Nordsee : WWF fordert Krabben-Fangverbot im inneren Wattenmeer

Die Fischer im Hafen von Büsum reparieren  ihre Krabbenkutter. Seit Jahren stehen sie in der Kritik von Umweltschützern,  dass sie im Wattenmeer fast ohne naturschutzbezogene Einschränkungen auf Krabbenfang gehen. Foto: dpa
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Die Fischer im Hafen von Büsum reparieren ihre Krabbenkutter. Seit Jahren stehen sie in der Kritik von Umweltschützern, dass sie im Wattenmeer fast ohne naturschutzbezogene Einschränkungen auf Krabbenfang gehen. Foto: dpa

Die Umweltorganisation WWF will den Krabbenfang im inneren Wattenmeer verbieten lassen. "Wir dürfen nicht die Kinderstuben der Nordsee-Fische plündern", sagte ein WWF-Sprecher.

shz.de von
27. Februar 2009, 04:41 Uhr

Die Umweltstiftung "World Wide Fund For Nature" (WWF) will den Krabbenfang im inneren Wattenmeer verbieten lassen. In den engmaschigen Netzen fingen sich nicht nur Krabben, sondern auch junge Schollen, Seezungen, Wittlinge und Kabeljaue, hieß es.
Im Extremfall fangen die Fischer mit jedem Kilogramm Speisekrabben gleichzeitig bis zu neun Kilogramm anderer Meerestiere in ihren Netzen. "Wir dürfen nicht die Kinderstuben der Nordsee-Fische plündern", sagte WWF- Wattenmeerexperte Hans-Ulrich Rösner. Die enorme Verschwendung in der Krabbenfischerei sei unnötig und teuer; außerdem schädige sie die Natur in der Nordsee und im Wattenmeer.
Das Wattenmeer ist eine für Tiere und Pflanzen einzigartige Lbenswelt. Die Lebewesen, die sich hier dauerhaft etablieren können, sind vor allem ausgeprägte Spezialisten. 250 der Tierarten sind im Wattenmeer endemisch, kommen also nur dort vor.
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