1:0-Sieg für FC Reher/Puls – Lägerdorf muss blechen

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17. Dezember 2014, 15:28 Uhr

Der FC Reher/Puls wird an der Tabellenspitze der Fußball-Verbandsliga Süd-West überwintern. Das am 7. Dezember in der Nachspielzeit abgebrochene Steinburger Derby gegen den TSV Lägerdorf wurde mit 1:0 für den FC gewertet. Schiri-Assistent Wolf-Sebastian Ohlendorf hatte sich bedroht gefühlt, nachdem er laut seiner Aussage von Zuschauern mit Dreck beworfen worden war. Weil das Schiedsrichtergespann den Täter unter Lägerdorfer Fans vermutete, brummte das Sportgericht unter dem Vorsitz des Albersdorfers Günther Pritzlaff dem TSV eine Geldstrafe von 100 Euro plus Verfahrenskosten auf. Eine Entscheidung, die der TSV Lägerdorf wohl nicht hinnehmen wird. Vorsitzender Werner Papist kündigte an, das Urteil anfechten zu wollen. Mit der Spielwertung könne man leben, nicht aber mit der Geldstrafe.

Damit dürfte der ohnehin dubiose Fall eine Verlängerung erhalten. Der Spielabbruch war absolut umstritten, denn von einer Bedrohung hatten weder in der Nähe des angeblichen Tatorts stehende Zuschauer etwas bemerkt, noch die Spieler, die sich allesamt sehr diszipliniert auf dem Spielfeld bewegt hatten. Weil das Schiedsrichtergespann unter der Leitung des Wasbekers Steffen Brandt kommentarlos in die Kabinen marschiert war, standen beide Mannschaften zunächst einige Zeit ratlos auf dem Rasen, bis ihnen mitgeteilt wurde, dass das Spiel abgebrochen sei. Der FC Reher/Puls hatte zu diesem Zeitpunkt durch ein Tor von Thies Göttsche mit 1:0 geführt, weshalb zumindest die Wertung des Spiels keine Überraschung ist.

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