1:11 – Rotenhof verabschiedet sich ohne Widerstand

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31. Mai 2015, 12:40 Uhr

Für den TuS Rotenhof endete das einjährige Gastspiel in der Fußball-Verbandsliga mit einem Fiasko. So mancher TuS-Akteur wird sich unmittelbar nach Spielschluss gewünscht haben, dass der Unparteiische die Partie gegen den FC Kilia Kiel doch schon nach 15 Minuten, beim Stand von 0:0, hätte abpfeifen mögen. Tat er aber logischerweise nicht, und so stand am Ende eine 1:11 (1:7)-Niederlage, die ob der historischen Höhe wohl in die Geschichte eingehen wird.

Rotenhofs scheidender Coach Thomas Gosch wollte und konnte aufgrund der Kräfteverhältnisse nichts beschönigen: „Man hat überdeutlich gesehen, warum diese beiden Mannschaften zukünftig zwei Klassen trennen wird.“ Die Kieler haben die Liga dominiert und es, sehr zum Leidwesen des Absteigers, in dieser sportlich bedeutungslosen Begegnung noch einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Eine Viertelstunde hielt die Defensive der Gäste die Null, ehe man mit einem völlig unnötigen Fehler im Aufbauspiel den Hausherren das 1:0 (15.) ermöglichte und sich der Meister fortan in einen wahren Rausch spielte. „Wir hatten dem absolut nichts mehr entgegenzusetzen, und wenn ich nicht Trainer des TuS gewesen wäre, hätte ich dem Gegner bei so mancher Kombination applaudieren müssen“, so Gosch zum Einbahnstraßen-Fußball. Einziger Lichtblick aus Sicht des Tabellendrittletzten war der Ehrentreffer zum 1:5 durch Patrick Schütt, der von Jacob Holten mustergültig in Szene gesetzt wurde (32.). Ansonsten spielte aber nur eine Mannschaft, und die kam nicht aus Rotenhof. Das personifizierte Böse hieß dabei Yannick Jakubowski, der die TuS-Abwehrreihe ein ums andere Mal schwindelig spielte und sich mit seinen sechs Treffern, vor seinem Teamkollegen Fynn Gutzeit, mit insgesamt 26 "Buden" noch die Torjägerkrone aufsetzte. „Die Tatsache, dass wir beispielsweise nicht eine gelbe Karte kassiert haben zeigt, dass wir uns komplett widerstandslos ergeben haben“, resümierte Gosch.

TuS Rotenhof: Johannsen – Jöcks, Petersen, Hansen, Heinz, S. Schulz (77. Trost), Ermeling, Potschko (46. Bienwald), Holten, Bruhns (46. Giese), Schütt.

SR: Toschka (ATSV Stockelsdorf).

Zuschauer: 50.

Tore: 1:0 Jakubowski (15.), 2:0 Tinnemann (21.), 3:0, 4:0 Jakubowski (22., 26.), 5:0 Tinnemann (30.), 5:1 Schütt (32.), 6:1 Jakubowski (36.), 7:1 Tinnemann (39.), 8:1 Gutzeit (50.), 9:1 Tinnemann (68.), 10:1, 11:1 Jakubowski (70., 79.).

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