Eckernförde : 324 Pakete: Geschenke-Flut im Rathaus

Freuen sich über die enorme Resonanz: Simone Staack-Simon und Bürgermeister Jörg Sibbel. Foto: Kühl
Freuen sich über die enorme Resonanz: Simone Staack-Simon und Bürgermeister Jörg Sibbel. Foto: Kühl

Großer Erfolg der zweiten Wunschzettel-Aktion des Lokalen Bündnisses für Familien von Simone Staack-Simon

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17. Dezember 2011, 07:24 Uhr

Eckernförde | Wenn Simone Staack-Simon von ihrem Schreibtisch in ihrem Büro gleich rechts unten im Rathaus aufsieht, fällt ihr Blick auf Berge von Geschenken. Genau 324 Stück. Alle weihnachtlich verpackt, alle mit einem Namenskärtchen versehen, alle für Eckernförder Kinder bestimmt, deren Familien nicht so viel Geld haben. Die zweite Wunschzettel-Aktion des Lokalen Bündnisses für Familien ist schon jetzt ein großer Erfolg.

Jeder Besucher, der ins Büro von Mitarbeiterin Simone Staack-Simon kommt, staunt über die vielen, bunten Geschenke, die sich auf dem Boden oder im Regal türmen. Sie sind das Ergebnis der zweiten Wunschzettel-Aktion, die Ideengeberin Simone Staack-Simon als Koordinatorin des Lokalen Bündnisses für Familien organisiert hat. Nach dem bereits beachtlichen Anfangserfolg mit 199 abgegebenen Kinder-Wunschzetteln, aus denen dann dank des Engagements der Bürger ebenso viele Weihnachtsgeschenke wurden, hat die Folge-Aktion die Premiere noch einmal getoppt: 324 Wunschzettel, 324 Geschenke.

Das System ist so einfach wie erfolgreich: Jedes Kind aus einer einkommensschwachen Familie darf sich ab November im Büro des Lokalen Bündnisses für Familien einen Wunschzettel abholen und darauf einen Wunsch bis zu einem Wert von 15 Euro notieren. Die anonym gehaltenen Wunschzettel werden gesammelt. Jeder Bürger, der einem der Kinder einen Wunsch erfüllen möchte, kann sich bei Simone Staack-Simon einen Wunschzettel abholen, entsprechend einkaufen gehen und das Geschenk dann weihnachtlich verpackt wieder im Rathaus abgeben. Auch der Spender bleibt anonym. An die Geschenke kommen dann die Namenskärtchen und eine Nummer. Ab Montag können sie von den Familien abgeholt werden.

Die Wünsche sind sehr vielfältig: Spielzeugautos, Star-Wars-Utensilien, Spiele, Bücher, Puppen oder Gutscheine. Manchmal schafft es doch ein Kind, sich über Umwege bei dem Spender zu bedanken. So wie ein kleiner Junge, der sich einen Gutschein für Meerwasserwellenbad gewünscht hat, weil er so gerne schwimmt. Und er hat ihn bekommen, und sofort sein "Seepferdchen" gemacht, berichtet Simone Staack-Simon. Sein Wunsch für dieses Jahr: Wieder ein Gutschein fürs Wellenbad - auf zur nächsten erfolgreichen Schwimmprüfung.

Die Weihnachtsgeschenke würden überwiegend von älteren Menschen gepackt, die vielleicht selbst Enkelkinder haben und noch einem anderen Kind eine Freude machen wollen. Ein ganz besonderes Geschenk aber hat in diesem Jahr die 6. Klasse der Waldorfschule abgegeben: eine Puppe mit großem Puppenwagen, Süßigkeiten und einem Foto der Klasse. Ein zweijähriges Mädchen hatte sich eigentlich nur eine Puppe gewünscht, daraus wurde dann mehr. Eine Ausnahme, wie Simone Staack-Simon betont. Sie kontrolliert zwar nicht, ob das Geschenk die 15-Euro-Grenze übersteigt, achtet jedoch darauf, dass die Wünsche erfüllt und nicht ausrangierte, alte Spielsachen in ihrem Büro landen.

In diesem Jahr hätten sogar noch viel mehr Kinder Geschenke erhalten können, so groß war der Andrang der anonymen "Weihnachtsengel". Also, Kinder: Haltet den November 2012 im Auge und notiert schon mal einen Wunsch.

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