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Vollmond an Weihnachten : Wintersonnenwende: Wenn die Tage länger werden

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Festtage für Astronomie-Fans: Die Sonnenwende lässt die Tage wieder länger werden – und ein beeindruckender Vollmond bezaubert zu Weihnachten.

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2015 | 18:14 Uhr

Am Tag der Wintersonnenwende ist der astronomische und kalendarische Winteranfang. In diesem Jahr ist es am 22. Dezember um 5.48 Uhr soweit. Der kalendarische Winteranfang markiert den kürzesten Tag des Jahres. Auf der nördlichen Erdhalbkugel erreicht die Sonne dann den tiefsten Punkt ihrer Jahresbahn. Den größten Teil des Tages steht sie unterhalb des Horizonts, am nördlichen Polarkreis geht sie gar nicht auf.

In Mitteleuropa scheint die Sonne an diesem Tag nur knapp acht Stunden - sofern es die Wolkendecke zulässt. Von nun an werden die Nächte wieder kürzer, bis zur Sommersonnenwende am 21. Juni.

Die Meteorologen begannen „ihren“ Winter bereits am 1. Dezember. Sie teilen die Jahreszeiten in jeweils drei Monate ein, um Wetterstatistiken besser vergleichen zu können.

Die Kenntnis von der Sonnenwende ist uraltes Wissen: Schon mit der 3600 Jahre alten Himmelsscheibe von Nebra konnten Menschen ihren Termin bestimmen. Dass auch Feiern zur Wintersonnenwende eine alte Tradition haben, zeigen frühgeschichtliche Kultstätten wie das englische Stonehenge. Die Römer feierten am kürzesten Tag des Jahres ihren Gott Saturn, die Germanen begingen das Julfest mit kultischen Feuern. Mit der Christianisierung in Mitteleuropa ersetzte das Weihnachtsfest zur Erinnerung an die Geburt Jesu die heidnischen Bräuche, das Licht als ein Symbol des Feiertages blieb.

Beeindruckend in den langen Nächten ist in diesem Jahr vor allem der Mond: Am 25. Dezember ist Vollmond. wenn der südliche Himmel den Blick darauf zulässt, wird es der am längsten sichtbare Vollmond des Jahres.

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