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Großrazzia mit 450 Polizisten : Zwei Gefährder in Göttingen wegen Terrorverdachts festgenommen

vom

Die Polizei hat möglicherweise einen terroristischen Anschlag verhindert. Die Ermittlungen dauern an.

shz.de von
erstellt am 09.Feb.2017 | 10:39 Uhr

Göttingen | Die Polizei hat möglicherweise einen bevorstehenden Terroranschlag verhindert und in Göttingen zwei Männer aus der salafistischen Szene festgenommen. Es handele sich um einen 27-jährigen Algerier und einen 23-jährigen Nigerianer, teilten die Polizei in Göttingen und das niedersächsische Innenministerium am Donnerstag mit. Zu den genauen Plänen der beiden Männer wollte eine Göttinger Polizeisprecherin zunächst nichts sagen. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) bewertete den Einsatz als „sehr wichtigen Schlag gegen die Szene“.

Die beiden als Gefährder eingestuften Männer lebten den Angaben zufolge mit ihren Familien seit längerer Zeit in Göttingen. Sie sollen dort Mitglieder der islamistischen Szene sein. Rund 450 Polizisten durchsuchten in der Nacht zum Donnerstag elf Gebäude im Göttinger Stadtgebiet und ein Haus in Nordhessen. Dabei wurden die beiden Männer festgenommen. Ob und in welchem Umfang Beweismittel sichergestellt wurden, war zunächst nicht zu erfahren.

Göttingens Polizeipräsident Uwe Lührig sagte, die Erkenntnislage zu dem möglicherweise konkret bevorstehenden Anschlag habe sich in den vergangenen Tagen soweit verdichtet, dass ein schneller Einsatz notwendig gewesen sei. „Wir hatten dabei in meiner Bewertung keinerlei Ermessen“, sagte Lührig.

Die Ermittler wollen in einer Pressekonferenz am Mittag zu dem Einsatz Stellung nehmen. Weitere Details werde es bis dahin aus ermittlungstaktischen Gründen nicht geben, sagte Polizeisprecherin Julia Huhnold. Niedersachsens Innenminister Pistorius will um 13.30 Uhr in Cuxhaven Stellung nehmen.

An dem Einsatz seien Kräfte der Polizeidirektion Göttingen, des Landeskriminalamts Niedersachsen, des Spezialeinsatzkommandos sowie der Bereitschaftspolizei Niedersachsen beteiligt gewesen.

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