zum Rückrundenauftakt gegen den GSC II (2:1). Der erhoffte Befreiungsschlag war es mitnichten, denn der TSV kassierte in den letzten drei Partien vor dem Jahreswechsel derbe Niederlagen und nicht weniger als 21 Gegentreffer. Die insgesamt vernichtende Bilanz zeigt deutlich, dass der Umbruch, ohne Torwartroutinier Bernd Matthiesen und Hauke Drews, nicht funktioniert hat und das Schlusslicht wohl absteigen muss.










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