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1:2 gegen EMTV/Fleckeby: Rotenhofs Pokal-Traum platzt in Verlängerung

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Sie tanzten im Jubelkreis, machten die La-Ola-Welle, leerten den Wassereimer über ihrem Trainer Wolfgang Petersen und ließen sich von ihren Fans feiern: Die Verbandsliga-Fußballerinnen der SG EMTV/Fleckeby sicherten sich den Kreispokal mit einem 2:1-Finalsieg nach Verlängerung gegen den Kreisligisten TuS Rotenhof. Im Landespokal trifft die SG Mitte August zu Hause auf den SV Bönebüttel-Husberg.

Zunächst deutete alles auf einen klaren SG-Sieg hin. „Die erste halbe Stunde sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen“, haderte Rotenhofs Coach Dirk Butenschön. Folgerichtig führte der Favorit mit 1:0. Bitter für den TuS: Nach einem Eckball von Henrike Laabs sprang der Ball vom Hinterkopf der Rotenhöferin Janne Wensien ins eigene Tor. Die quirlige Rosa Zülsdorff (2., 10.), Michaela Neumann (4.), Laabs (28.) und Sigrid Krikau (31.) besaßen weitere SG-Torchancen, scheiterten knapp oder fanden in TuS-Schlussfrau Simone Rehmer ihre Meisterin. Wie aus dem Nichts egalisierte Inga Claussen (34.). Plötzlich waren die Rotenhöferinnen im Match, hätten den Spielverlauf bei Großchancen von Claussen (36., Abseitstor) und Rieke Simson (38.) auf den Kopf stellen können. „Zur Pause hätten wir 4:1 führen können“, monierte der scheidende SG-Coach die mangelnde Chancenverwertung. Auch nach dem Wechsel lieferten sich beide Teams einen sehenswerten Pokalkampf. Fleckebys Krikau scheiterte nach einem Solo an Rehmer (62.), ehe Zülsdorff mit einem 18-Meter-Hammer die TuS-Querlatte traf (69.). Auf der Gegenseite entschärfte Torhüterin Jessen einen Simson-Riesen (80.). Trotz sechsminütiger Nachspielzeit ging es in die nahezu ereignislose Verlängerung. Beiden Mannschaften war nun der Kräfteverschleiß anzumerken. Doch plötzlich war Feuer im Spiel: Erst scheiterte Rotenhofs Claussen per Linksschuss an Jessen (114.), im Gegenzug avancierte Henrike Laabs zur Matchwinnerin, als sie freistehend die Nerven behielt (115.). Claussens finaler Schuss ging knapp vorbei (116.). „Wir haben gekämpft wie die Löwen“, freute sich SG-Coach Petersen, während Matchwinnerin Laabs ihr Tor als „Erlösung nach vielen vergebenen Chancen“ empfand und dann die Feierlichkeiten verbal eröffnete: „Wir gehen jetzt trinken.“ Rotenhofs Trainer Butenhoff sprach nach Platz 2 in der Liga von einer „super Saison“, in der nur das i-Tüpfelchen“ gefehlt habe.

Rotenhof: Rehmer – Simson, Berries, Wensien, Kloth, Francke, Krüger, Dethlefs, Wolter, Koplin, Claussen. Eingewechselt: Jastremski, Sals, Wardin.

Schiedsrichter: Awe (Vineta Audorf).

Tore: 0:1 Wensien (24., Eigentor), 1:1 Claussen (34.), 1:2 Laabs (115.).

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