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18. August 2017 | 03:58 Uhr

2:1 – Link entscheidet das Derby

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Altenholzer Stürmer Kevin Link (li.) trifft in der Fußball SH-Liga beim 2:1-Sieg seines TSV Altenholz gegen den FC Kilia Kiel doppelt.

Rund neun Kilometer Luftlinie beträgt die Distanz zwischen den Sportanlagen des TSV Altenholz und vom FC Kilia Kiel. Nach dem 2:1-Auswärtserfolg des TSV im Schleswig-Holstein-Liga-Derby trennen die beiden Kontrahenten passenderweise tabellarisch neun Punkte. Die Lehre des Spiels ist aber vor allem die, dass es fußballerisch keinen großen Unterschied mehr zwischen dem Aufsteiger und dem siegreichen und etablierten SH-Ligisten aus Altenholz gibt.

Es dauerte etwa eine Viertelstunde, ehe sich die beiden Teams auf den seifigen Untergrund eingestellt hatten und erste Ballstafetten gelangen. Altenholz agierte zunächst primär auf Sicherheit bedacht und erspielte sich mit zunehmender Spieldauer über den Ballbesitz eine anwachsende Dominanz. Auffälligster Akteur war dabei der Linksverteidiger der Gäste Paul-Eric Camps, von dem ein ums andere Mal entscheidende Impulse ausgingen. So auch in der 20. Spielminute, als eben jener Camps den Ball von der linken Strafraumkante auf Steffen Bruhn und in den Rücken der Kilia-Abwehr durchsteckte. Bruhn legte den Ball auf den eingerückten Kevin Link quer, der ihn ungehindert einschob und so den ersten hochprozentigen Abschluss der Partie in ein Tor ummünzte. Kilia musste sich kurz schütteln und eine gute Gelegenheit durch Berg Pekgür überstehen, reagierte dann aber gut und wurde durch den etwas übermotiviert aus seinem Kasten eilenden TSV-Keeper Hüsnü Özdemir ins Spiel zurückgebracht. Er kam gegen Yannik Jakubowski zu spät in den Zweikampf und streckte ihn somit unstrittig elfmeterreif zu Boden. Jonas Nöhr nutzte die Gelegenheit vom Punkt souverän (26.). An dem Kräfteverhältnis in der ersten Halbzeit änderte der Ausgleich jedoch nichts. Altenholz wurde von Minute zu Minute stärker und die Herstellung einer erneuten Führung drängte sich geradezu auf. Nachdem Bruhn und Lasse Jensen noch Chancen liegen ließen (35., 36.), war es wieder Camps, der zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und eine ausschlaggebende Aktion zeigte. Gegen gleich drei Gegenspieler drang er von der linken Seite in den FC-Strafraum ein und wurde von Jakubowski zu Fall gebracht. Link stellte mit seinem zweiten Tor des Tages den absolut verdienten Halbzeitstand her (42.).

Als Bruhn nur 20 Sekunden nach Wiederanpfiff eine Großchance gegen den stark haltenden Kilia-Keeper Jacob Bannow vergab, ließ sich für die Gastgeber kaum Gutes erahnen. Doch der Aufsteiger biss sich rein und entwickelte eine Art Powerplay, bei dem den Hausherren jedoch der letzte Punch abging. Die Altenholzer Dominanz aus Durchgang eins war dahin, und auch die sich bietenden Räume zum Kontern ließ der TSV ungenutzt. Da Özdemir im TSV-Tor fortan hellwach war, blieb es bei der knappen Altenholzer Führung.

„Wir haben in der zweiten Halbzeit natürlich auch ein wenig Glück gehabt. Da hat Kilia schon gedrückt, auch wenn wir die ganz großen Torchancen nicht zuließen“, erklärt TSV-Trainer Ulf Chiechowski und lobt dabei auch seinen Schlussmann: „Wenn mal was aufs Tor kam, hat unser Torwart klasse reagiert und damit die Elfmetersituation aus der ersten Halbzeit wieder gutgemacht.“


Kilia Kiel: Bannow – Pauls, Ruhberg, Meyefeldt, Lott – Frisch (80. Schultz), Gutzeit – Waschewski (73. Wagner), Nöhr, Jashari (46. Ollenschläger) – Jakubowksi.
TSV Altenholz:Özdemir – Hodaj, T. Ceynowa, Schomaker, Camps – Bruns, M. Caynowa – Link (83. Langnau), Jensen, Pekgür (62. Joswig) – Bruhn (68. Webessie).
SR: Göttsch (Hartenholm). – Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Link (20.), 1:1 Nöhr (26., FE), 1:2 Link (42., FE).

 

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erstellt am 18.Okt.2015 | 20:00 Uhr

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