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Notfälle : Zahl der Opfer nach Hauseinsturz in Indien steigt auf 48

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Die Zahl der Toten nach dem Einsturz eines Wohnhauses in der indischen Metropole Mumbai ist auf 48 gestiegen.

«Wir haben am Samstagnachmittag mehrere Leichen aus den Trümmern geborgen, und einige Opfer sind an ihren Verletzungen gestorben. Die Opferzahl liegt nun bei 48», sagte Alok Avasthy vom indischen Katastrophendienst. Die Chancen, noch weitere Überlebende zu finden, sinken mit jeder Stunde.

Die Retter befürchten, dass noch acht Menschen verschüttet sein könnten. Insgesamt hatten sich Informationen der Behörden zufolge 89 Menschen in dem Gebäude befunden, als es am Freitag zusammenkrachte, erklärte Avasthy. 33 Menschen konnten gerettet werden. «Wir konnten am Samstag nur einen Überlebenden bergen. Die Chancen auf weitere Überlebende sind gering, aber wir versuchen es weiter.» Die Arbeiten werden voraussichtlich in der Nacht fortgesetzt. Das vierstöckige Gebäude war am Freitagmorgen eingestürzt. Viele Bewohner hatten noch geschlafen. Bereits im April hatten die Behörden die Bewohner aufgefordert, das Haus wegen Baufälligkeit zu räumen. In dem etwa 30 Jahre alten Gebäude wohnten Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Mumbai.

Fernsehbilder zeigten Rettungsautos, die Leichen wegbrachten. Die etwa 150 Mitarbeiter der Rettungsdienste arbeiteten mit Kränen, um Trümmer wegzuschaffen. Nervöse Angehörige drängten sich um die Unglücksstelle. Viele beschwerten sich über Chaos und mangelnde Koordination zwischen den Behörden. «Ich bin ins Jamshedjee Jeejebhoy Krankenhaus gefahren. Die Behörden hatten gesagt, die Tochter der Familie sei dorthin gebracht worden. Aber im Krankenhaus sagten sie mir, dass sie nicht dort sei», sagte ein frustrierter Angehöriger der Zeitung «Hindustan Times». «Wie können sie uns nur diese falschen Informationen geben?»

Die Polizei nahm einen Mann fest, berichtete der Sender CNN-IBN. Es soll sich um einen Bauunternehmer oder Raumdekorateur handeln. Er hatte angeblich ohne Genehmigung im Erdgeschoss umgebaut.

In Mumbai kommt es immer wieder zu derartigen Unglücken. Bauunternehmen verwenden minderwertige Materialien und Vorschriften werden oft nicht eingehalten. Erst Ende Juni starben zehn Menschen beim Einsturz eines Gebäudes am Stadtrand. Im April kamen bei einem ähnlichen Unglück 74 Menschen ums Leben.

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erstellt am 28.Sep.2013 | 13:05 Uhr

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