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Einsatz der GBU-43 : 36 IS-Kämpfer von US-"Moab"-Bombe getötet

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Es war der erstmalige Einsatz der „Mutter aller Bomben“. Eine wichtige IS-Kommandozentrale wurde zerstört.

Kabul | Sie gilt als „Mutter aller Bomben“: Beim Einsatz der riesigen Bombe des Typs GBU-43, auch "Moab"-Bombe gennant, durch US-Streitkräfte in Afghanistan sind nach Regierungsangaben in Kabul 36 IS-Kämpfer getötet worden. Es habe keine zivilen Opfer gegeben, teilte das afghanische Verteidigungsministerium am Freitag mit. Bei dem Angriff sei eine wichtige Kommandozentrale des Islamischen Staats (IS) völlig zerstört worden. Es sei ein 300 Meter langer Tunnel vernichtet worden, hieß es weiter.

Die GBU-43 ist nach ihrer Entwicklung 2003 bisher nach US-Medienberichten noch nie bei tatsächlichen Kampfhandlungen eingesetzt worden. Ihre militärische Bedeutung ist umstritten, sie gilt wegen ihrer schieren Größe und der enormen Druckwelle vor allem als Mittel der psychologischen Kriegsführung. Wer den Einschlag der GBU-43 wahrnimmt, so heißt es, ist länger beeindruckt.

Die Bombe gilt mit mehr als 8000 Kilogramm Sprengstoff und elf Tonnen TNT-Äquivalent als größter konventioneller Sprengkörper der US-Streitkräfte. Ein US-Kampfflugzeug hatte sie über dem Distrikt Achin der Provinz Nangarhar abgeworfen. Sie sollte Tunnel der Terrormiliz IS und deren Kämpfer treffen. Die Region gilt als Geburtsstätte des Islamischen Staats in Afghanistan.

Lange Zeit war der IS in Afghanistan nur in den beiden östlichen Provinzen Nangarhar und Kunar präsent. Seit Monaten fliegen US- und afghanische Streitkräfte schwere Luftangriffe auf IS-Stellungen dort.

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erstellt am 14.Apr.2017 | 15:13 Uhr

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