Zumwinkel tritt als Post-Chef zurück

Trat wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung von seinem Posten zurück: Post-Chef Klaus Zumwinkel. Foto: dpa
Trat wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung von seinem Posten zurück: Post-Chef Klaus Zumwinkel. Foto: dpa

Post-Chef Klaus Zumwinkel tritt wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung von seinem Posten zurück. Die Bundesregierung nahm den vom ihm angebotenen Rücktritt an. Über einen Nachfolger wird bereits beraten.

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15. Februar 2008, 12:28 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Steinbrück Entscheidung begrüßten die Entscheidung Zumwinkels. Der Bund ist Großaktionär der Deutschen Post AG. Formal soll der Aufsichtsrat des Konzerns den Rücktritt am Montag vollziehen.
Bei einer Razzia waren am Donnerstag das Privathaus Zumwinkels in Köln und dessen Büro in der Bonner Konzernzentrale durchsucht worden. Gegen eine Kaution wurde ein Haftbefehl gegen ihn außer Kraft gesetzt.
Nach dem Rückzug Zumwinkels ist die Nachfolgeregung beim Post-Konzern bislang noch unklar. Darüber wurde am Freitag in Bonn hinter den Kulissen beraten. Als aussichtsreicher Kandidat wurde Logistikvorstand Frank Appel (46) gehandelt. Aber auch Finanzvorstand John Allan (59) könnte als möglicher Interimskandidat im Spiel sein, um vorläufig die Aufgaben des Vorstandschefs bei der Deutschen Post zu übernehmen. Appel gehört seit einigen Jahren dem Post-Vorstand an und galt bereits seit geraumer Zeit als potenzieller Nachfolger von Zumwinkel.

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