3:1 – Sieg im kleinen Finale statt Schadensbegrenzung

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Ersatzgeschwächte Audorfer überraschen ihren Trainer Norman Bock / Jevenstedt zeigt im Spiel um Platz 3 seine schlechteste Turnierleistung

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20. Juli 2015, 06:04 Uhr

Dafür, dass Audorfs Trainer Norman Bock vor dem Anpfiff davon sprach, lediglich Schadensbegrenzung betreiben zu wollen, nahm das Spiel um Platz 3 beim LZ-Turnier einen unerwarteten Ausgang. Nicht der TuS Jevenstedt verließ nach 90 Minuten den Platz als Sieger, sondern die stark ersatzgeschwächte Vineta, die das Duell der beiden Kreisligisten mit 3:1 (0:0) für sich entschied. „Ich bin einfach nur stolz auf meine Truppe. Ich hätte nie gedacht, dass wir das Ding heute gewinnen“, meinte Bock mit Blick auf seinen ausgedünnten Kader. Auf gleich acht Spieler musste der Audorfer Coach verzichten, darunter auch so wichtige Kräfte wie Tim Kluck, Jörn Ehlers oder Mirko Sienknecht. Doch nach dem Abpfiff des kleinen Finals war Bock um eine Erkenntnis reicher: „Das Spiel heute hat gezeigt, dass wir auch in der Breite enorme Qualität haben. Die Jungs haben nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch überzeugt. Das sah vor allem in der zweiten Halbzeit richtig nach Fußball aus. Und man muss ja auch bedenken, dass einige auf Positionen gespielt haben, auf denen sie sonst nicht spielen.“

Deshalb fiel Bocks Fazit nach der Turnierwoche auch durchweg positiv aus: „Von drei Spielen haben wir zwei gewonnen und auch beim Unentschieden gegen den BTSV sah das sehr gut aus, was die Jungs auf dem Platz gezeigt haben. Wir sind auf einem guten Weg.“

Auch Jevenstedts Trainer Michael Rohwedder trat zufrieden den Heimweg an, daran änderte auch die abschließende Niederlage nichts. „Das war heute unser schlechtestes von den drei Spielen. Vielleicht war es ein Dämpfer zu richtigen Zeit, denn bisher verlief die Vorbereitung fast schon zu gut. Und es war ja nicht so, dass wir heute chancenlos waren und an die Wand gespielt worden sind.“ Optisch waren die Jevenstedter in einer niveauarmen ersten Halbzeit sogar das überlegenere Team, allerdings endeten die Angriffe meist schon vor dem gegnerischen Strafraum. Timo Klug und Co. kamen kaum einmal in eine aussichtsreiche Schussposition. Auf der anderen Seite drohte in der ersten Halbzeit nur Gefahr bei Weitschüssen der Audorfer. Zweimal versuchte Christoph Bellgardt, den zu weit vor seinem Tor postierten Malte Tischer zu überwinden. Einmal hatte der Jevenstedter Schlussmann Glück, dass sich der Ball auf die Oberkante der Latte senkte (17.). „Da wäre ich wohl nicht mehr rangekommen“, räumte Tischer ein. Beim 1:0 durch Benjamin Schuster (56.) hatte Tischer dann weniger Fortune. Erneut stand der TuS-Keeper etwas zu weit vor seinem Tor, konnte den gefühlvollen Lupfer des Audorfers nicht mehr abwehren. Auch beim 2:0 machte Tischer eine unglückliche Figur, als er einen Schuss von Patrick Scheer aus kurzer Distanz durch die Hände rutschen ließ (59.). „Nach dem Rückstand war es für meine Mannschaft schwer, das Spiel noch zu drehen. Zumal auch bei uns eine Reihe von Spielern gefehlt haben. Aber Kompliment, dass die Jungs es versucht hat“, meinte Rohwedder. Immerhin gelang Jonas Richter nach schönem Sololauf über die linke Seite das 1:2 (63.). Doch zu mehr reichte es nicht. Mit seinem zweiten Treffer zum 3:1 sorgte Schuster zwölf Minuten vor dem Abpfiff für die endgültige Entscheidung.

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