Abstiegskampf adé: Gettorfer etablieren sich im Mittelfeld

Gettorfs Boy Bröckler (weißes Trikot) überspringt ESV-Spieler Daniel Kranz. Erst im Heimspiel gegen den ESV riss die beeindruckende Heimserie des GSC, der vorher fünf Mal in Folge am Ringweg siegte.
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Gettorfs Boy Bröckler (weißes Trikot) überspringt ESV-Spieler Daniel Kranz. Erst im Heimspiel gegen den ESV riss die beeindruckende Heimserie des GSC, der vorher fünf Mal in Folge am Ringweg siegte.

Fußball-Verbandsliga Nord-Ost: Das Rogge-Team hat sich gegenüber der Saison 13/14 stark verbessert

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12. Januar 2015, 12:09 Uhr

Die Hoffnungen waren vor der Saison da, dass sich der Gettorfer SC in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost deutlich früher dem lästigen Abstiegskampf entledigen kann, als noch in der vergangenen Saison. Doch dass sich die Mannschaft von Trainer Tim Rogge bereits nach der Hinserie als Tabellenachter einen satten Vorsprung von acht Punkten – bei einem Spiel weniger – auf den ersten Abstiegsplatz herausgespielt hat, war wohl nur von den größten Optimisten am Ringweg angenommen worden. Von denen gibt es jedoch mittlerweile wieder einige, denn die Gettorfer Mannschaft ist gewachsen, hat ein passendes Spielsystem gefunden, und mit Yannick Wolf überraschend einen Top-Neuzugang an Land ziehen können, der mit 22 direkten Torbeteiligungen zu den gefährlichsten Spielern der Liga zählt. Zusammengefasst: Sollte der GSC in der Rückserie nicht komplett einbrechen, sollte es eine erfolgreiche Spielzeit werden.

„Jeder einzelne meiner Spieler hat sich noch einmal weiterentwickelt, aber auch als Mannschaft haben wir einen Schritt nach vorne gemacht“, zieht Rogge nach einer Hinserie mit acht Siegen, drei Remis und sieben Niederlagen ein positives Fazit. Die wichtigen Punkte wurden dabei zum Großteil am heimischen Ringweg geholt. Besonders die Siege gegen die Top-Teams Osterrönfelder TSV, Inter Türkspor Kiel und TSV Klausdorf brachten einige unerwartete Zähler auf das Punktekonto. So tummelten sich die Gettorfer zeitweise sogar unter den Top-Fünf der Liga, was rund um den Ringweg für eine gewisse Euphorie sorgte. Auch das Zuschauerinteresse stieg in dieser Saison wieder an, was sicher auch am deutlich verbesserten Spiel der Rot-Weißen liegt.

Angefangen mit einem sicheren Torhüter Robin Biss, über eine sehr souveräne Abwehr um Routinier Christof Gogolok und den starken Zweikämpfer Lennart Gravert, bis hin zum technisch versierten Mittelfeld mit Boy Bröckler, Felix Riemann, Klaas Weber oder Tobias Gravert. Dazu haben die Gettorfer mit der Verpflichtung von Yannick Wolf die Lücke im Angriff schließen können. Der erste Anzug passt also schon sehr gut, und auch in der Breite hat Rogge Alternativen, sodass die bisher wenigen Ausfälle gut kompensiert werden konnten.

Nur eine kleine Schwächephase leisteten sich die Gettorfer, als sie gegen den ESV, Rotenhof und Heikendorf dreimal in Folge als Verlierer vom Platz gingen. Da sah sich Rogge gezwungen, seine Schützlinge wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen. „Wir haben bisher noch nichts erreicht“, stellte er klar. Der Weckruf kam an, und in den verbleibenden vier Spielen bis zur Winterpause holte der GSC noch sieben Punkte, sodass in die Rückserie von einem guten Mittelfeldplatz gestartet wird.

Die positive Entwicklung der Mannschaft ließ die Verantwortlichen früh handeln, und sie verlängerten bereits in der Winterpause die Verträge von Rogge und seinem Co-Trainer Christian Schössler vorzeitig bis Sommer 2017. „Die Mannschaft hat immer noch viel Potenzial, welches wir herauskitzeln wollen“, sagt Rogge und geht zuversichtlich in die Rückrunde.

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