2012 sechs Richtige im Lotto

Der 'Original Liensfelder Lottoklub' wartet auf sechs Richtige im Lottospiel, um mit dem Milllionen-Gewinn und einem Güldner-Traktor nach Paris ins 'Moulin Rouge' zu fahren.  Fotos: michael kuhr
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Der "Original Liensfelder Lottoklub" wartet auf sechs Richtige im Lottospiel, um mit dem Milllionen-Gewinn und einem Güldner-Traktor nach Paris ins "Moulin Rouge" zu fahren. Fotos: michael kuhr

"Original Liensfelder Lottoklub" will seit 35 Jahren schon mit dem "Güldner"-Traktor ins "Moulin Rouge" nach Paris fahren

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29. Dezember 2011, 08:32 Uhr

Liensfeld | Die Vorzeichen stehen gut. Einige Frauen aus Liensfeld müssen sich wohl darauf einstellen, dass ihre Männer im nächsten Jahr zu einer mehrwöchigen Fahrt mit einem "Güldner"-Traktor nach Paris ins "Moulin Rouge" aufbrechen werden. Vier Richtige im Lotto vor ein paar Tagen am Heiligabend werden von den Mitgliedern des "Original Liensfelder Lottoklubs" (OLLK) als gutes Zeichen gewertet. Sie stellen sich 2012 endlich nach über 35 Jahren "Lottoklubberei" auf sechs Richtige ein. Mit dem Millionen-Gewinn wollen sie sich den Traum erfüllen.

Der Vorbereitung der Paris-Fahrt diente auch die Jahresversammlung im liebevoll auf alle ganz einfachen Bedürfnisse der Männer privat hergerichteten Vereinslokal "Zum Sechser" von Karl Mielke, Vizepräsident, Vereinswirt und Ober-Güldner-Schrauber in einer Person. Präsident "August der Starke" musste krankheitsbedingt zuhause bleiben. Ihm wurde der Grünkohl als "Essen auf Rädern" mit allem drum und dran nach Hause gebracht.

Nach dem ersten leise ausgesprochenen "Zuck-Zuck" gab es vom "S4" Wolfgang "Wulle" Schmüth einen kleinen Schluck "Kühlwasser" gereicht, Kümmel - ein Wort, das in der illustren Herrenrunde nicht fallen darf und sonst mit der Einzahlung eines Euros in die "schwarze Kasse" bestraft wird. Daran ändert auch der Gleichstellungsbeauftragte Reinhard "Reini" Ramm nichts. Die Versammlung gedachte in einer Schweigeminute den 52 "Sechsern", die im zurückliegenden Jahr an ihnen zu anderen Gewinnern vorübergezogen waren. Der "Ober-Güldner-Fahrer" Siegfried Minks dankte Glücksgöttin Fortuna bescheiden für viele Kleingewinne.

Ab 1. März 2012 stellt er sich auf den lang ersehnten Sechser ein. "Die Fahrt nach Paris ins Moulin Rouge darf aber nur vom 1. März bis 30. September stattfinden", sagte Minks und stieß auf viele Fragezeichen: "In dieser Zeit tragen wir doch keine langen Unterhosen. Die Dinger heißen doch nicht umsonst ,Liebestöter". Erleichtert darauf reagierte Volker Fritz Martin, der die "alten Fregatten" in Paris betreuen soll. "Vereinsarzt Dr." Dieter Bonsen reagierte erleichtert, weil so Hitzeschläge ausbleiben.

Besondere Ehren wurden Kartoffelkönig "Peter der Kornige" (Kühl) und Schatzmeister "Heinz der Sparsame" (Schumacher) für langjährige Mitgliedschaft zuteil. Der Kartoffelkönig hat seit zehn Jahren immer die beste Ernte der einst aus Spanien nach Liensfeld eingeführten roten "General-Franco-Kartoffel" eingefahren. Siggi Minks zeichnete ihn dafür mit dem Kartoffelorden Erster Klasse aus.

Schatzmeister Heinz Schumacher ist seit 20 Jahren im Amt und wurde mit Wirtschaftsminister Ludwig Erhard und seinem Ausspruch für Sparsamkeit "Maß halten" verglichen. Schumacher bekam eine Brille mit aufgeklebten Cent-Stücken.

"Heinz der Sparsame" legte eine saubere Kasse mit einem Saldo von 88 Cent vor. "Ein Riesenerfolg", freuten sich Siggi Minks und der OLLK-EDV-Beauftragte Dirk Stöver. Der "OLLK" hatte noch nie ein so erfolgreiches Jahr mit 24 halben Sechsern, einem Vierer und einem Vierer mit Zusatzzahl. Die Gewinne möglichten, dass jedes der elf Mitglieder eine neue Mütze mit Namen und Funktion des Ehrenamtes bekam - damit die Damen in Paris sehen, wer ihnen gegenüber steht... Außerdem wurde der Ostholsteiner Anzeiger einstimmig als amtliches Bekanntmachungsorgan des OLLK bestimmt.

In seinem Vortrag über die rote "General-Franco-Kartoffel" gab Kartoffelkönig und Oberschriftführer Peter Kühl einen geschmacklichen Hinweis mit Hilfe von geschmeidigen Marzipan-Kartoffeln. Er reichte Kartoffelbrot und erzählte, die Kartoffeln müssten 80 Zentimeter tief in die Erde eingepflanzt werden. Wegen der Frostgrenze...

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