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Niederlage vor Gericht : Zecke beißt Polizisten: Kein Dienstunfall

vom
Aus der Onlineredaktion

2013 erlitt ein Kölner Polizist einen Zeckenbiss. Er kämpfte vergeblich um eine Anerkennung des Bisses als Dienstunfall.

Münster | Ein Beamter mit Wohnsitz im Kreis Euskirchen  (Nordrhein-Westfalen) hatte bereits bei seinem Dienstherrn und in der ersten Instanz vor dem Verwaltungsgericht in Köln vergeblich um die Anerkennung gekämpft. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster wies am Mittwoch auch die Berufung des Mannes gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln aus der ersten Instanz ab.

Als Grundsatzurteil gilt eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts aus dem Jahr 2010. Damals war ein Zeckenbiss bei einer Lehrerin aus Niedersachsen als Dienstunfall anerkannt worden. Die Beamtin hatte den Vorfall allerdings auch sehr genau dokumentiert.

Nach seiner Schilderung wurde er im September 2013 während einer Nachtschicht nach einem Verkehrsunfall in einem Waldgebiet gebissen. Erst fünf Tage später aber meldete er den Vorfall. Die Richter in Köln bemängelten deshalb, dass nicht mit Sicherheit zu klären sei, ob der Biss in der Dienstzeit geschah. Die Richter des OVG konnten sich zwar vorstellen, dass sich der Beamte mit Wohnsitz in der Eifel den Biss bei einem Einsatz im September 2013 zugezogen hat. „Aber wir können auch nicht ausschließen, dass es in der Freizeit passiert ist“, sagte der Vorsitzende Richter in der Begründung (Az.: 3 A 2748/15).

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erstellt am 19.Jul.2017 | 14:43 Uhr

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