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08 gegen 08 – Flensburg erwartet Titelanwärter Eutin im Stadion

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 27.Nov.2014 | 16:30 Uhr

Panik herrscht noch nicht bei Schleswig-Holstein-Ligist Flensburg 08. Aber nach drei verlorenen Spielen in Folge und Tabellenplatz 13 – nur einen Punkt von einem Abstiegsrang entfernt – ist Verunsicherung spürbar. Fakt ist, dass die Blau-Gelben in den drei Partien vor der Winterpause noch punkten müssen. Am Sonnabend (14 Uhr) kommt Titelkandidat Eutin 08 ins Flensburger Stadion.

In der Woche war zunächst einmal die Aufarbeitung der 1:2-Heimschlappe gegen TuRa Meldorf angesagt. 08-Coach Torsten Böker: „Wir haben dieses Spiel verkraftet und verdaut.“ Jetzt stehen seine Kicker vor einer neuen, vermutlich wesentlich schwereren Aufgabe. Meisterschaftsanwärter Eutin 08 um Coach Hans-Friedrich („Mecki“) Brunner kommt nach dem 1:2 gegen den Preetzer TSV sicherlich mit einer gehörigen Wut im Bauch an die Förde. Diese Niederlage ist allerdings für Böker kein Gradmesser: „Die Eutiner sind klarer Favorit. Sie stehen aufgrund ihrer spielerischen Klasse zu Recht mit oben.“

Um nicht wieder mit leeren Händen dazustehen, fordert der 08-Coach: „Wir müssen mannschaftlich geschlossen auftreten. Alle Egoismen müssen zurückgestellt werden. Läuferisch müssen wir ans Limit gehen und kompakt stehen, um die Räume im Mittelfeld eng zu machen. Nur wenn das gelingt, ist Eutin zu schlagen.“ Da muss es auch ein Spieler aushalten, ausgewechselt zu werden. Das schaffte Vadim Galinger am vergangenen Wochenende nicht, als er ausgewechselt wurde. Die Reaktion von Galinger, beleidigt in die Kabine zu marschieren, zeugt nicht gerade von ausgeprägtem Teamgeist. „Ich habe das Verhalten von Vadim auch nicht verstanden. Ich hatte mir mit der Einwechslung von Mergim Kuci offensive Impulse versprochen“, so Böker. Gegen Eutin werden Ron Hansen (Fersenverletzung) und Ihab Hathat (Gelb-Rot gesperrt) fehlen.

Für Torjäger Sebastian Kiesbye gab es am Montag eine besondere Ehrung. Er wurde mit der „Provinzial Fair-Play-Geste des Monats“ vom Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) ausgezeichnet. Beim Spiel in Altenholz am 25. Oktober war Kiesbye vom Altenholz-Keeper Hüsnü Özdemir vermeintlich zu Fall gebracht worden. Schiedsrichter Florian Burmester pfiff Elfmeter für 08 und wollte Özdemir die Rote Karte zeigen.

Kiesbye korrigierte jedoch den Schiedsrichter, sagte, dass Özdemir ihn nicht berührt hätte. „Das war eine bemerkenswerte Geste von Sebastian, die auch seinen Charakter kennzeichnet“, lobt Böker.

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